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Verbesserung der Verformbarkeit roter Blutkörperchen durch lektinfreie Ernährung

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Kann eine lektinfreie Ernährung die Verformbarkeit roter Blutkörperchen verbessern? Diese Frage wird vor allem dann interessant, wenn Sie sich mit ME/CFS, Long COVID und einer gestörten Sauerstoffversorgung auf Zellebene beschäftigen.

Denn bei diesen Krankheitsbildern werden immer wieder eine endotheliale Dysfunktion, also eine gestörte Gefäßweitenregulation, und eine verminderte Verformbarkeit roter Blutkörperchen beschrieben.

Rote Blutkörperchen transportieren Sauerstoff durch die Blutgefäße zu den Organen. Wenn sie sich in den kleinsten Kapillaren nicht ausreichend verformen können, kann die Mikrozirkulation beeinträchtigt sein.

Und genau an diesem Punkt setzen viele der diskutierten Studien an. Sie untersuchen, ob sich bei ME/CFS oder nach COVID-19 Veränderungen der Blutkörperchen zeigen, die mit einer schlechteren Passage durch feine Gefäße einhergehen.

Wichtig ist dabei zunächst der Blick auf die wissenschaftliche Belastbarkeit. Viele der verfügbaren Arbeiten arbeiten mit kleinen Patientenzahlen. Das bedeutet nicht, dass die Beobachtungen wertlos sind.

Es bedeutet aber, dass Sie solche Ergebnisse vorsichtig einordnen sollten. Eine kleine Fallserie kann Hinweise geben. Sie ersetzt jedoch keine große, gut kontrollierte Studie.

In einer 2019 erschienenen Arbeit wurde bei Patienten mit chronischem Fatigue-Syndrom eine veränderte Deformabilität roter Blutkörperchen beschrieben.

Das war interessant, weil man damit einen möglichen Zusammenhang zwischen oxidativem Stress, Blutsystem und verminderter Sauerstoffversorgung diskutieren kann. Doch auch hier gilt: Es handelte sich um eine sehr kleine Gruppe.

Solche Daten sind eher ein Anfang als ein Beweis.

Und wenn Sie sich eine weitere Arbeit ansehen, die im Zusammenhang mit COVID-19 zitiert wird, dann wird dort deutlich, dass Entzündung Blutkörperchen verändern kann.

Das ist grundsätzlich nicht neu. Entzündliche Prozesse beeinflussen Blut, Gefäße und Mikrozirkulation. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass sich daraus eine einfache therapeutische Zielgröße ableiten lässt.

Auch eine endotheliale Dysfunktion wurde bei Patientinnen und Patienten mit Post-COVID-Syndrom und ME/CFS beschrieben. Das Endothel, also die innere Auskleidung der Blutgefäße, spielt eine zentrale Rolle für die Durchblutung.

Wenn dort Regulationsstörungen bestehen, kann die Sauerstoffversorgung leiden. Und damit rückt nicht nur das Blutkörperchen selbst in den Blick, sondern das gesamte Zusammenspiel von Gefäß, Entzündung und Stoffwechsel.

Für die Praxis ist die entscheidende Frage jedoch eine andere: Was ist für Sie als Patientin oder Patient wirklich sinnvoll? Nicht jedes Laborzeichen muss zum Therapieziel werden. Eine verbesserte Elastizität roter Blutkörperchen ist wissenschaftlich interessant.

Klinisch wichtiger ist aber meist die Frage, ob sich Ihre Belastbarkeit, Ihre Durchblutung, Ihr Energielevel oder Ihre Symptomlast verbessert.

Hier kommt die lektinfreie Ernährung ins Spiel.

Lektine können, wenn sie in den Blutstrom gelangen, mit roten Blutkörperchen wechselwirken und zu Verklumpungen beitragen. Besonders bekannt sind solche Effekte bei rohen Hülsenfrüchten.

Deshalb spielt die richtige Zubereitung von Lebensmitteln eine große Rolle. Kochen kann den Effekt zwar verringern, aber nicht in jedem Fall vollständig aufheben.

Wenn Sie lektinfreie oder lektinarme Ernährung ausprobieren, dann geht es letztlich um die Frage, ob Sie dadurch entzündliche Reize reduzieren und damit indirekt die Sauerstoffversorgung auf Zellebene verbessern können.

Das ist ein plausibler Gedanke. Er ist aber nicht bei allen Menschen gleich wirksam. Trotzdem berichten einige Betroffene mit ME/CFS über Besserung unter einer solchen Ernährung.

Und neben der Ernährung ist die Atmung ein weiterer wichtiger Hebel.

Eine dysfunktionale Atmung kann die Sauerstoffverfügbarkeit im Gewebe verschlechtern. Hektisches, zu tiefes oder zu schnelles Atmen unter dem Brustkorb kann dazu führen, dass Sauerstoff schlechter an den Körper abgegeben wird.

Paradoxerweise ist also nicht immer mehr Atmung besser. Auch der Kohlendioxidgehalt spielt eine Rolle für Gefäßweite und Sauerstoffabgabe.

Deshalb wird bei ME/CFS und verwandten Erschöpfungssyndromen häufig auch mit Atemtherapie gearbeitet.

Das Ziel ist nicht, den Körper zu überfordern. Viele Betroffene haben nur kleine Zeitfenster am Tag, in denen überhaupt Aktivität möglich ist. Daher kann es sinnvoll sein, mit einer einzigen Maßnahme zu beginnen, zum Beispiel mit einer Ernährungsumstellung oder mit gezielter Atemarbeit.

Und genau hier liegt die praktische Stärke der Ernährung: Sie ist meist mit wenig zusätzlichem Energieaufwand umsetzbar. Sie müssen vor allem wissen, was Sie weglassen oder passend zubereiten.

Wenn Sie dann über vier bis sechs Wochen beobachten, wie sich Ihr Zustand entwickelt, können Sie oft recht gut einschätzen, ob die Maßnahme für Sie hilfreich ist.

Auch aus funktionell-medizinischer Sicht ist die Perspektive wichtig, nicht nur nach einer Diagnose zu fragen, sondern nach den zugrunde liegenden Störungen.

Oxidativer Stress, Entzündung, mögliche Eisenüberladung, hohe Insulinspiegel, eine gestörte Atmung und eine eingeschränkte Mikrozirkulation können zusammenwirken. Dann ist es sinnvoll, diese Faktoren systematisch zu betrachten.

Wenn Sie also die Frage stellen, ob eine lektinfreie Ernährung die Verformbarkeit roter Blutkörperchen verbessern kann, dann lautet die sachliche Antwort: Es gibt plausible Mechanismen und einzelne Beobachtungen, aber keine einfache allgemeingültige Gewissheit.

Für manche Betroffene kann die Umstellung ein hilfreicher Schritt sein. Für andere steht eher die Atemtherapie oder die Behandlung entzündlicher und metabolischer Ursachen im Vordergrund.

Wichtig bleibt dabei, den eigenen Körper zu beobachten. Und wenn sich unter lektinfreier Ernährung Symptome, Belastbarkeit oder das subjektive Wohlbefinden verbessern, dann ist das für den individuellen Verlauf oft aussagekräftiger als ein einzelner Laborparameter.

Genau dort liegt häufig der praktisch relevante Nutzen solcher Maßnahmen.


Quellen: Using hyperpolarised xenon magnetic resonance imaging to explore breathlessness in long COVID results from the EXPLAIN study., Vasculopathy in the Forecast Biophysically Altered Red Cells Act as Hemodynamic Hail to Trigger Endothelial Dysfunction., Temperature as a Regulator of Red Blood Cell Fate From Membrane Dynamics to Cellular Clearance., Beyond genes EpiSwitch and Orion platform-powered 3D genome architecture biomarkers reveal shared biology across MECFS long COVID PTSD rheumatoid arthritis and multiple sclerosis.

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