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Psoriasis im Kontext lektinfreier Ernährung und Hormone

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Psoriasis im Kontext lektinfreier Ernährung und Hormone

Viele Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) fragen sich, wie sie ihre Erkrankung durch eine lektinfreie Ernährung beeinflussen können.

Besonders herausfordernd ist dies in Lebensphasen wie Schwangerschaft, Stillzeit und nach der Geburt. Ziel ist es, die Psoriasis in Remission zu bringen oder einen Schub bestmöglich zu vermeiden.

Doch die Einflussfaktoren sind vielfältig und häufig individuell.

Bei Psoriasis ist es entscheidend, persönliche Trigger zu erkennen. Diese sind oft genetisch unterschiedlich ausgeprägt, was erklärt, weshalb verschiedene Betroffene unterschiedlich auf äußere Faktoren wie Wetterumstellungen reagieren.

Gemeinsam ist die Herausforderung, Schübe zu vermeiden und das richtige Maß an Entzündungshemmung zu erreichen.

Ein besonderer Fokus liegt auf hormonellen Veränderungen. Während der Schwangerschaft erleben viele Frauen mit Psoriasis eine Besserung der Symptome.

Die Haut wird glatter, die Gelenke ruhiger, das subjektive Empfinden von Entzündung nimmt ab. Doch nicht selten explodiert die Erkrankung nach der Geburt. Grund hierfür ist das sogenannte Schwangerschaftsparadoxon: Das Immunsystem fährt während der Schwangerschaft die TH1-Antwort gezielt herunter, um das ungeborene Kind nicht als fremd abzustoßen.

Psoriasis wird maßgeblich über diese TH1-Achse gesteuert. Nach der Geburt normalisiert sich das Immunsystem wieder das Risiko für einen akuten Psoriasis-Schub steigt.

Ein weiterer Faktor ist die Ernährung im Umfeld der Geburt.

Direkt nach einer Entbindung erleben viele Frauen ein akutes Leaky-Gut-Syndrom. Grund sind sowohl die mechanische Beanspruchung des Darms als auch die hormonell bedingte Auflockerung des Bindegewebes, die auch die Darmbarriere betrifft.

Gerade in dieser Phase ist eine strenge lektinfreie Ernährung wichtig, um das Risiko für neue Entzündungsschübe zu minimieren. Klinische Standardkost enthält oft viele Lektine und ist für diese Situation wenig geeignet.

Die Stillzeit stellt besondere Anforderungen. Viele Medikamente oder hormonelle Eingriffe können über die Muttermilch auf das Kind übergehen; der kindliche Organismus, insbesondere Leber und Immunsystem, ist noch nicht voll belastbar.

Daher ist während der Stillzeit eine zurückhaltende Medikamentengabe essenziell. Eine ausgewogene, möglichst nährstoffdichte lektinfreie Ernährung kann maßgeblich zur eigenen Gesundheit und zur optimalen Versorgung des Kindes beitragen.

Auch hormonelle Dysbalancen wie Östrogendominanz nach der Geburt stellen einen häufigen Schubfaktor dar. Hier empfiehlt es sich, individuelle Laborwerte zu bestimmen und die Situation gezielt ärztlich zu begleiten.

Erst nach der Stillzeit können ggf. weitergehende therapeutische Optionen genutzt werden.

Besonders wichtig ist zudem das Management von Stress und Schlafmangel. Stresshormone wie Cortisol fördern Entzündung und Gewichtszunahme, beides relevante Faktoren für eine aktive Psoriasis.

Atemtechniken und ein gutes Familienmanagement helfen, diese Belastung zu minimieren. Parallel sollte eine isokalorische Ernährung angestrebt werden: Ausreichend Nährstoffe und Kalorien, aber weder Überernährung noch striktes Abnehmen, um einerseits das Kind optimal zu versorgen und andererseits zusätzliche Belastungen durch Toxine im Fettgewebe und Mangelernährung zu vermeiden.

Mit Einführung der Beikost kann die Mutter wieder stärker ihr Gewicht und den Hormonhaushalt regulieren. Eine konsequent lektinfreie Kost bietet Vorteile auch für das Kind, insbesondere bei genetischer Veranlagung für Autoimmunerkrankungen.

Insgesamt zeigt sich: Sowohl Ernährung als auch die hormonellen und immunologischen Veränderungen rund um Schwangerschaft und Stillzeit haben einen erheblichen Einfluss auf die Schuppenflechte.

Wer achtsam mit Triggern umgeht und Ernährungs- sowie Lebensstilfaktoren aktiv steuert, kann die Krankheitsaktivität positiv beeinflussen.


Quellen: Diet-induced dampness-heat psoriasis is characterized by reduced

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