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Cholesterinspiegel über Ernährung positiv beeinflussen

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Wie Sie Ihren Cholesterinspiegel über Ernährung positiv beeinflussen

Viele Menschen entdecken im Rahmen von Routinemessungen einen erhöhten Cholesterinspiegel, teils mit auffälligem LDL- oder HDL-Wert.

Es stellt sich häufig die Frage, wie Sie Ihren Cholesterinspiegel über die Ernährung optimieren können und welche Laborwerte wirklich entscheidend sind. Zunächst ist wichtig zu verstehen, dass nicht jeder erhöhte Cholesterinspiegel automatisch problematisch ist.

Cholesterin ist eine notwendige Voraussetzung für die Entstehung von Arteriosklerose, jener Erkrankung, die das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte stark erhöht es ist aber nicht die alleinige Ursache.

Sie benötigen viele weitere žZutatenÜ wie zum Beispiel Entzündung, Insulinresistenz, erhöhten Blutdruck und andere Risikofaktoren, damit sich überhaupt eine gefäßschädigende Erkrankung entwickeln kann.

Stellen Sie sich vor, Sie backen einen Kuchen: Mehl allein ergibt noch lange keinen fertigen Kuchen. Erst mit den passenden weiteren Zutaten, gezieltem Vorgehen und richtiger Zubereitung entsteht das Endprodukt.

Daraus folgt: Auf dem Weg von einem erhöhten Cholesterinwert hin zu einer tatsächlichen Erkrankung sind viele weitere Faktoren beteiligt. Entscheidend ist beispielsweise nicht allein der LDL-Spiegel, sondern die Qualität der Cholesterinpartikel.

Große, funktionsfähige Partikel und die Abwesenheit von oxidiertem Cholesterin sind von Bedeutung. Ebenso sollten Entzündungszeichen im Körper niedrig gehalten werden.

Wenn Ihr HDL (žgutes CholesterinÜ) zu niedrig ist, kann dies auf einen zu hohen Kohlenhydratanteil in der Ernährung hinweisen, was sich meist auch durch zu hohe Triglyceridwerte äußert.

Ein für die meisten günstiges Verhältnis: Triglyceride unter 75 mg/dl und ein HDL-Spiegel, der über dem Triglycerid-Wert liegt.

Zeigt Ihr Labor niedrige HDL- und hohe Triglyceridwerte, liegen häufig kleinere, dichtere und aktiv gefäßschädigende LDL-Partikel vor diese stellen ein echtes Risiko dar.

Bevor der Fokus rein auf die Senkung des Cholesterins gelegt wird, sollte geprüft werden, ob tatsächlich ein handlungsbedürftiges Problem vorliegt.

Eine weitere wichtige Ursache: Die Schilddrüse.

Ein nicht optimal eingestellter Schilddrüsenwert kann den Cholesterinspiegel unnötig erhöhen. Früher wurde die Therapie sogar am Cholesterinwert ausgerichtet. Bei einer bestehenden Schilddrüsenerkrankung sollte immer zuerst die Einstellung optimiert werden, oft sinkt danach der Cholesterinspiegel von allein.

Auch chronische Entzündungsprozesse im Körper können den Cholesterinspiegel erhöhen, da Cholesterin als Reparaturmolekül eine Rolle spielt. Ihr Körper reguliert die Produktion hoch, wenn Heilungsprozesse notwendig sind.

Ein niedriger Cholesterinspiegel bei kritisch Kranken ist dagegen oft kein gutes Zeichen, da das Cholesterin als Baustoff verbraucht wurde.

Ein weiterer Faktor sind hohe Insulinspiegel, meist bedingt durch zu viele Kohlenhydrate.

Die Messung ist im Praxisalltag aufwendiger, aber wichtig. Ist Insulin gemeinsam mit dem Cholesterin erhöht, muss zuerst der Insulinspiegel gesenkt werden meist durch Reduktion der Kohlenhydrate.

Dabei ist Medizin manchmal paradox: Eine konsequente Senkung der Kohlenhydrate (z.B. ketogene Ernährung) kann bei manchen Menschen aber auch zu einem Anstieg des Cholesterins führen, obwohl das Gesamtkrankheitsrisiko sinkt.

Sie müssen also nicht pauschal Kohlenhydrate reduzieren, sondern individuell die Ursache für die Auffälligkeiten herausfinden: Gibt es einen Missstand bei Schilddrüseneinstellung, chronische Entzündungen, erhöhte Insulinspiegel oder genetische Faktoren? Moderne Möglichkeiten wie kontinuierliches Glukosemonitoring helfen, Zusammenhänge zwischen Blutzuckerschwankungen und Cholesterin erkennen zu können.

Cholesterinsenkung kann eine Option sein, jedoch sollte die Suche nach der Ursache immer Vorrang haben. Medikamente kommen nur bei wenigen Patienten zum Einsatz, bei denen keine andere Maßnahme zielführend ist.

Ziel sollte stets sein, die tatsächlichen gesundheitsgefährdenden Faktoren zu adressieren und nicht lediglich einen Einzelwert in den Normbereich zu drücken.


Quellen: Dietary intervention modifies low-density lipoproteins particle size according to genetic variability a clinical study.

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