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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Geräten, die versprechen, unsere Atemfähigkeiten zu verbessern. Diese reichen von medizinischen Geräten, die in der postoperativen Rehabilitation oder Intensivmedizin zum Einsatz kommen, bis hin zu Produkten für den Heimgebrauch, wie dem Frolov-Gerät.
Alle haben das Ziel, die Lungenfunktion zu stärken. Doch wie effektiv sind diese Geräte wirklich?
Ein signifikantes Problem solcher Geräte ist ihre Nutzung über den Mund anstelle der Nase.
Dies ist besonders problematisch für Personen mit einem chronischen Hyperventilationssyndrom, die meist durch den Mund atmen - eine Gewohnheit, die eigentlich bekämpft werden sollte. Als Arzt sehe ich daher Atem- und Trainingsgeräte, die über den Mund arbeiten, kritisch.
Interessanterweise kann ein Großteil dieser Geräte umgebaut werden, damit sie über eine Gesichtsmaske und somit über die Nase genutzt werden können. In der Praxis messen wir beispielsweise CO2-Werte mit solchen Masken, die auch für andere Standard-Atmungsübungen eingesetzt werden können.
Die Nutzung über die Nase macht diese Geräte wesentlich effektiver in ihren Auswirkungen.
Trotzdem bleibt die Frage: Braucht die Mehrzahl der Menschen solche Geräte überhaupt? In bestimmten medizinischen Fällen, wie der Behandlung von Atelektasen, können sie hilfreich sein, indem sie einen Widerstand aufbauen, der notwendig ist, um verlegte Lungenabschnitte wieder zu öffnen.
Nach Standardnarkosen, wie sie bei kleineren Operationen vorkommen, können diese Geräte hilfreich sein.
Für das Abgewöhnen chronischer Hyperventilation hingegen sind Atemübungen effektiver und nachhaltiger.
Atem- und Trainingsgeräte können zwar nutzen, sind aber nicht die Lösung. Das Ziel sollte sein, Atemübungen in den Alltag zu integrieren, ohne von einem Gerät abhängig zu sein.
Indem man einfache Atemtechniken in alltägliche Aktivitäten integriert, kann man über den Tag verteilt unbewusst mehrere Stunden effektive Atemübungen praktizieren.
In meiner Praxis habe ich beobachtet, dass das regelmäßige Praktizieren von Atemübungen ohne den Einsatz von Geräten den Patienten bedeutendere und nachhaltigere Fortschritte ermöglicht.
Die Übernahme dieser Übungen in den Alltag fördert nicht nur die Nasenatmung, sondern trägt auch langfristig zur Verbesserung der Lebensqualität bei.
Letztendlich können Atem- und Trainingsgeräte in spezifischen medizinischen Situationen eine Hilfe sein, für das Gros der Menschen, die eine gesündere Atmung anstreben, liegt der Schlüssel jedoch in der konsistenten Praxis und der Integration einfacher Atemübungen in ihren Alltag.