Logo
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community

Siliciumdioxid als Trennmittel in Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Siliciumdioxid (E551) in Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln: Risiken und Hintergründe

Immer häufiger finden sich in den Zutatenlisten von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten Zusatzstoffe wie Siliciumdioxid, häufig auch mit der Kennzeichnung E551 aufgeführt.

Viele fragen sich: Sollte ich mir Sorgen machen, wenn dieses Trennmittel enthalten ist? Kann es sich im Körper ablagern und damit gesundheitliche Probleme verursachen?

Zunächst gilt: Es ist sinnvoll, stets darauf zu achten, welche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und Medikamenten enthalten sind.

Optimal ist es, wenn Sie jedes einzelne Produkt auf seine Zusammensetzung hin prüfen und bestenfalls Inhaltsstoffe vermeiden, die nicht zwingend notwendig sind insbesondere dann, wenn es reiner und ohne Zusatzstoffe erhältlich ist.

Siliciumdioxid dient in der Pharmazie vor allem als Fließhilfsstoff, um die Tabletten- oder Kapselfertigung zu erleichtern. Herstellungsbedingt enthält E551 zwangsläufig geringe Mengen an Partikeln unter 100 Nanometer, klassische Nanopartikel also.

Die Darmschleimhaut hat allerdings effektive Barrieren, die meisten dieser feinsten Teilchen zurückzuhalten. Dennoch deuten einzelne Studien darauf hin, dass ein sehr kleiner Bruchteil davon ins Blut und in die Gewebe gelangen kann.

Dort könnten sich die Teilchen anreichern.

Diese Daten haben die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) dazu veranlasst, genauere Informationen zu den Partikelgrößen von Siliciumdioxid anzufordern.

Insgesamt stuft die EFSA das Risiko nach wie vor als gering ein. Auch aktuelle Berichte und Gutachten betonen, dass der Nachweis eindeutiger Gesundheitsschäden durch Siliciumdioxid in der aktuell verwendeten Form und Menge bisher ausbleibt.

Silicium an sich ist nicht grundsätzlich schädlich. Es wird sogar als Nahrungsergänzung für gesunde Nägel und Haare vermarktet. Kritisch betrachtet werden jedoch die Siliciumdioxid-Nanopartikel, wenn sie im Reagenzglas untersucht werden: Dort können Entzündungsreaktionen oder die Bildung freier Radikale beobachtet werden.

Es ist wichtig zu wissen, dass solche Effekte vor allem in Zellkulturen oder bei Tierversuchen auftreten, häufig unter unrealistisch hohen Dosen, die beim Menschen in der Breite nicht erreicht werden.

Das Risiko durch die orale Aufnahme also das normale Schlucken als Tablette oder Pulver ist damit im echten Leben wesentlich geringer, als viele experimentelle Daten zunächst vermuten lassen.

Wir sind heute auf vielfältige Weise Nanopartikeln ausgesetzt über die Luft, Kleidung wie Polyester, Wasser und viele weitere Alltagsprodukte. Daher ist es schwierig, dem Kontakt völlig zu entgehen.

Siliciumdioxid über die Nahrung spielt im Verhältnis eine sehr geringe Rolle. Das größere Risiko bei Nahrungsergänzungsmitteln geht häufig von anderen, nicht deklarierten Substanzen aus, als von E551 selbst.

Die EFSA hat Siliciumdioxid mehrfach bewertet. Auch im letzten verfügbaren Gutachten gibt es keine Hinweise, dass bei der Aufnahme über den Mund eine gesundheitsschädliche Wirkung beim Menschen nachweisbar wäre.

Letztlich sollten Sie Zusatzstoffe nicht per se verteufeln. Wenn es möglich ist, wählen Sie Produkte mit möglichst wenigen Zusatzstoffen und einem transparenten Label aus. Viele gängige Präparate beispielsweise Vitamin D gibt es in wahlweise reinen oder Zusatzstoff-freien Varianten.

Aus ärztlicher Sicht ist das Risiko durch die in Europa erlaubten Mengen an Siliciumdioxid-Trennmitteln sehr überschaubar.


Quellen: In vitro toxicity evaluation of food-grade silica nanoparticles (E551) in human digestive tract cells.

© Dr. Gersch Zentrum für funktionelle Langlebigkeitsmedizin, Steinmetzstraße 3, 67655 Kaiserslautern | Tel. 0631 / 34 35 97 38 | Impressum | Datenschutz | Verträge hier kündigen oder widerrufen | Kostenlose Video-Kompaktkurse mit Dr. Gersch | Youtube-Kanäle Autoimmunerkrankungen, Atemtherapie & Langlebigkeitsmedizin | TikTok | Podcast