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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom

Core-Haltung und Beruhigung des Nervensystems

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Bei chronischer Hyperventilation spielt nicht nur die Atmung selbst eine Rolle, sondern auch die Körperhaltung. Viele Menschen kennen das Gefühl, nicht richtig ins Zwerchfell atmen zu können.

Der Brustkorb wirkt eng. Der Bauch fühlt sich blockiert an. Und oft entsteht der Eindruck, dass die Luft nur noch oberflächlich kommt.

Dafür kann es verschiedene Ursachen geben. Nach einer starken Überatmung kann der CO2-Spiegel deutlich abgefallen sein.

Dann reagiert der Körper oft mit mehr Spannung. Es entsteht ein Zustand von Enge und Verkrampfung. Auch chronisch kann die Haltung dazu beitragen. Wer immer wieder in einem eingefallenen, passiven Modus steht oder sitzt, passt sich daran an.

Muskulatur und Fasziengewebe nehmen diese Form auf. Verklebungen können entstehen. Und rein mechanisch wird das freie Atmen mit dem Zwerchfell dann schwieriger.

Deshalb lohnt es sich, die Haltung bewusst zu betrachten.

Es geht nicht nur darum, gerade zu stehen. Es geht um eine innere Aufrichtung. Und es geht um einen Zustand, in dem der Brustkorb frei werden kann, ohne dass die Kehle eng wird oder der Nacken übermäßig arbeitet.

Eine hilfreiche Orientierung ist die aufrechte Seitenhaltung. Dabei wird der Rumpf leicht aufgerichtet, der Rücken kommt sanft in die Lordose, das Kinn geht zurück. Manche Menschen spüren dabei allerdings sofort, dass es im Hals zu eng wird.

Dann ist diese Form der Aufrichtung für sie noch nicht passend. Und genau hier zeigt sich, wie individuell Haltung ist. Nicht jede vermeintlich gute Position fühlt sich für jeden Körper gleich gut an.

Als neue Empfehlung kann es hilfreich sein, etwas über diese klassische Aufrichtung hinauszugehen. Die ganze gerade Achse darf dabei ein wenig kippen. Der Brustkorb öffnet sich. Das Kinn darf aufgedehnt werden.

Und im Gegenzug kippt das Becken leicht in die andere Richtung. So entsteht ein Spannungsbogen, der den Körper nicht starr macht, sondern wach und präsent.

Für Menschen mit einer kyphotischen Tendenz, also einem eher eingefallenen Oberkörper und vorgeschobenem Bauch, kann diese Form besonders wichtig sein.

Dann geht es darum, die Brust wirklich zu zeigen und den unteren Rumpf so zu organisieren, dass der Core Stabilität geben kann. Das fühlt sich ein wenig an, als würden Sie gleich lossprinten wollen.

Genau dieses subtile Aktiviertsein kann hilfreich sein. Denn dann stabilisiert sich der Core, und die Atmung im unteren Brustkorb wird leichter.

Gemeint ist damit nicht die Atmung oben im Schulterbereich.

Gemeint ist der Bereich von Bauch, Ansatz des Zwerchfells und den unteren Rippenbögen. Dort darf die Atmung weich werden. Dort darf sie sich ausbreiten. Und wenn sich die Haltung in diese Richtung verändert, kann sich auch das Atemmuster deutlich beruhigen.

Auch im Sitzen kann diese Haltung geübt werden. Selbst wenn die Beine angezogen sind und der Körper immer wieder in die Aufrichtung findet, ist das ein intensives Muskeltraining. Es kann Muskelkater geben.

Und dennoch berichten viele Menschen davon, dass Spannung im Nacken und im unteren Rücken deutlich nachlässt. Manchmal ist genau das der entscheidende Aha-Moment.

Besonders bei weichem Bindegewebe und Hypermobilität kann es schwierig sein, die eigene innere Haltung überhaupt zu finden.

Dann fühlt sich vieles zunächst bequem an, obwohl es noch nicht tragfähig ist. Hier kann das Bild eines Korsetts helfen. Nicht als starre Einengung, sondern als innere Form von Würde, Klarheit und Stabilität.

Stolz, offen und gleichzeitig mit einer ruhigen Zwerchfellatmung.

Und wenn innere Anspannung da ist, wenn der Brustkorb eng wirkt und das Herz schnell schlägt, reicht eine reine Atemübung oft nicht aus.

Dann kann ein passiver Zugang sinnvoll sein. Der Körper darf sich weich anfühlen. Stellen Sie sich vor, Sie würden sich in eine Wolke verwandeln oder in eine Amöbe. Die Physis wird durchsichtiger, weicher, beweglicher.

Und Sie bewegen sich in dem Tempo, das Ihr Nervensystem gerade zulässt.

Wenn viele Gedanken rasen, darf die Bewegung schneller sein. Wenn das System unruhig, aber nicht völlig überdreht ist, kann sie langsamer werden.

Das Ziel ist, allmählich zu entschleunigen. Nicht mit Druck. Nicht mit einem festgelegten Ziel. Sondern mit dem, was authentisch da ist.

Dabei kann es hilfreich sein, sich selbst wie ein Mobile oder wie eine Wolke am Himmel wahrzunehmen.

Die Form verändert sich fortlaufend. Und wenn Sie möchten, können Sie die Bewegung mit einem Summen begleiten. Dieses Summen erinnert an das Wiegen eines Babys. Es ist beruhigend. Es hat etwas Nährendes.

Der Atem synchronisiert sich oft ganz von allein damit.

Ein wichtiger Teil ist das bewusste Verlangsamen. Die Bewegungen werden feiner. Der Blick geht nach innen. Vielleicht spüren Sie irgendwo schmerzende oder enge Bereiche.

Dann können Sie mit der Aufmerksamkeit dorthin zoomen und sich vorstellen, dass der Atem diese Stelle wie eine sanfte Feder berührt. Mit dem Einatmen und mit dem Ausatmen wird die Spannung gewissermaßen weggespült.

Und dann kann ein Wechsel in die Atmung erfolgen, als würde jeder Atemzug ein köstliches Elixier sein. Nicht stark eingezogen, sondern ganz sanft. Wie beim bewussten Einatmen von Waldluft.

So kann sich das Nervensystem Schritt für Schritt beruhigen. Der Körper findet aus der Enge heraus und zurück in eine weichere Regulation.

Auch die Übergänge sind wichtig.

Wenn die Übung beendet wird, darf der Körper noch einen Moment in der Stille bleiben. Die aufrechte Haltung wird noch einmal wahrgenommen. Der Körper als Ganzes wird gespürt. Erst danach geht es langsam wieder in die Außenwelt.

Geräusche, Gerüche und Eindrücke werden bewusst aufgenommen. Und selbst das Öffnen der Augen geschieht in Ruhe, nicht abrupt.

Gerade diese langsamen Übergänge können stärkend wirken.

Jede gerade Linie, jeder rechte Winkel, jeder Kreis im Raum kann Stabilität geben. Jede Pflanze, jedes kleine Detail kann als schön erlebt werden. Und erst wenn Sie wieder ganz da sind, gehen Sie in die Aktivität.

So bleibt die Beruhigung nicht nur ein kurzer Moment, sondern wird zu einer Haltung, die den Körper im Alltag unterstützen kann.


Quellen: The Effects of Thoracic Flexibility Exercise on Pain Range of Motion Spinal Alignment Proprioception and Neck Disability Index in Neck Pain Patients with Forward Head Posture A Randomized Controlled Trial.

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