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Lektinfreie Ernährung bei Krebs.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Lektinfreie Ernährung bei Krebs

Bei einer Krebserkrankung stellt sich oft die Frage, ob die Ernährung einen sinnvollen Beitrag leisten kann. Und gerade bei einer hormonabhängigen Krebserkrankung, etwa einem östrogenabhängigen Brustkrebs, lohnt sich ein genauer Blick auf das Milieu im Körper.

Denn nicht nur der Tumor selbst ist wichtig, sondern auch die Umgebung, in der er wächst.

Eine lektinfreie Ernährung ist keine klassische Krebsdiät. Sie kann aber aus mehreren Gründen interessant sein.

Lektine können die Darmbarriere beeinträchtigen. Sie können die Tight Junctions zwischen den Darmzellen öffnen und damit eine erhöhte Durchlässigkeit des Darms begünstigen.

Dann gelangen Stoffe wie Lipopolysaccharide leichter in den Blutkreislauf. Das kann eine stille, systemische Entzündung fördern.

Und genau diese chronische Entzündung spielt bei Krebs eine wichtige Rolle.

Schon lange ist bekannt, dass Entzündung ein Tumortreiber ist. Ein Tumor verhält sich gewissermaßen wie eine Wunde, die nicht heilt. In einem solchen Milieu wachsen Tumorzellen leichter.

Auch die Bildung neuer Blutgefäße, also die Angiogenese, wird dadurch begünstigt. Das unterstützt wiederum das Tumorwachstum und kann die Metastasierung erleichtern.

Wenn Sie sich lektinfrei ernähren, kann das helfen, die Darmbarriere zu stabilisieren.

Zonulin-Werte können sinken. Der Einstrom von LPS wird gebremst. Damit lässt sich die entzündliche Last im Körper oft deutlich reduzieren. Das ist kein Wundermittel. Aber es ist ein plausibler und nachvollziehbarer Ansatz, der in ein antientzündliches Konzept passt.

Und ein zweiter wichtiger Punkt ist der Stoffwechsel. Viele lektinfreie Ernährungsformen verzichten auf Getreide und Pseudogetreide. Dadurch wird die Ernährung häufig kohlenhydratärmer.

Der Blutzucker bleibt stabiler. Der Insulinspiegel steigt weniger stark an. Das ist relevant, weil Insulin und der damit verbundene Wachstumsfaktor IGF-1 auch Tumorwachstum fördern können.

Vor allem starke Blutzuckerspitzen sind dabei ungünstig.

Es geht nicht darum, Zucker auf null zu senken. Der Mensch braucht Glukose. Es geht vielmehr darum, extreme Schwankungen zu vermeiden. Und genau hier kann eine gut aufgebaute, lektinfreie Ernährung helfen, ohne in extreme Diäten zu gehen.

Bei Krebs muss außerdem immer an das Wasting Syndrom gedacht werden. Tumoren verbrauchen oft große Mengen an Energie und Eiweiß. Dadurch kann der Körper auszehren. Muskelmasse nimmt ab.

Auch die Organmasse kann leiden. Deshalb ist es wichtig, ausreichend Eiweiß zuzuführen. Und zwar nicht irgendwie, sondern möglichst in einer Form, die nicht unnötig starke Insulinspitzen auslöst.

Hochwertiges Eiweiß aus Fisch oder gutem Fleisch kann hier sinnvoll sein. Gleichzeitig sollte auf eine gute Verträglichkeit geachtet werden. Denn eine Ernährung, die den Körper schwächt oder zu wenig Energie liefert, ist bei einer Krebserkrankung nicht hilfreich.

Entscheidend ist, den Körper zu stabilisieren und nicht zusätzlich zu belasten.

Bei hormonabhängigen Tumoren spielt auch die Belastung durch endokrine Disruptoren eine Rolle. Dazu gehören unter anderem BPA, Phthalate, bestimmte Kosmetika, Kunststoffe, Pestizide und auch Rückstände aus konventioneller Tierhaltung.

Wenn Sie hier achtsam sind, können Sie eine weitere hormonelle Reizung vermeiden. Bio-Lebensmittel, Glas statt Plastik und möglichst wenig Kontakt mit problematischen Verpackungen sind einfache, aber sinnvolle Schritte.

Und auch das Trinkwasser sollte Sie im Blick behalten. Je nach Region kann es sinnvoll sein, zu filtern oder auf Wasser aus Glasflaschen auszuweichen. Denn Mikroplastik und hormonell wirksame Rückstände lassen sich nicht immer ausreichend aus dem Leitungswasser entfernen.

Wichtig ist auch die immunologische Seite. Bestimmte Lektine können das Immunsystem irritieren. Wenn diese ständige Reizung wegfällt, kann sich das Immunsystem besser auf die entarteten Zellen konzentrieren.

Gerade bei Krebs ist das von Bedeutung, weil das Immunsystem täglich mit einzelnen entarteten Zellen umgehen muss. Wenn es durch andere Trigger abgelenkt ist, verliert es an Effektivität.

Es gibt zwei wichtige Theorien zur Krebsentstehung.

Die erste ist die somatische Mutationstheorie. Sie geht davon aus, dass genetische Veränderungen durch Zufall und Umwelteinflüsse zur Entstehung von Krebs führen. Die zweite ist die metabolische Theorie nach Warburg.

Sie beschreibt Krebs als Erkrankung des Stoffwechsels. Danach verhalten sich Tumorzellen anders, weil ihre Mitochondrien nicht mehr richtig arbeiten und sie Zucker bevorzugt vergären.

Diese Sichtweise ist medizinisch interessant, weil sie zeigt, wie stark das Milieu die Krebsentwicklung beeinflussen kann.

Wenn Sie Entzündung senken, den Blutzucker stabilisieren, Mikronährstoffe sichern und die Darmbarriere unterstützen, schaffen Sie Bedingungen, die dem Körper eher helfen als schaden.

Und genau deshalb ist eine lektinfreie Ernährung bei Krebs kein schlechter Gedanke.

Auch wenn nicht jede Maßnahme für jeden Menschen gleich passt, ist klar: Gut genug ist erst einmal gut genug.

Aber schlechte Kompromisse sollten Sie nicht eingehen. Besonders dann nicht, wenn Sie ohnehin schon mit einer Krebserkrankung leben und den Körper so stabil wie möglich halten möchten.

Und wenn Sie sich fragen, ob Maisstärke in einer Tablette problematisch ist, dann ist die Antwort meist beruhigend.

Pharmastärke ist etwas anderes als Lebensmittelstärke. In Arzneimitteln sind die Eiweißanteile in der Regel entfernt. Dadurch ist sie meist nicht mit der üblichen Stärkezufuhr aus der Ernährung zu vergleichen.

Entscheidend bleibt der große Rahmen: eine antientzündliche, möglichst lektinarme oder lektinfreie Ernährung, ein stabiler Stoffwechsel, gute Eiweißversorgung, wenig hormonelle Belastung und ein möglichst ruhiges Darmmilieu.

Das sind wichtige Stellschrauben, wenn Sie den Körper bei Krebs sinnvoll unterstützen möchten.


Quellen: Bisphenol A-mediated GPER1PPARACCFAS signaling induces de novo lipogenesis and lipid accumulation in luminal and triple-negative breast cancer cells to regulate epithelial-mesenchymal plasticity.

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