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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hyperventilationssyndrom

Dem Körper zuhören 1

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Bevor Sie mit der Übung Dem Körper zuhören beginnen, ist ein wichtiger Hinweis sinnvoll. Wenn Sie sich im Moment instabil fühlen, wenn es Ihnen psychisch nicht gut geht oder wenn Sie merken, dass Sie innerlich schnell überflutet werden, dann sollten Sie die Übung eher auslassen oder nur in therapeutischer Begleitung durchführen.

Denn das Ziel ist nicht, Sie mit Gefühlen oder Körperempfindungen allein zu lassen. Das Ziel ist Stabilität.

Und genau darum geht es bei dieser Wahrnehmungsübung: den Kontakt zu dem aufzunehmen, was im Körper da ist, ohne sich darin zu verlieren.

Bei chronischer Hyperventilation sind viele Menschen sehr stark auf den Atem, auf innere Unruhe oder auf körperliche Symptome fokussiert. Dann kann es hilfreich sein, die Aufmerksamkeit wieder geordnet nach innen zu lenken.

Nicht drängend. Nicht mit Druck. Sondern freundlich und klar.

Wenn Sie während der Übung merken, dass sich etwas in Bewegung setzt, dem Sie sich nicht gewachsen fühlen, dann beenden Sie die Übung bewusst.

Setzen Sie zuerst beide Füße fest auf den Boden. Sie können einmal deutlich stampfen oder die Füße in den Boden drücken. Sagen Sie sich dabei innerlich: Ich bin jetzt hier.

Das ist ein einfacher, aber wirksamer Schritt, um sich wieder zu orientieren.

Sie können sich anschließend selbst Halt geben, indem Sie sich in den Arm nehmen oder die Hände an den eigenen Oberkörper legen.

Auch die Orientierung im Raum hilft. Schauen Sie sich um und nehmen Sie bewusst wahr: Jetzt ist gerade diese Situation nicht hier. Ich bin sicher. Ich habe hier meine vier Wände. Diese innere und äußere Orientierung kann dem Nervensystem helfen, wieder ruhiger zu werden.

Hilfreich ist auch ein langsames Hin- und Herschwingen des Körpers. Langsam, nicht hastig. Genau dieses ruhige Bewegen gibt dem Nervensystem Vorhersehbarkeit. Und Vorhersehbarkeit kann beruhigen.

Manche Menschen finden zusätzlich über Summen oder ein sanftes Tönen wieder mehr Halt. Auch eine einfache Atemstruktur kann unterstützend sein: einatmen, eins, zwei, drei, vier, und dann ausatmen.

Wiederholen Sie das fünf bis zehnmal, in einer Tonart, die sich gerade für Sie stimmig anfühlt.

Und nach einer belastenden Reaktion ist es wichtig, sich wieder mit etwas Freudvollem zu verbinden.

Etwas, das Ihnen gut tut. Ein fröhliches Lied. Den Hund streicheln. Mit einem anderen Menschen sprechen. Solche einfachen, vertrauten Dinge können helfen, sich erneut zu stabilisieren und den Fokus von einer inneren Anspannung wieder in ein sicheres Erleben zu verlagern.

Wenn Sie sich jedoch ausreichend stabil fühlen, kann diese Art des Zuhörens sehr wohltuend sein. Denn der Körper sendet oft lange Signale, die im Alltag übersehen werden. Manchmal warten sie schon lange darauf, dass man ihnen zuhört.

Genau das kann hier beginnen: ruhig wahrnehmen, gut einordnen, stabil bleiben. Und daraus kann sich Schritt für Schritt mehr Resilienz, mehr Selbstwahrnehmung und mehr innere Sicherheit entwickeln.


Quellen: Beyond diagnostic categories sensory processing as a transdiagnostic mechanism in autism ADHD and PTSD - a neuropsychoanalytic conceptual analysis.

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