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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom

Übungsstunde: Kohärentes Atmen verfeinern

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Kohärentes Atmen und zyklische Rhythmen: Die Feinabstimmung im Laufe des Lebens

Die Art und Weise, wie wir atmen und trainieren, variiert deutlich nicht nur zwischen Männern und Frauen, sondern auch im Verlauf des Lebens.

Viele Trainingskonzepte orientieren sich am männlichen 24-Stunden-Rhythmus: ein fester Plan, wie zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche, High-Intensity-Interval-Training oder Eisbaden. Dies funktioniert für viele Männer sehr gut.

Frauen hingegen profitieren nachweislich, wenn sie ihren Trainingsplan auf den natürlichen Zyklus abstimmen.

Während der Menstruation ist es ratsam, Ruhe zuzulassen. Die ersten drei Tage sollten möglichst Erholung und sanfter Dehnung gewidmet sein.

In einigen Yoga-Traditionen wird angeraten, in dieser Phase sogar geistige Aktivitäten zu minimieren und den Körper wirklich zu pflegen. Direkt nach der Blutung in der Follikelphase steigert sich die Energie.

Hier kann aktiver trainiert, Muskelaufbau fokussiert und Leistung gesteigert werden, besonders bis zum Eisprung.

Um den Eisprung ist der Testosteronspiegel bei Frauen auf dem Höhepunkt. Diese Phase eignet sich bestens für soziale Aktivitäten und größere sportliche Herausforderungen.

Anschließend nimmt die Energie langsam ab Erholung und Entspannung gewinnen wieder an Bedeutung, bis der nächste Zyklus beginnt.

Mit dem „lterwerden, besonders ab dem 40. und 50. Lebensjahr, verändern sich die hormonellen Rhythmen.

Bei Frauen werden die Zyklen in der Perimenopause unregelmäßiger, bleiben aber als Empfindung noch erkennbar. Auch bei Männern nimmt die Testosteronproduktion ab, Erholungsphasen verlängern sich, Stress wird häufiger zum Problem.

Die Unterschiede in der Rhythmik zwischen den Geschlechtern werden geringer. Die wichtigste Fähigkeit für beide Gruppen: lernen, dem eigenen Körper zuzuhören.

Ständige Selbstbeobachtung ersetzt den starren Trainingsplan.

Es gilt, täglich aufs Neue zu spüren: Brauche ich Aktivität oder Ruhe? Habe ich Lust auf Herausforderung oder ist heute Entspannung angesagt? Gerade im höheren Lebensalter führt dieses Spüren zu mehr innerer Ruhe und weniger Stress.

Ein praktischer Einstieg: Setzen oder legen Sie sich bequem hin, schließen Sie die Augen. Lassen Sie Schwere zu, nehmen Sie Ihren Körper auf dem Stuhl oder Boden wahr. Nun atmen Sie im festen Rhythmus: vier Sekunden ein, sechs Sekunden aus, begleitet von sanftem Zählen.

Nach mehreren Atemzügen lassen Sie die Atmung wie eine Welle weicher werden, schaffen sanfte Übergänge zwischen Ein- und Ausatmung wie Wellen, die am Meeresufer auslaufen.

Nun konzentrieren Sie sich auf die Zwerchfellatmung: Der untere Rippenbogen bewegt sich leicht nach außen nach vorne, hinten, zu den Seiten.

Diese Atemtechnik massiert innere Organe, aktiviert Lymphe und den Parasympathikus, entlastet Herz und Nieren. Dadurch wird das vegetative Nervensystem gestärkt, die Stressregulation verbessert und die gesamte innere Aufräumarbeit angestoßen.

Mit fortschreitender Übung können Sie Atemvolumen und Atemfrequenz weiter verfeinern, den Körper sanft bewegen, um die Atemströme noch feiner zu dosieren. Probieren Sie aus, wie viel Entspannung dabei entsteht und genießen Sie jeden Atemzug.

Lassen Sie die Technik geschehen und beobachten Sie am Ende, wie Sie sich fühlen.

Abschließend bleibt: Mit zunehmendem Alter dürfen Sie als Mann und Frau gleichermaßen lernen, auf Ihren Körper und seine subtilen Rhythmen zu hören.

So lassen sich Alltag und Training individuell gestalten, angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse und das fördert nachhaltige Gesundheit und Wohlbefinden.


Quellen: Every Woman Has a Different Cycle and Feels Differently A Qualitative Study of Athlete-Centred Perspectives on Menstrual Cycle Symptoms and Management in Female Endurance Sports.

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