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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Die Frage, die immer wieder gestellt wird, ist, ob sich bei einer lektinfreien Ernährung weitere IgG-Lebensmittelantikörper bilden können. Beginnen wir mit der Entzündung auf Magen-Darm-Ebene.
Wenn diese vorhanden ist, bedeutet das oft, dass die Schleimschicht der Magen-Darm-Schleimhaut nicht intakt ist. Dies kann dazu führen, dass Substanzen unverdaut durch die Magen-Darm-Barriere passieren und somit das Immunsystem aktivieren, was zur Bildung von IgG-Antikörpern führen kann.
Das Hauptziel bei einer lektinfreien Ernährung ist es, die Magen-Darm-Barriere wiederherzustellen und diese zu schließen. Dies erfordert Geduld und einen systematischen Ansatz. Eine bestehende Nahrungsmittel-Sensitivität kann anhand spezifischer IgG-Antikörper nachgewiesen werden, während echte Nahrungsmittel-Allergien durch IgE-Antikörper erkannt werden.
Die Vorteile der Umstellung auf eine lektinfreie Ernährung sind erheblich, da es möglich ist, Entzündungen zu reduzieren. Zunächst wird der Einfluss der Lektine entfernt, wodurch sich das Hauptaugenmerk auf die Reaktionen der vorhandenen Antikörper richtet.
In der Praxis bedeutet dies, dass die Entzündung mit der Zeit nachlässt, und auch die IgG-Antikörper werden weniger bedeutend, insbesondere wenn niedrige Werte vorhanden sind.
Interessanterweise dauert die Bildung von Antikörpern in der Regel etwa zehn Tage.
Daher berichten Patienten häufig von positiven Effekten, die schneller als in dieser Zeitspanne auftreten. Die Verzögerung in der IgG-Bildung auf lektinfreien Lebensmitteln ist selten zu beobachten und, wenn sie auftritt, in der Regel kein dauerhafter Zustand.
Es gibt jedoch auch seltene Fälle, in denen frühere Nahrungsmittel-Antikörper erneut auftreten, insbesondere wenn Lebensmittel wie Milch nach einer Umstellung wieder konsumiert werden.
In solchen Situationen wird in der Regel überprüft, ob eine Ernährungsanpassung notwendig ist, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Grundsätzlich sind hohe IgG-Werte von Interesse und niedrige Werte oft irrelevant.
Wichtig ist es, dass Entzündungen auf Magen-Darm-Ebene reduziert werden.
Nach langjähriger Erfahrung mit der lektinfreien Ernährung haben wir viele Anpassungen vorgenommen, um unsere Ansätze zu optimieren.
Sollten einige Wochen einer lektinfreien Ernährung keine positiven Ergebnisse zeigen, könnte eine weitere Testung für Lebensmittelallergien erforderlich sein. In vielen Fällen führen wir dabei Labortests durch, die dabei helfen, individuelle Anpassungen der Ernährung festzulegen.