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Low Carb, Kohlenhydrate, konkret

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Low Carb konkret im Alltag umsetzen

Wenn Sie Kohlenhydrate reduzieren möchten, ist die praktische Umsetzung im Alltag oft die eigentliche Herausforderung. Nicht die Theorie ist das Problem.

Sondern die Frage, wie Sie aus vielen einzelnen Empfehlungen ein sinnvolles Muster machen. Genau darum geht es bei einer kohlenhydratarmen Ernährung: Sie sollen nicht alles perfekt machen. Sie sollen es so gestalten, dass es langfristig funktioniert.

Auf einem Ernährungsplan werden häufig 80 oder 100 Gramm Kohlenhydrate pro Tag als Grenze gesetzt. Das ist keine allgemeine Vorgabe für alle Menschen. Es ist eine gezielte Empfehlung für bestimmte Situationen, zum Beispiel bei erhöhten Blutzuckerwerten, hohen Insulinspiegeln oder wenn Sie Gewicht verlieren möchten.

Und auch dann gilt: Entscheidend ist nicht die kurzfristige Strenge, sondern die Umsetzbarkeit über längere Zeit.

Viele Menschen erleben Ernährung als kompliziert, sobald mehrere Regeln zusammenkommen.

Das ist verständlich. Der Einstieg in ein Thema vermittelt oft den Eindruck, man habe schon alles verstanden. Und dann merkt man erst, wie viele Details es gibt. Genau deshalb ist es hilfreich, die Grundidee zu verstehen, statt sich an jeder Einzelregel festzubeißen.

Der menschliche Stoffwechsel ist nicht für ständige Überversorgung mit Kohlenhydraten gemacht. Unsere Vorfahren lebten über sehr lange Zeit mit anderen Nahrungsbedingungen.

Menschen, wie wir sie heute kennen, gibt es seit sehr langer Zeit. Die heutige Ernährungsweise mit dauerhaft leicht verfügbaren, großen Mengen an Kohlenhydraten ist dagegen jung. Das bedeutet nicht, dass Kohlenhydrate schlecht sind.

Es bedeutet aber, dass der Körper mit permanenten Überladungen häufig nicht gut zurechtkommt.

Kohlenhydrate können gespeichert werden. Aber nur in begrenztem Umfang und nur für eine gewisse Zeit.

Wenn die Speicher regelmäßig voll sind und immer weiter nachgeladen wird, kann sich Insulinresistenz entwickeln. Das ist gesundheitlich problematisch. Denn ein Teil der sogenannten Zivilisationskrankheiten hängt mit einem gestörten Zucker- und Insulinstoffwechsel zusammen.

Dazu zählen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, bestimmte Krebserkrankungen und auch Demenzerkrankungen.

Das Ziel ist daher metabolische Flexibilität.

Das bedeutet: Ihr Körper soll je nach Situation zwischen Kohlenhydrat- und Fettverbrennung wechseln können. Genau das können viele Menschen heute nicht mehr gut. Manche sind praktisch nur noch auf Kohlenhydratverbrennung eingestellt.

Andere, etwa bei strenger ketogener Ernährung, sehr stark auf Fettverbrennung. Gesund ist vor allem die Fähigkeit, zwischen beiden Modi zu wechseln.

Und hier kommt der praktische Teil.

Wenn Sie sich an eine Reduktion der Kohlenhydrate halten sollen, dann ist es oft sinnvoll, nicht bei jeder Mahlzeit Fett und Kohlenhydrate stark zu mischen. Der Körper kann beides zwar verarbeiten, aber nicht gleichzeitig optimal.

Deshalb ist eine klare Priorisierung in einer Mahlzeit häufig hilfreich. Etwa bei der Hälfte der Mahlzeiten kann es sinnvoll sein, Kohlenhydrate und Fette zu trennen.

Außerdem sollten Sie nicht zu viele Kohlenhydrate auf einmal essen.

Auch ein trainierter Stoffwechsel hat Grenzen. Sobald das System überladen wird, kippt es. Und fettreichere Mahlzeiten sind eher am Abend sinnvoll, weil der Organismus in der Nacht durch Melatonin leichter in eine Insulinresistenz übergeht.

Wenn Sie spät noch viele Kohlenhydrate essen, ist das deshalb eher ungünstig. Wenn Sie dagegen mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen, wird dieser Effekt deutlich entschärft.

Wie könnte das im Alltag aussehen? Ein Frühstück sollte idealerweise immer Eiweiß und Ballaststoffe enthalten. Das ist eine sehr gute Grundregel. Sie könnten zum Beispiel Schafsquark oder körnigen Frischkäse essen.

Wenn Sie lieber ohne tierische Produkte frühstücken, ist auch ein Kokosjoghurt möglich. Dann sollten Sie ihn allerdings mit zusätzlichem Protein ergänzen, etwa mit Mandelprotein oder Hanfproteinpulver.

Und zu jeder Mahlzeit braucht es Ballaststoffe. Das kann über Flohsamenschalen, Akazienfasern oder auch über echtes Gemüse geschehen. Auch ein Stück Gemüse zum Frühstück ist völlig in Ordnung.

Es muss nicht immer klassisch süß sein. Wenn Sie wenig Kohlenhydrate möchten, ist das Frühstück oft eher eiweißbetont und ballaststoffreich. Es muss nicht besonders fettreich sein.

Es kann aber je nach Ausgangsprodukt leicht in die eine oder andere Richtung tendieren.

Wer etwas Kohlenhydratanteil möchte, kann das Frühstück ergänzen. Ein Blaubeerkompott ist zum Beispiel eine gute Möglichkeit.

Beeren enthalten vergleichsweise viele Polyphenole. Diese wirken günstig auf die Darmflora. Auch ein kleiner Löffel Marmelade kann passen, wenn Sie Kohlenhydrate bewusst einsetzen möchten.

Dabei ist Glukose meist günstiger als Fructose. Fructose belastet den Stoffwechsel deutlich stärker.

Für das Mittagessen kann die Kohlenhydratmenge gezielt eingeplant werden. Eine mögliche Variante wäre gebratener oder gebackener Wildlachs mit einer Beilage aus Süßkartoffeln.

Dazu kommt eine große Portion Gemüse, etwa Brokkoli. Auf diese Weise haben Sie Eiweiß, Kohlenhydrate und Ballaststoffe in einer klaren Struktur. Wenn Sie 80 Gramm Kohlenhydrate pro Tag anstreben, kann eine solche Mahlzeit bereits einen großen Teil der Tagesmenge ausmachen.

Und wenn Sie die Kohlenhydrate mittags einsetzen, bleibt das Abendessen leichter. Dann kann der Schwerpunkt auf Eiweiß und Gemüse liegen. Ein großer grüner Salat mit geschälten und entkernten Tomaten, geschälten und entkernten Gurken und dazu Steakstreifen oder eine andere Proteinquelle ist eine einfache, gut passende Lösung.

So bleibt die Tagesstruktur übersichtlich und der Kohlenhydratanteil gut kontrollierbar.

Alternativ können Sie den Tag auch anders aufbauen. Wenn Sie morgens ohne Kohlenhydrate nicht gut in Gang kommen, ist auch ein kohlenhydratreicheres Frühstück möglich.

Dann könnte zum Beispiel vorgekochte Goldhirse die Basis sein. Dazu kommt eine kleine Menge Schafsmilch oder eine andere passende Ergänzung. Wichtig ist dann aber ein guter Ballaststoffanteil, damit die Kohlenhydrate nicht zu schnell aufgenommen werden.

Flohsamenschalen oder Akazienfasern sind hier sehr sinnvoll. Auch Zimt kann eine interessante Ergänzung sein, weil er den Kohlenhydratstoffwechsel positiv beeinflussen kann.

Und Sie sehen daran: Es geht nicht um starre Regeln, sondern um Prinzipien.

Nicht zu viele Kohlenhydrate auf einmal. Fett und Kohlenhydrate möglichst nicht unnötig mischen. Eiweiß und Ballaststoffe in jeder Mahlzeit mitdenken. Und die Tagesstruktur so wählen, dass sie zu Ihrem Alltag passt.

Manche Menschen funktionieren mit einem eiweißbetonten Frühstück besser. Andere brauchen morgens eher Kohlenhydrate und verschieben Fett und Eiweiß anders im Tagesverlauf.

Wichtig ist, dass Sie das Muster verstehen.

Ein Körper, der ständig mit großen Kohlenhydratmengen versorgt wird, verliert leichter seine metabolische Flexibilität. Ein Körper, der klug zwischen Phasen mit Kohlenhydraten und Phasen mit Fettverbrennung wechseln kann, ist meist besser aufgestellt.

Deshalb ist die konkrete Frage nicht nur, was Sie essen. Sondern auch wann, wie viel und in welcher Kombination.

Wenn Sie mit einer kohlenhydratarmen Ernährung beginnen, müssen Sie nicht alles auf einmal perfekt umsetzen.

Oft reicht es, bei einigen Mahlzeiten konsequent zu sein. Und wenn Sie sich an 80 Prozent der Regeln halten, wird das in der Praxis häufig schon einen deutlichen Unterschied machen. Genau darin liegt der Vorteil einer alltagstauglichen Ernährung: Sie lässt sich leben.


Quellen: Optimizing Nutrition Strategies for Diabetes Management in India An Expert Opinion.

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