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TCM mit lektinfreier Ernährung kombinieren.

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TCM mit lektinfreier Ernährung kombinieren

Sollten Sie neben einer lektinfreien Ernährung zusätzlich die traditionelle chinesische Medizin in Anspruch nehmen? Diese Frage wird häufig gestellt.

Und die Antwort ist nicht ganz einfach. Denn einerseits gibt es Menschen, die mit einer bestimmten Maßnahme gute Ergebnisse erzielen. Andererseits ist nicht jede Therapie für jeden gleich gut geeignet.

Wenn Sie mit einer Ernährungsumstellung bereits einen guten Erfolg haben, dann ist das zunächst einmal wichtig. Denn am Ende zählt, dass es Ihnen besser geht. Trotzdem ist es sinnvoll, möglichst evidenzbasiert vorzugehen.

Sie sollten also vor allem das einsetzen, von dem Sie auch wirklich annehmen können, dass es die Mühe wert ist.

In der traditionellen chinesischen Medizin werden Begriffe wie Leber oder Niere nicht in genau dem Sinne verwendet, wie Sie es aus der westlichen Medizin kennen.

Und genau das macht die Einordnung manchmal schwierig. Ein erfahrener TCM-Kollege kann mit seinen Methoden durchaus Patientinnen und Patienten helfen, die mit anderen Ansätzen nicht zufrieden geworden sind.

Manchmal hilft es, manchmal aber auch nicht.

Ein häufiger Bestandteil der TCM ist die Akupunktur. Wenn Sie drei- oder viermal pro Woche Behandlungen erhalten, kann schon allein diese regelmäßige Betreuung einen spürbaren Effekt haben.

Deshalb ist die Frage, ob Ihnen TCM zusätzlich zur Ernährung etwas bringt, nicht pauschal zu beantworten. Ich würde es persönlich nicht als ersten Weg empfehlen.

Wichtig ist vor allem eines: Pflanzliche TCM-Präparate sind nicht automatisch harmlos.

Gerade Produkte, die direkt aus China stammen, können mit Schwermetallen belastet sein. Und auch bei normal eingesetzten TCM-Medikamenten sind Nebenwirkungen möglich. Sie können die Leber belasten, mit anderen Medikamenten interagieren oder Darmsymptome verschlechtern.

Gerade bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wäre ich mit nicht geprüften Mischpräparaten besonders vorsichtig. Die Qualität schwankt. Und genau darin liegt ein wesentliches Problem.

Es gibt zwar einzelne Stoffe aus der traditionellen Medizin in China, für die ein relativ guter Evidenzgrad vorliegt. Aber viele Anwendungen werden traditionell genutzt, ohne dass dafür gute Studien existieren.

In unserer Erfahrung berichten Patientinnen und Patienten, die TCM als alleinige Maßnahme eingesetzt haben, nicht unbedingt von einem klaren Nutzen. Gleichzeitig sehen wir auch viele Menschen, die sich ausschließlich lektinfrei ernähren und damit bereits ordentliche Erfolge erzielen.

Daraus lässt sich keine allgemeine Regel ableiten. Denn Sie sind nicht identisch mit dem nächsten Fall. Und niemand kann Ihnen im Voraus sicher versprechen, was bei Ihnen passieren wird.

Darum ist es oft klüger, sich zunächst auf eine Sache zu konzentrieren.

Wenn Sie mit einer Ernährungsumstellung beginnen, können Sie besser beurteilen, was diese Maßnahme tatsächlich bewirkt. Wenn Sie gleichzeitig TCM und lektinfreie Ernährung starten, wird es später schwieriger zu erkennen, was letztlich geholfen hat.

Dann müssten Sie beide Maßnahmen weiterführen, obwohl vielleicht nur eine davon wirksam war.

Das ist nicht immer die eleganteste Lösung. Aber es ist oft die praktischere. Und genau das ist für viele Patientinnen und Patienten hilfreich: zuerst eine klare Ernährungsstrategie, dann beobachten, was sich verändert.

Wenn das nicht ausreicht, kann man gemeinsam überlegen, welche weiteren Möglichkeiten sinnvoll sind.

In der Regel würden wir dabei eher andere Wege der funktionellen Medizin bevorzugen als die traditionelle chinesische Medizin.

Dennoch bleibt der wichtigste Punkt: Verkomplizieren Sie es nicht zu sehr. Starten Sie mit einer klaren, gut nachvollziehbaren Ernährungsumstellung. Und beobachten Sie dann sorgfältig, wie Ihr Körper darauf reagiert.

TCM und lektinfreie Ernährung können in einzelnen Fällen kombiniert werden. Ob das für Sie sinnvoll ist, hängt jedoch von Ihrem Beschwerdebild, der Qualität der Präparate und dem bisherigen Verlauf ab.

Und gerade bei pflanzlichen Arzneimitteln sollten Sie mögliche Belastungen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen immer mitdenken.


Quellen: Pharmacokinetic and Pharmacodynamic Interactions Between Anti-Asthma Drugs and Medicinal Plants A Comprehensive Review.

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