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Was tun bei pauschalen Inhaltsangaben auf der Zutatenliste?

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Was tun bei pauschalen Inhaltsangaben auf der Zutatenliste?

Immer häufiger finden sich auf den Zutatenlisten von Fertigprodukten allgemeine Angaben wie Gewürze ohne weitere Spezifizierung.

Das stellt gerade Menschen, die sich lektinfrei oder allergenarm ernähren möchten, vor eine Herausforderung. Denn hinter dem Begriff können sich zahlreiche, zum Teil problematische Inhaltsstoffe verbergen.

Ein exemplarisches Beispiel ist Leberwurst. Die Zutatenliste liest sich zunächst scheinbar problemlos: Schweinefleisch, Schweineleber, Speck, Zwiebeln, Meersalz und Gewürze. Doch schon bei den tierischen Bestandteilen ist die Fütterung relevant.

Bei den pflanzlichen Zutaten insbesondere den pauschal zusammengefassten Gewürzen bleibt oft unklar, was genau enthalten ist. Das kann problematisch werden, da etwa Nachtschattengewächse wie Paprika oder Chili Lektine enthalten können, die nicht deklarationspflichtig sind.

Sellerie und Senf hingegen müssten als Allergene explizit angegeben werden.

Im Idealfall sollten Hersteller alle verwendeten Gewürze transparent auflisten. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch das Vertrauen.

Wenn dies nicht der Fall ist, empfiehlt es sich, nach Erfahrungsberichten in spezialisierten Communities zu recherchieren, ob bereits Informationen zu dem Produkt vorliegen. Falls nicht, rufen Sie am besten direkt beim Hersteller an oder schreiben eine E-Mail und erkundigen Sie sich nach den verwendeten Gewürzen.

Die meisten Firmen reagieren freundlich und beantworten Nachfragen oft unkompliziert. Teilen Sie gewonnene Informationen gerne in Ihrer Gruppe, um auch anderen Betroffenen zu helfen.

Für Patienten steht bei einer Eliminationsdiät der schnelle und eindeutige Erfolg im Vordergrund.

Und weil bereits kleinste Mengen problematischer Stoffe bei empfindlichen Personen spürbare Wirkungen zeigen können, sollte man zu Beginn sehr streng vorgehen. Immer dann, wenn auf einer Zutatenliste lediglich Gewürze ohne Aufschlüsselung auftauchen, ist es ratsam, das Produkt zunächst zu meiden außer Sie haben genau geklärt, was sich dahinter verbirgt.

Erst wenn die Eliminationsdiät wirkungsvoll war, keine Beschwerden mehr bestehen und Sie sich in bestmöglicher Verfassung fühlen, kann versucht werden, einzelne Produkte mit unbekannten Gewürzen vorsichtig zu testen.

Dabei gilt: Hören Sie in Ihren Körper hinein und beobachten Sie mögliche Symptome sehr genau. Technisch ließe sich dies sogar per Stuhl- oder Bluttest begleiten. Häufig reichen aber schon geringe Mengen aus, um bei Sensitiven Unterschiede zu verursachen.

Allerdings führen nicht alle messbaren Veränderungen zu klinisch spürbaren Symptomen darum bleibt die individuelle Selbstbeobachtung so wichtig.

Denn letztlich stehen praktische Umsetzbarkeit, Verlässlichkeit der Angaben und die Erreichbarkeit des Herstellers im Mittelpunkt.

Sind detaillierte Angaben zu den Gewürzen direkt auf dem Etikett aufgeführt, bietet Ihnen das Sicherheit im Rahmen Ihrer Diät.


Quellen: Evaluation of Three Different Sesame ELISA Methods for the Detection and Quantitation of Sesame in Foods.

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