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Oxalsäure aus Kakao im Kokos-Schokopudding neutralisieren

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Oxalsäure aus Kakao im Kokos-Schokopudding neutralisieren

Wenn Sie ein Rezept für lektinfreie Ernährung entdecken und darin Bitterschokolade und Kokosmilch die Basis bieten, stellt sich schnell die Frage: Sollte man sich wegen der Oxalsäure aus der Schokolade Sorgen machen? Und wäre es vielleicht besser, Schlagsahne oder Kuhmilch zu verwenden? Wie gehen Sie am besten mit diesem Thema um?

Lektinfreie Ernährung ist ein Trend, der fortlaufend an Bedeutung gewinnt.

Begonnen hat alles mit kaum verfügbaren Informationen im deutschsprachigen Raum und nur wenigen Ansätzen in der englischsprachigen Literatur. Heute existieren zahlreiche Diätformen, und mit jedem Jahr erscheinen neue Ratgeber, Rezepte und Produkte.

Viele Experten begegnen Diät-Neuheiten skeptisch, aber lektinfreie Ernährung hat sich aufgrund ihrer Wirkung und breiten Anwendbarkeit bewährt und hält Einzug in viele Supermärkte sowie Kochbücher.

Mit diesem Trend tauchen zahlreiche neue Rezepte auf. Nicht selten enthalten diese Rezepte jedoch versehentlich Zutaten, die eigentlich nicht lektinfrei sind. Auch werden häufig Details übersehen, die für eine langfristig gesunde, lektinfreie Ernährung entscheidend sind.

Ein Beispiel ist die Oxalsäure, die insbesondere in Bitterschokolade enthalten ist, jedoch seltener in der Literatur zur lektinfreien Küche diskutiert wird.

Oxalsäure ist eine natürliche Substanz, die in verschiedenen Lebensmitteln darunter Kakao und Bitterschokolade vorkommt.

Im Körper bindet Oxalsäure an Kalzium. Ist in einer Mahlzeit kaum Kalzium enthalten, etwa in einem Kokos-Schokopudding mit nur Bitterschokolade und Kokosmilch, wird das benötigte Kalzium aus Ihren körpereigenen Reserven mobilisiert, beispielsweise aus dem Blut oder den Verdauungssäften.

Genau das kann Probleme verursachen, denn Kalzium wird im Blut unter anderem zur Blutgerinnung benötigt.

Deshalb sollten Sie einer solchen Speise immer eine geeignete Kalziumquelle zufügen, um die Oxalsäure zu neutralisieren.

Menschen, die Milchprodukte vertragen und konsumieren möchten, können klassische Milch oder Schlagsahne verwenden wie es bereits frühere Generationen getan haben. Milchprodukte sind reich an Kalzium und eignen sich hervorragend, um die Oxalsäure in Schokopuddings zu binden.

Falls Milch und Sahne keine Option sind, etwa weil Sie vegan leben, gibt es Alternativen. Kokosmilch liefert kein nennenswertes Kalzium. Daher ist es sinnvoll, ein kalziumreiches Mineralwasser zu Ihrer Mahlzeit zu reichen oder noch einfacher ein wenig Kalziumpulver (zum Beispiel Kalziumkarbonat) direkt in die Puddingmasse einzurühren.

Diese Ergänzung ist unkompliziert und beeinflusst das Rezept geschmacklich kaum.

Die Berechnung ist einfach: Für die übliche Menge Oxalsäure in Bitterschokolade können Sie von rund 88 mg pro 100 Gramm Zartbitterschokolade ausgehen.

Ein Glas mineralstoffreiches Wasser mit 250 mg Kalzium oder 100 ml Schlagsahne liefert bereits ausreichend Kalzium, um etwa 200-250 mg Oxalsäure zu neutralisieren. Für eine vegane Zubereitung genügt oft schon eine Messerspitze Kalziumkarbonat pro Portion Pudding.

Wenn Sie regelmäßig Gerichte wie Kokos-Schokopudding genießen und viele Menschen wählen ohnehin routiniert ihre Lieblinge aus empfiehlt es sich, diese kleine Anpassung in Ihre Ernährung zu integrieren.

So profitieren Sie nicht nur von einer erfolgreichen lektinfreien Ernährung, sondern schützen sich gleichzeitig vor den möglichen Folgen eines zu hohen Oxalsäure-Verzehrs durch die richtige Wahl der Kalziumquelle.

Sobald Sie diese Zubereitungsweise verinnerlicht haben, wird die Umsetzung zur Selbstverständlichkeit.


Quellen: Effect of dietary oxalate and calcium on urinary oxalate and risk of formation of calcium oxalate kidney stones.

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