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Neutralisation von Oxalsäure

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Neutralisation von Oxalsäure mit Calciumcarbonat

Wenn Sie oxalsäurereiche Lebensmittel essen, stellt sich oft die Frage, wie Sie die Oxalsäure im Alltag sinnvoll neutralisieren können.

Ein praktischer Ansatz ist die Verwendung von Calciumcarbonat. Das Calcium bindet die Oxalsäure im Darm. Dadurch kann die Substanz nicht in gleichem Maß aufgenommen werden und wird gemeinsam mit dem gebundenen Calcium wieder ausgeschieden.

Wichtig ist dabei zunächst die Auswahl des Pulvers. Sie können grundsätzlich ein Calciumcarbonat-Pulver verwenden, sollten aber auf ein möglichst reines Produkt achten. Wie bei vielen Nahrungsergänzungsmitteln gilt auch hier: möglichst ohne unnötige Zusatzstoffe.

Und je einfacher die Zusammensetzung, desto besser lässt sich das Pulver im Alltag einsetzen.

Die Dosierung richtet sich nach dem Oxalsäuregehalt der Mahlzeit. Als Faustregel gilt: Auf das Gewicht der Oxalsäure sollte ungefähr die gleiche Menge Calciumcarbonat kommen.

Enthält ein Essen also 100 Milligramm Oxalsäure, dann benötigen Sie 100 Milligramm Calciumcarbonat-Pulver, sofern keine andere Calciumquelle in ausreichender Menge mit der Mahlzeit aufgenommen wird.

Um das korrekt zu berechnen, müssen Sie den Calciumcarbonatgehalt des Pulvers kennen. Dann lässt sich mit dem Dreisatz ausrechnen, wie viel Pulver Sie tatsächlich benötigen.

Den Oxalsäuregehalt von Lebensmitteln können Sie recherchieren. Wenn Sie mit Mahlzeitenplänen arbeiten, ist das oft bereits mitberechnet. Dort steht dann auch, wie viel Calcium Sie zur Neutralisation brauchen.

Und wenn Sie selbst kochen, können Sie den Gehalt auch gezielt nachschlagen oder online prüfen. Beispielsweise lässt sich für 200 Gramm Spinat berechnen, wie viel Oxalsäure enthalten ist.

Beim Kochen wird die Oxalsäure meist noch etwas reduziert. Der verbleibende Anteil ist dann die Menge, die Sie mit dem Pulver ausgleichen können.

Die Einnahme kann auf verschiedene Weise erfolgen.

Sie können das Pulver direkt über das Essen streuen oder in Wasser auflösen. Entscheidend ist nicht die Form, sondern dass es zusammen mit der Mahlzeit aufgenommen wird. Genau dort soll das Calcium die Oxalsäure binden.

Sie können das Pulver auch mitkochen oder dazu trinken.

Weniger elegant ist es, das Calciumcarbonat erst nach der Mahlzeit zu trinken. Sinnvoller ist es, wenn Sie es direkt mit dem Essen kombinieren, damit sich alles gut vermischt.

Dann hat das Calcium die beste Chance, mit der Oxalsäure im Darm in Kontakt zu kommen.

Ab welchem Oxalsäurewert neutralisiert werden sollte, lässt sich nicht mit einer starren Grenze beantworten.

Die Faustregel lautet eher: Je höher der Oxalsäurewert, desto wichtiger wird die Neutralisation. Besonders relevant ist das bei einer bekannten Niereninsuffizienz. Dann wird Oxalsäure oft weniger gut ausgeschieden und kann sich im Körper eher anreichern.

Auch bei Gelenkproblemen kann es sinnvoll sein, auf eine möglichst gute Neutralisation zu achten.

Und selbst kleinere Mengen können bei empfindlichen Personen eine Rolle spielen. Ein Apfel oder ein Blattsalat enthalten zwar weniger Oxalsäure als andere Lebensmittel, aber bei Niereninsuffizienz oder Gelenkbeschwerden kann auch hier eine Neutralisation sinnvoll sein.

Als Alternative oder Ergänzung können Sie zu solchen Mahlzeiten calciumreiches Mineralwasser trinken. Bei kleinen Mengen kann bereits ein Glas ausreichen, um einen Teil der Oxalsäure zu binden.

Immer wieder stellt sich auch die Frage, ob eine Neutralisation mit Calciumcarbonat und gleichzeitigem Verzehr einer anderen Calciumquelle zu einer Überdosierung von Calcium führt. Das ist pauschal nicht einfach zu beantworten.

Grundsätzlich bindet das Calcium die Oxalsäure im Darm. Beide Stoffe werden dann ausgeschieden. Wenn Sie also nur neutralisieren, ohne zusätzlich große Mengen Calcium zuzuführen, entsteht dadurch nicht automatisch eine übermäßige Calciumaufnahme.

Eine Überdosierung von Calcium entsteht dadurch also nicht per se, wenn Sie das vernünftig und ausgeglichen handhaben. Gleichzeitig stellt sich aber auch die Gegenfrage: Führen Sie womöglich zu wenig Calcium zu? Sie brauchen schließlich weiterhin eine ausreichende Calciumquelle, wenn Sie Ihren Bedarf decken möchten.

Deshalb ist nicht nur die Neutralisation wichtig, sondern auch die allgemeine Calciumversorgung.

Zur genaueren Einschätzung können Bluttests hilfreich sein. Damit lässt sich prüfen, wie Ihr Calciumwert im Blut aussieht und ob Ihr System ausgeglichen arbeitet.

Zusätzlich kann auch Oxalsäure im Urin gemessen werden. Eine vermehrte Ausscheidung spricht dafür, dass Sie zu viel Oxalsäure aufnehmen. Wenn trotz solcher Maßnahmen Unsicherheiten bleiben, sind weitere Tests sinnvoll, um die Situation besser einzuordnen.

Und im Alltag geht es oft um praktische Lösungen. Wer oxalsäurereiche Lebensmittel bewusst isst, kann mit Calciumcarbonat, calciumreichem Mineralwasser und einer klugen Planung der Mahlzeiten eine gute Balance erreichen.

Entscheidend ist dabei, den Oxalsäuregehalt zu kennen, die passende Calcium-Menge bereitzustellen und das Ganze möglichst direkt mit der Mahlzeit zu kombinieren.


Quellen: Effect of dietary oxalate and calcium on urinary oxalate and risk of formation of calcium oxalate kidney stones.

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