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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom

kontrollierte Atem-Anhalte-Übung

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Video-Transkript

Die kontrollierte Atem-Anhalte-Übung bei chronischer Hyperventilation

Möchten Sie gezielt mit einer Atemübung arbeiten und den Atem anhalten, dann ist es sinnvoll, im Vorfeld die sogenannte Kontrollpause, auch CP genannt, zu messen.

Dabei gilt es zu prüfen, wie lange Sie den Atem nach einer normalen Ausatmung anhalten können, ohne dabei ein starkes Luftbedürfnis oder Unbehagen zu entwickeln.

Wenn das Ergebnis der Kontrollpause beispielsweise zwölf Sekunden beträgt, empfiehlt es sich, für die Übung die Hälfte dieser Zeit zu wählen.

In diesem Fall würden Sie also für sechs Sekunden pro Minute den Atem anhalten. Die restlichen Sekunden der Minute dürfen Sie ruhig und entspannt weiter durch die Nase atmen. Sie brauchen dabei nichts zu erzwingen und sollten sich ganz darauf konzentrieren, innere Ruhe zu spüren.

Und es lohnt sich, die Übung mit einer meditativen Haltung und bewusstem Hineinspüren zu begleiten. Während Sie den Atem für die festgelegten Sekunden anhalten, lassen Sie die Gedanken schweifen, beobachten, was sich im Körper verändert, und geben dem Gefühl von Entspannung Raum.

Dann folgt der normale Atemzug, bis die nächste Minute beginnt. In der nächsten Runde halten Sie erneut sechs Sekunden den Atem an und atmen im Anschluss weiterhin ruhig durch die Nase ein und aus.

Durch diese bewusste Kombination aus kurzen Atempausen und normalem Atmen vermindern Sie Ihre Tendenz zur Überatmung schrittweise. Die Methode hilft, die eigene Atemwahrnehmung zu stärken, und kann auch dabei unterstützen, Kreislauf und Nervensystem zu entspannen.

Und mit etwas Übung lassen sich die Zeiten der Kontrollpause oft nach und nach verlängern Sie gewinnen so aktiv Einfluss auf Ihre Atmung zurück.

Wenn Sie regelmäßig üben, kann sich dies positiv auf Ihr Wohlbefinden auswirken und Symptome, die durch chronische Hyperventilation ausgelöst werden, gezielt reduzieren.

Achten Sie immer darauf, das Tempo der Übung individuell an Ihre Fähigkeiten anzupassen und Pausen einzubauen, wann immer es nötig ist. Die Nasenatmung bleibt dabei stets zentraler Bestandteil der Übung.


Quellen: The effects of preemptive carbon dioxide reduction in prolonged positive pressure breath holding in anesthetized dogs receiving oxygen.

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