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Relevante Spurenelemente.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Relevante Spurenelemente: welche kleinen Mengen für den Körper wichtig sind

Wenn Sie an Nährstoffe denken, fallen Ihnen zuerst Vitamine und Mineralstoffe ein. Magnesium, Calcium, Eisen, Zink.

Und doch gibt es darüber hinaus noch eine Reihe von Spurenelementen, die für den menschlichen Organismus relevant sein können. Manche sind klar essenziell. Andere gelten als semiessentiell oder werden eher als ultrakleine Begleitstoffe betrachtet.

Und gerade bei diesen Stoffen lohnt sich ein genauer Blick.

Spurenelemente sind Stoffe, die der Körper nur in sehr kleinen Mengen braucht. Trotzdem haben sie oft eine große Wirkung. Sie sind Bausteine von Enzymen, beeinflussen den Stoffwechsel, die Hormonfunktion, die Schilddrüse, die Blutbildung oder antioxidative Systeme.

Einige lassen sich über die Nahrung aufnehmen. Andere finden sich auch in Mineralwasser. Wieder andere spielen eher in speziellen medizinischen Zusammenhängen eine Rolle.

Eisen, Zink, Jod, Selen und Kupfer

Zu den wichtigsten Spurenelementen zählt Eisen.

Eisen kann zwar auch aus Wasser stammen, etwa aus stark eisenhaltigen Heilquellen. Das schmeckt man oft sogar. Als Haupteisenquelle sollte das aber normalerweise nicht dienen. Denn Eisen konkurriert bei der Aufnahme mit anderen Transportmechanismen.

Das kann die Verwertung anderer Stoffe beeinflussen.

Deutlich zentraler ist Zink. Und Zink ist etwas, das Sie eher aus normalen Lebensmitteln erhalten als aus Mineralwasser. Sie brauchen immer eine ausreichende Quelle.

Zink ist deshalb so wichtig, weil über 300 Enzyme zinkabhängig sind. Das betrifft viele grundlegende Prozesse im Körper. Deshalb messen wir Zink auch noch routinemäßig im Blut, wenn es um die Beurteilung der Versorgung geht.

Auch Jod gehört in diese Gruppe. Jod ist im Wasser in der Regel nicht stark vorhanden. Es sollte aus der Nahrung kommen oder gezielt ergänzt werden, wenn Lebensmittel aus Jodmangelgebieten stammen.

Funktionell lässt sich die Versorgung oft über die Schilddrüsenfunktion einschätzen. Die Schilddrüse gibt uns häufig gute Hinweise darauf, ob die Jodversorgung ausreichend ist.

Selen kommt vor allem aus den Böden. Und Böden können in Mitteleuropa durchaus selenarm sein. Deshalb ist Selen etwas, das in der Praxis häufig mitbeachtet wird. Auch hier schauen wir routinemäßig nach, ob die Spiegel gut sind.

Selen ist für verschiedene Enzymsysteme wichtig und spielt insbesondere im antioxidativen Schutz eine Rolle.

Gleiches gilt für Kupfer. Kupfer ist essenziell für die Eisenmobilisation und für die Kollagensynthese.

Es gibt außerdem zahlreiche antioxidative Enzyme mit einem relevanten Kupferbedarf. Kupfer bekommen Sie in der Regel nicht aus Mineralwasser, sondern eher aus Lebensmitteln wie Leber oder Austern.

Und auch eine Kupferkanne kann in bestimmten Zusammenhängen eine interessante Quelle sein, wenn man über die kleine, indirekte Aufnahme spricht.

Mangan, Molybdän und Kobalt

Mangan wird seltener nachgemessen.

Wir prüfen es eher dann, wenn es gute Gründe gibt, einen Mangel zu vermuten. Trotzdem ist Mangan in vielen Multivitaminpräparaten enthalten, weil man einen Manganmangel vermeiden möchte.

Das ist typisch für Spurenelemente: Auch wenn sie nur in kleinen Mengen benötigt werden, kann ihre unzureichende Zufuhr funktionelle Folgen haben.

Molybdän wird ebenfalls nur in sehr kleinen Mengen benötigt.

Es ist unter anderem am Abbau bestimmter Eiweißverbindungen beteiligt. Ein diätischer Mangel ist in der Regel extrem selten. Deshalb messen wir es im Alltag meist nicht routinemäßig mehr.

In Multivitaminpräparaten ist es aber häufig enthalten.

Kobalt ist ein Sonderfall. Es ist das Zentralatom im Vitamin B12. Wenn Sie Vitamin B12 aufnehmen, nehmen Sie damit auch Kobalt auf.

Das ist normalerweise kein Problem. Als einzelne Substanz hat Kobalt jedoch keine eigenständige Funktion, die man gezielt über Nahrung oder Mineralwasser ansteuern sollte. Und wichtig ist auch: Kobalt kann in zu großen Mengen problematisch sein.

Hier gilt also besonders, dass mehr nicht automatisch besser ist.

Semiessentielle Elemente: Chrom und Fluor

Zu den semiessentiellen Elementen zählt Chrom. Chrom ist Bestandteil von Chromodulin.

Dieses beeinflusst die Aktivität von Insulinrezeptorkinasen. Trotzdem ist ein echter Chrommangel beim Menschen bislang unbewiesen. Gleichzeitig können zu hohe Mengen Vergiftungserscheinungen verursachen.

Dabei kommt es auch auf die Form an. Sechswertiges Chrom ist giftig, andere Formen nicht in gleichem Maß.

Fluor ist ebenfalls eher als semiessentiell einzuordnen. Es wird zur Kariesprävention eingesetzt, ist aber für das menschliche Leben nicht essenziell.

Und hier gehen die Einschätzungen auseinander. Fluor kann sich in Zahnschmelz und Knochen einbauen, zum Beispiel als Fluorapatit. Ob das insgesamt eine gute Sache ist, wird unterschiedlich bewertet.

Einige Menschen achten deshalb bewusst auf fluorarmes Mineralwasser.

Ultraspurenelemente mit möglicher biologischer Wirkung

Dann gibt es die Ultraspurenelemente. Das sind Stoffe, die in sehr kleinen Mengen vorkommen und über die nur wenig gesprochen wird.

Ihr Bedarf liegt oft unter einem Milligramm pro Tag. In tierischen Modellen oder Zellkulturen zeigen manche davon jedoch physiologische Effekte. Ein klassisches Mangel-Syndrom beim Menschen ist meist nicht etabliert.

Trotzdem sind sie wissenschaftlich interessant.

Silizium ist ein solches Spurenelement. Es begegnet Ihnen häufig im Zusammenhang mit Haaren, Nägeln und Bindegewebe. Es soll die Quervernetzung von Kollagen und Proteoglykanen verbessern.

Daher ist eine kleine Menge Silizium vermutlich kein Fehler.

Bor gehört ebenfalls dazu. In großen Mengen ist Bor giftig. Gleichzeitig diskutiert man mögliche Zusammenhänge mit Steroidhormonen wie Östrogen und Testosteron.

Auch eine präventive Wirkung gegen Osteoporose wird untersucht, unter anderem über die Kalzium- und Magnesiumretention im Körper. Bei Pflanzen ist Bor essenziell. Beim Menschen ist das weniger klar.

In manchen Multivitaminpräparaten ist es in kleinen Mengen enthalten.

Vanadium zeigt insulinmimetische Effekte. Es hat also mit dem Zuckerstoffwechsel zu tun. Deshalb wird es auch im Zusammenhang mit Diabetesforschung untersucht.

Ob Vanadium für den Menschen wirklich essenziell ist, ist nicht belegt. Als Spurenelement kann man aber darüber nachdenken, ob kleinste Mengen physiologisch interessant sein könnten.

Nickel ist beim Menschen vor allem als Kontaktallergen bekannt.

In Pflanzen und bei einigen tierischen Enzymsystemen kann es eine funktionelle Rolle spielen. Der Mensch besitzt aber keine funktionelle Urease. Daher ist Nickel für uns nicht als klassisches essentielles Element zu verstehen.

Für Menschen mit Nickelkontaktallergie ist eher wichtig, nicht unnötig viel Nickel aufzunehmen. Bei einer solchen Empfindlichkeit kann auch die Ernährung eine Rolle spielen.

Lithium beeinflusst intrazelluläre Signaltransduktionen.

Es gibt Hinweise, dass es mit kognitiver Gesundheit, Inositol-Stoffwechsel und bestimmten B-Vitamin-Abkömmlingen zusammenhängen könnte. In der Psychiatrie wird Lithium in höheren Mengen therapeutisch eingesetzt.

Für einen allgemeinen Ernährungsbedarf ist der Nutzen jedoch nicht klar belegt. Es gibt aber Studien, nach denen kleine Mengen Lithium im Grundwasser mit niedrigeren Suizidraten in Landkreisen assoziiert waren.

Das zeigt, dass selbst sehr kleine Mengen biologisch wirksam sein können.

Arsen ist meist eher als Giftstoff bekannt. Und tatsächlich liegt der Fokus beim Menschen vor allem auf der Toxizität.

Es gibt aber anorganisches Arsen, das relativ giftig ist, und organisches Arsen, das deutlich weniger problematisch sein kann. In Meeresfrüchten oder über bestimmte Reissorten kann man kleine Mengen aufnehmen.

In der Praxis fallen bei Schwermetalltests eher Belastungen auf als ein relevanter Mangel. Eine zusätzliche Zufuhr ist deshalb normalerweise kein Thema.

Warum die Versorgung wichtig bleibt

Spurenelemente sind kein Ran


Quellen: Impact of zinc deficiency on the recurrence in aphthous stomatitis A prospective case-control study.

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