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Nickel und Hirse! Was essen bei Nickelallergie?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Nickel und Hirse: Was essen bei Nickelallergie?

Nickel ist überall. Sie finden es im Erdboden, in Pflanzen, in Tieren und auch im Frischwasser. Es gehört zu den Metallen, die sich in unserer Umwelt nicht vollständig vermeiden lassen.

Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob Sie mit Nickel in Kontakt kommen, sondern ab welcher Menge es für Sie ein Problem wird.

Für die meisten Menschen ist die übliche Ernährung unproblematisch.

Und doch gibt es eine wichtige Ausnahme: die Nickel-Kontaktallergie. Wer auf Nickel sensibilisiert ist, kennt oft den typischen Ausschlag unter Schmuck, an einer Uhr, unter einem Ring oder am Jeansknopf.

Das ist eine verzögerte allergische Reaktion. Sie kann bis zu 48 Stunden nach Kontakt auftreten. Genau diese Empfindlichkeit kann auch bei nickelhaltigen Lebensmitteln eine Rolle spielen.

Die tägliche Ernährung enthält im Durchschnitt etwa 300 bis 600 Mikrogramm Nickel.

Das ist abhängig von Land, Boden und Ernährungsweise sehr unterschiedlich. In einzelnen Regionen werden deutlich höhere Mengen aufgenommen. Und gerade bei Menschen mit Nickelkontaktallergie kann bereits die übliche Menge relevant werden.

In Studien wurden bei empfindlichen Personen Reaktionen im Bereich von etwa 600 Mikrogramm beobachtet. Erst bei deutlich höheren Mengen konnte ein Handekzem ausgelöst werden. Das zeigt: Nicht jede Nickelmenge ist automatisch problematisch.

Aber bei sensibilisierten Menschen kann schon eine relativ geringe zusätzliche Belastung eine Rolle spielen.

Immer wieder liest man, Hirse sei besonders nickelreich. Das stimmt so pauschal nicht.

In der Literatur finden sich viele nickelreiche Lebensmittel, nicht nur Hirse. Auch Vollkorngetreide, Hafer, brauner Reis, Nüsse, Schokolade, Hülsenfrüchte und verschiedene Früchte können relevante Mengen enthalten.

Und wenn Sie sich die Daten genauer ansehen, dann wird schnell klar: Der Nickelgehalt schwankt stark. Er hängt vom Boden, vom Anbauort, von der Produktionscharge, von der Jahreszeit und sogar vom Teil der Pflanze ab, der gegessen wird.

Es gibt Hirsesorten und Proben, die besonders hohe Nickelwerte zeigen. Das bedeutet aber nicht, dass Hirse grundsätzlich immer problematisch ist. Genau so wenig ist jedes andere Getreide automatisch belastet.

Die Aussage, Hirse sei der entscheidende Auslöser, ist wissenschaftlich zu kurz gedacht. Denn Nickel findet sich auch in vielen anderen Getreiden und Lebensmitteln, die regelmäßig verzehrt werden.

Warum ist Nickel überhaupt in Pflanzen vorhanden? Auch Pflanzen brauchen Nickel in sehr kleinen Mengen für ihr Wachstum. Für sie gilt ebenfalls: Die Dosis macht das Gift. Bei zu hohen Spiegeln wird das Wachstum gestört, es kommt zu oxidativem Stress, und bestimmte Pflanzen reagieren empfindlicher als andere.

Fingerhirse, Perlhirse und Hafer können auf nickelreichen Böden vergleichsweise gut wachsen. Das erklärt, warum in einzelnen Proben höhere Nickelkonzentrationen gefunden werden. Es erklärt aber nicht, dass Hirse grundsätzlich ein Problem darstellt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Kochgeschirr. In der Praxis ist dies häufig die eigentliche Nickelquelle. Nickelhaltige Töpfe, Edelstahl mit Nickelanteil und auch Besteck können Nickel freisetzen, besonders wenn saure Speisen darin gekocht oder aufbewahrt werden.

Auch Wasser, das lange in nickelhaltigen Armaturen gestanden hat, kann morgens eine unnötige Quelle sein. Wenn Sie eine Nickelkontaktallergie haben, sollten Sie deshalb nicht nur auf einzelne Lebensmittel achten, sondern auch auf Ihre Küche und Ihr Kochgeschirr.

Wenn Sie sich nickelarm ernähren müssen, geht es zunächst darum, sehr nickelreiche Lebensmittel zu reduzieren. Dazu gehören vor allem Schokolade, Soja, Hafer, bestimmte Nüsse wie Haselnüsse und Mandeln, sowie Hülsenfrüchte.

Auch Hirse würde in diesem Fall auf die Liste gehören. Tierische Produkte enthalten in der Regel deutlich weniger Nickel als pflanzliche Produkte. Milchprodukte sind meist ebenfalls niedrig belastet.

Und bei Gemüse, Obst und Beilagen kommt es auf die konkrete Auswahl an.

Wichtig ist: Nicht jeder braucht eine nickelarme Ernährung. Für die meisten Menschen ist Hirse weiterhin geeignet.

Für Menschen mit Nickelkontaktallergie kann es sinnvoll sein, den gesamten Nickelkontakt zu betrachten. Das betrifft Lebensmittel, Kochgeschirr, Besteck und gegebenenfalls auch die Wasserquelle. Und wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Beschwerden mit Nickel zusammenhängen, kann eine gezielte Diagnostik sinnvoll sein.

Nickel in Lebensmitteln ist also kein Thema für Panik. Es ist ein Thema für Einordnung. Die entscheidende Frage lautet: Sind Sie nickel-sensitiv oder nicht? Davon hängt ab, ob Sie einzelne Lebensmittel wie Hirse überhaupt relevant meiden müssen oder ob andere Quellen viel wichtiger sind.


Quellen: Systemic Nickel Allergy Syndrome A Critical Appraisal of an Unvalidated Diagnostic Entity., Systemic Nickel Allergy Syndrome., Assessment of exposure to nickel intake with selected cereal grains and cereal-based products., Dietary Intervention for Control of Clinical Symptom in Patients with Systemic Metal Allergy A Single Center Randomized Controlled Clinical Study.

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