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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Heute schauen wir uns ein Mineralwasser an. Und Sie können uns gerne weiterhin Lebensmittel einreichen, damit wir diese bewerten. Was ist da drin? Ist das gut? Ist das schlecht? Genau darum geht es auch hier.
Ein Mineralwasser sollte aus echtem Gestein stammen. Das ist bei diesem Produkt der Fall. Es wird außerdem angegeben, dass ausreichend natürliches Kohlenstoffdioxid enthalten ist. Viele Mineralwässer enthalten Kohlendioxid, das angereichert wurde.
Per se ist das kein schlechter Prozess. Für mich ist das aber nicht das eigentliche Verkaufsargument. Die Menge an Kohlendioxid beeinflusst vor allem den Geschmack. Entscheidend sind die Mineralien.
Wenn wir die Mineralien betrachten, dann sehen wir hohe Gehalte an Calcium und Magnesium. Das ist grundsätzlich positiv. Der Salzgehalt ist nicht so hoch, und das ist in Ordnung. Der Kaliumgehalt ist nicht überragend, aber für ein Mineralwasser durchaus gut.
Der Chloridgehalt ist mit dem Natrium ausgeglichen. Das ist wichtig, weil Kochsalz aus Natriumchlorid besteht. Sie können theoretisch eine Störung Ihres Blutsalzsystems bekommen, wenn Natriumchlorid nicht gleichmäßig aufgenommen wird.
Wenn Sie also größere Mengen Natrium aufnehmen und zu wenig Chlorid, dann müssen Sie in solchen Fällen Salz reich essen. Wenn ein Mineralwasser mehr Natrium als Chlorid enthält, ist das nicht automatisch schlecht.
Dann müssen Sie einfach insgesamt genug Salz aufnehmen.
Nitrate sind ein Hinweis darauf, dass das Wasser nicht landwirtschaftlich belastet ist. Das ist ganz gut. Sulfate sind ebenfalls in Ordnung.
Und der hohe Bicarbonat-Spiegel ist ebenfalls ein positives Merkmal. Grundsätzlich ist das hier also erst einmal ein gutes Mineralwasser.
Was uns jetzt natürlich noch interessiert, sind weitere Informationen.
Hier gibt es Verkaufsangaben, aber keine genauere Aufschlüsselung. Das Label allein reicht oft nicht aus. Besonders interessant wären zusätzliche Spurenelemente. Es gibt zum Beispiel Mineralwasser, in dem Uran enthalten ist.
So etwas würde ich nicht unbedingt zu mir nehmen. Ich würde immer auch auf den Fluoridgehalt schauen. Den möchte ich niedrig haben. Gleichzeitig interessieren mich Spurenelemente wie Lithium, die eher selten sind.
Da würde ich prüfen, ob das Wasser davon etwas mitbringt.
Von diesem Hersteller gibt es noch ein zweites Mineralwasser. Wenn wir das ansehen, erkennen wir leicht unterschiedliche Quellen.
Dadurch sind auch die Mineraliengehalte verschieden. Hier ist etwas weniger Magnesium enthalten, aber immer noch viel. Im Vergleich ist das also das mineralienärmere Mineralwasser. Unterm Strich ist es trotzdem gut.
Der Unterschied ist, dass es sich hier um ein stilles Mineralwasser handelt. Es enthält also kein CO2. Ich bin in der Regel eher für Sprudelwasser, weil das Kohlendioxid darin einige positive Wirkungen auf Ihren Körper hat.
Aber prinzipiell ist ein Mineralwasser gerade deshalb gut, weil viele dieser Mineralien enthalten sind. Beide Produkte wären wahrscheinlich in Ordnung. Was mir allerdings fehlt, ist eine genaue Auswertung vom Hersteller.
Wenn Sie so etwas selbst herausfinden möchten, gibt es einen kleinen Trick in der Google-Suche. Sie geben neben dem Suchwort auch File type PDF ein. Dann können Sie nachsehen, ob es dazu ein Dokument gibt.
Man findet dann aber nicht immer mehr als das eigentliche Label. In manchen Fällen gibt es nur eine knappe Pressemitteilung oder wenig Sinnvolles. Dann bleibt oft nur die Möglichkeit, direkt nachzufragen.
Wenn ein Hersteller einen genauen Analysereport nicht öffentlich macht, kann man ihn meist nur anfordern.