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Phytinsäure in Hirsemehl

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Phytinsäure in Hirse-Mehl ist ein Thema, das in der Ernährung immer wieder auftaucht. Das ist verständlich. Hirse ist ein häufig verwendetes Lebensmittel, besonders wenn Sie sich lektinfrei ernähren.

Und gerade dann stellt sich die Frage, ob die enthaltene Phytinsäure ein Problem sein kann.

Phytinsäure ist eine natürliche Substanz. Sie kommt in Getreiden, Nüssen, Hülsenfrüchten und Samen vor.

Für die Pflanze ist sie wichtig, weil sie Phosphor bindet. Für den Menschen kann das jedoch eine andere Bedeutung haben. Phytinsäure kann Mineralien und Spurenelemente binden und sie dadurch für die Verdauung schlechter zugänglich machen.

Betroffen sein können unter anderem Eisen, Zink, Magnesium, Kalzium und auch Jod. Wenn Sie Hirse-Mehl oder Hirsennudeln essen, kann die enthaltene Phytinsäure diese Stoffe aus der Mahlzeit binden.

Dadurch können Sie sie möglicherweise weniger gut aufnehmen. Das ist der eigentliche Punkt, der betrachtet werden muss.

Ob das in der Praxis wirklich ein Problem ist, hängt von mehreren Faktoren ab.

Entscheidend ist zunächst, ob bereits Mängel bestehen. Und wichtig ist auch, wie Ihre übrige Ernährung aussieht. Wenn Sie sich insgesamt nährstoffreich ernähren, ist gelegentlicher Verzehr von Hirsennudeln in der Regel unproblematisch.

Dann gleicht die restliche Ernährung vieles aus.

Anders kann es sein, wenn schon vorher ein Mangel an Mineralstoffen oder Spurenelementen besteht. Auch eine sehr einseitige Ernährung kann die Situation verschärfen.

Dann kann die zusätzliche Bindung durch Phytinsäure eher ins Gewicht fallen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Versorgung genauer anzuschauen.

Hier können Labortests hilfreich sein.

Sie geben Aufschluss darüber, wie es tatsächlich um Mineralstoffe und Spurenelemente bestellt ist. Bestehen wirklich Defizite? Oder ist die Versorgung ausreichend? Erst dann kann man gezielt überlegen, wie man mögliche Mängel ausgleicht.

Und es gibt noch einen weiteren Punkt. Phytinsäure kann durch Kochen, Einweichen und Fermentieren reduziert werden. Das ist bei Hirsennudeln allerdings nur begrenzt praktisch, weil diese Methoden das Produkt in seiner Form verändern würden.

Für den Alltag sind sie deshalb nicht immer gut anwendbar.

Bei Hirse-Mehl gilt daher: Die Phytinsäure ist vor allem dann relevant, wenn Ihre Nährstoffversorgung ohnehin kritisch ist.

Wenn Sie Hirseprodukte nur gelegentlich essen und sich sonst ausgewogen ernähren, spricht meist nichts gegen den Verzehr. Achten Sie darauf, dass Sie Mineralstoffe und Spurenelemente über andere Lebensmittel ausreichend decken.

Gerade bei einer lektinfreien Ernährung ist das wichtig. Denn nicht einzelne Lebensmittel sind allein entscheidend, sondern die gesamte Nährstoffbilanz. Hirse kann dabei ein guter Bestandteil sein, wenn die übrige Ernährung passend aufgebaut ist.

Und genau darauf kommt es in der Praxis an.


Quellen: Effects of different processing methods on the nutritional components and in vitro digestion and fermentation characteristics of foxtail millet (Setaria italica)., Impact of Processing on Millets A Pathway To Improved Nutrition and Functionality.

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