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SIBO und IMO

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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SIBO und IMO: Kohlgemüse besser verstehen und oft besser vertragen

Wenn bei Ihnen ein SIBO oder ein IMO vorliegt, dann ist die Frage nach Kohlgemüse schnell gestellt. Viele möchten wissen, ob sich größere Mengen überhaupt vertragen lassen.

Und die ehrliche Antwort lautet meist: eher nicht, zumindest nicht sofort und nicht in nennenswerter Menge.

SIBO bedeutet eine bakterielle Fehlbesiedlung des oberen Dünndarmtrakts. IMO beschreibt eine intestinale methanogene Überbesiedlung.

Beide Situationen können mit Blähungen, Aufstoßen, Druckgefühl und Bauchbeschwerden einhergehen. Und genau dann ist es sinnvoll, nicht nur an einzelne Lebensmittel zu denken, sondern ursächlich vorzugehen.

Kohlgemüse ist für viele Menschen gesund. Es liefert Ballaststoffe, Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Aber in einer Situation mit SIBO oder IMO ist nicht jedes Gemüse gleich gut verträglich.

Wasserlösliche Ballaststoffe werden in der Regel besser vertragen als wasserunlösliche Ballaststoffe. Kohlgemüse enthält oft eine Mischform. Das kann bedeuten, dass es im empfindlichen Darm stärker gärt und mehr Beschwerden auslöst.

Wichtig ist deshalb die Zubereitung. Wenn Sie Kohlgemüse sehr weich garen, wird es oft besser verdaulich. Ein Schnellkochtopf kann helfen. Auch langes Garen kann sinnvoll sein. Und das Verkleinern der Speisen spielt eine Rolle.

Im Mixer oder fein zerkleinert ist vieles leichter verzehrbar als in grober Form. Das ist kein Trick gegen die Ursache, aber eine hilfreiche Anpassung im Alltag.

Ebenso entscheidend ist das Essverhalten.

Sehr gutes Kauen kann Beschwerden reduzieren. Langsames Essen ist oft besser als hastiges Essen. Denn wer schnell isst, schluckt leichter Luft. Und Luft im Bauch verstärkt das Gefühl von Blähung, Druck und Unruhe.

Gerade Menschen mit Beschwerden entwickeln häufig zusätzlich ein angespanntes Essverhalten. Sie warten förmlich darauf, dass der Bauch gleich reagiert. Auch das kann die Symptomatik verstärken.

Und SIBO oder IMO sind nicht immer die alleinige Ursache eines Blähbauchs. Es können weitere Faktoren mitspielen. Dazu gehören ein hormonell bedingter Blähbauch, eine dysfunktionale Atmung oder vermehrtes Luftschlucken beim Essen.

Frauen wie Männer können davon betroffen sein. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das Gesamtbild und nicht nur auf einen einzelnen Befund.

Ein Atemtest kann hier sehr hilfreich sein.

Wenn ein solcher Test auffällig ist, sollte man die Situation weiter einordnen. Dann ist es sinnvoll zu prüfen, ob tatsächlich SIBO oder IMO im Vordergrund steht oder ob zusätzliche Ursachen beteiligt sind.

In der Medizin kommen solche Kombinationen durchaus vor. Man kann Läuse und Flöhe gleichzeitig haben.

Und wenn Sie etwas nicht vertragen, dann vertragen Sie es nicht. Das klingt einfach, ist aber im Alltag wichtig.

Es bringt wenig, Beschwerden mit Kraft zu überwinden. Gerade bei einer bestehenden Fehlbesiedlung ist es meist besser, zuerst die Ursache ausreichend zu behandeln. Erst wenn es Ihnen insgesamt besser geht, können größere Mengen an Kohlgemüse und anderen schwerer verdaulichen Lebensmitteln wieder sinnvoll ausprobiert werden.

Für die praktische Ernährung bedeutet das: Wählen Sie zunächst gut verträgliche Formen, kleine Mengen und eine schonende Zubereitung. Beobachten Sie Ihre Reaktion. Und achten Sie darauf, ob Blähungen, Aufstoßen oder Druck eher nach bestimmten Speisen, nach hastigem Essen oder in stressigen Situationen auftreten.

So lässt sich Schritt für Schritt besser eingrenzen, was Ihnen guttut und was eher Beschwerden macht.

Wasserlösliche Ballaststoffe sind in dieser Phase häufig die bessere Wahl.

Kohlgemüse kann später wieder ein Thema sein, wenn die Situation stabiler ist. Bis dahin sind Weichgaren, Zerkleinern, gründliches Kauen und langsames Essen oft die wichtigsten Maßnahmen im Alltag.

Und wenn sich trotz allem deutliche Beschwerden zeigen, sollte man die zugrunde liegende Problematik konsequent weiter abklären und behandeln.

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Quellen: A national consensus guideline on the performance and interpretation of hydrogen- and methane-based breath tests for carbohydrate malabsorption small intestinal bacterial overgrowth and intestinal methanogen overgrowth.

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