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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Glucosamin ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das häufig bei Gelenkschmerzen und Arthrose empfohlen wird. Viele Menschen greifen darauf zurück, wenn sie unter Beschwerden wie Bandscheibenvorfällen oder anderen Problemen der Gelenke leiden, in der Hoffnung auf Linderung oder sogar Heilung.
Doch macht es wirklich Sinn, Glucosamin routinemäßig einzunehmen?
Sie finden Glucosamin in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln, die in Supermärkten oder Apotheken gegen Gelenkschmerzen oder Arthrose angeboten werden.
Die anhaltende Nachfrage spricht dafür, dass viele Anwender von einer wahrnehmbaren Wirkung ausgehen. Die Regale, gerade in kleineren Supermärkten, bieten meist nur die Substanzen an, die sich tatsächlich bewährt haben und nachgefragt werden.
Glucosamin wird häufig beworben, weil es nicht nur am Gelenkstoffwechsel beteiligt ist, sondern auch eine interessante Eigenschaft besitzt: Es kann eine Bindung mit Gluten eingehen und dieses auf diese Weise relativ unschädlich machen.
Besonders Menschen, die gelegentlich glutenhaltige Lebensmittel zu sich nehmen möchten zum Beispiel während eines sogenannten Cheat Days greifen daher zur Unterstützung auf Glucosamin zurück.
Doch eine lektinfreie oder glutenfreie Ernährung verändert die Ausgangslage. Wenn Sie ganz konsequent auf Gluten und Lektine verzichten, gibt es schlicht keinen Bindungspartner für das Glucosamin.
In dieser Situation macht die Einnahme wenig Sinn. Denn Glucosamin kann seine spezifische Wirkung nur entfalten, wenn Gluten vorhanden ist.
Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Glucosamin wird meist aus Krebstieren extrahiert.
Diese ernähren sich bevorzugt von Muscheln, die wiederum oft mit Schwermetallen belastet sind. Deshalb ist Glucosamin als Nahrungsergänzung in vielen Fällen kein ganz reiner Stoff. Wer zudem eine Krustentierallergie hat, sollte von der Einnahme ohnehin absehen.
In meinen Augen ist Glucosamin vor allem für die Menschen geeignet, die wirklich darauf angewiesen sind. Eine routinemäßige Anwendung, insbesondere bei bereits lektin- oder glutenfreier Ernährung, bietet keinen erkennbaren Mehrwert.
Zudem bindet Glucosamin nur einen Teil des aufgenommenen Glutens und kann das Problem daher nur lindern, aber keineswegs vollständig lösen.
Wer häufig zu Glucosamin greift, nur um weiterhin glutenhaltige Produkte essen zu können, wird langfristig nicht von seinen Gelenkbeschwerden befreit.
Die klügere Herangehensweise ist aus meiner Sicht daher, konsequent auf die auslösenden Stoffe wie Gluten oder Lektine zu verzichten, statt den Körper mit zusätzlichen Substanzen zu belasten.