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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Viele Menschen fragen sich, wann passierte Tomaten als lektinfrei bezeichnet werden können. Entscheidend ist, wie das Produkt verarbeitet wurde.
Wichtig ist, dass bei der Herstellung sowohl die Schalen als auch die Kerne entfernt wurden. Denn insbesondere in diesen Teilen der Tomate sind die meisten Lektine enthalten.
Sie haben vielleicht schon recherchiert und ein Produkt gefunden, bei dem nach dem Kochen die Schale entfernt und die Kerne herausgefiltert werden.
So ein Vorgehen würde tatsächlich die Anforderung an eine lektinarme Ernährung erfüllen.
Doch ganz so einfach ist es nicht immer. Bei industriell gefertigten passierten Tomaten werden oft Tomaten verwendet, die sich nicht mehr gut verkaufen lassen.
Das heißt, häufig sind dies weichere oder weniger schöne Exemplare. Gerade dort besteht die Gefahr, dass die Schale nicht vollständig entfernt wurde und daher kleine Schalenreste im Endprodukt verbleiben.
Ein Verfahren, das neben den Kernen auch Schwebeteile herausfiltert, hilft, Rückstände aus schlecht geschälten Tomaten zu entfernen. So kann die Lektinbelastung weiter gesenkt werden.
Wer schon einmal selbst Tomaten geschält hat, weiß, wie aufwendig dieser Prozess ist. Für ein paar Tomaten zu Hause ist das vertretbar, bei größeren Mengen aber kaum realistisch.
Daher spricht nichts gegen eine industrielle Verarbeitung, solange die entsprechenden Schritte zum Entfernen der Schale und Kerne eingehalten werden. Manche fragen, ob sie die passierte Tomatensoße noch im Schnellkochtopf weiterverarbeiten sollten.
In den meisten Fällen ist das nicht nötig. Kochen Sie jedoch ein Gericht mit Tomaten-Passata, das ohnehin gekocht werden muss, ist die Zubereitung im Schnellkochtopf sinnvoll, da so eventuell noch vorhandene Lektine weiter reduziert werden können.
Wird die Tomatensoße aber beispielsweise nur als Belag für Pizza verwendet, empfiehlt es sich, auf ein weiteres Kochen zu verzichten. Die meisten Personen vertragen passierte Tomaten, die gemäß diesen Kriterien hergestellt wurden, erfahrungsgemäß gut.
Wer auf eine lektinarme oder lektinfreie Ernährung achtet, ist mit solchen Produkten meist auf der sicheren Seite.