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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Hallo zur heutigen Atemübung.
Ich möchte gern nochmals auf die Atemtechniken der letzten Woche eingehen. Dabei liegt unser Fokus auf reduziertem Atmen.
Für mich ist und bleibt diese Übung die Königskategorie aller Atemübungen, da sie entscheidend für ein gesundes Körpergefühl ist. Man muss seine Atmung bewusst wahrnehmen und verschiedene körperliche Anzeichen richtig deuten können.
Reduziertes Atemvolumen ist das Herzstück der Buteyko-Methode. Daher machen wir heute gemeinsam eine entsprechende Übung. Es geht darum, das Atemvolumen um etwa zehn Prozent zu reduzieren.
Was bedeuten diese zehn Prozent? Diese Zahl steht für einen leichten Luftmangel. Sie reduzieren ihren Atem so weit, dass es für Sie gerade noch komfortabel bleibt, in einem reduzierten Atemvolumen zu bleiben.
Es geht nicht darum, die Atemfrequenz zu ändern, sondern lediglich die Atemtiefe.
Nach ein paar Minuten wird Ihr Körper das Gefühl des reduzierten Atemvolumens akzeptieren können.
Am Anfang mag es etwas ungewohnt und fremd wirken. Wenn es jedoch zu unangenehm wird oder Stress auslöst, kehren Sie bitte zu Ihrer normalen Atmung zurück und starten dann erneut.
Diese Übung kann im Sitzen, Stehen oder Liegen durchgeführt werden.
Achten Sie beim Sitzen darauf, dass Sie sich auf die Vorderkante des Stuhls setzen, um das untere Atemzentrum frei zu halten. Die Beine stehen fest auf dem Boden. Setzen Sie sich möglichst gerade hin und nehmen Sie zunächst zwei bis drei entspannte Atemzüge in Ihrem normalen Atemmuster, bevor Sie in die reduzierte Atmung übergehen.
Die Hände legen Sie parallel auf die Beine, der Blick ist geradeaus gerichtet. Sie können den Kopf auch leicht nach hinten neigen, um die Halswirbelsäule zu entlasten.
Denken Sie daran, wenn das Gefühl des Luftmangels zu stark wird, kehren Sie für vier oder fünf Atemzüge zu Ihrem normalen Atemmuster zurück und beginnen dann wieder mit dem reduzierten Atmen.
Es geht nicht um die Atemfrequenz, sondern um die Atemtiefe. Versuchen Sie so viel Luft zu nehmen, wie es sich noch gut anfühlt.
Achten Sie stets darauf, dass ihre Bauchdecke entspannt ist.
Eine entspannte Bauchdecke und ein entspanntes Zwerchfell sind entscheidend für die Wirksamkeit dieser Übung.
Nach einigen Minuten wird sich Ihr Körper an die erhöhten CO2-Werte gewöhnen und diese tolerieren.
Bringen Sie ein wenig Geduld mit und versuchen Sie nicht zu viel auf einmal zu wollen.
Zum Ende der Übung nehmen Sie wieder ein paar normale Atemzüge und genießen Sie die Ruhe. Vergessen Sie nicht, Ihren CP (Control Pause) und den Puls etwa drei bis fünf Minuten nach der Übung zu messen.