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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Die Frage, ob sich eine lektinfreie Ernährung mit einer Low-Carb-Diät vereinen lässt, wird häufig gestellt. Grundsätzlich ist die Antwort nein, sie schließen sich nicht aus.
Warum ist das so? Menschen, die dauerhaft zu wenig Kohlenhydrate konsumieren, entwickeln oft eine physiologische Insulinresistenz. Das führt zu genau dem Gegenteil dessen, was man mit einer Low-Carb-Ernährung erreichen möchte.
Diese Resistenz kann sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken.
Die Aufnahme von Kohlenhydraten ist jedoch nicht grundsätzlich schlecht. Zu viel davon kann bei manchen Menschen ein Problem darstellen.
Es ist wichtig, den individuellen Bedarf zu kennen. Bei erhöhtem Insulinspiegel raten wir oft zu einer Begrenzung auf 80 bis 100 Gramm Kohlenhydrate täglich. In einem lektinfreien Ernährungsplan sind Lebensmittel mit hohem Kohlenhydratgehalt häufig markiert, um den Überblick zu behalten.
Eine lektinfreie Ernährung kann theoretisch auch vollkommen ohne Kohlenhydrate gestaltet werden. Doch wir empfehlen, etwa alle vier Tage eine Mahlzeit mit Kohlenhydraten einzufügen. Das unterstützt den Körper, insbesondere den Hormonhaushalt bei Frauen.
Eine zu strenge kohlenhydratarme Ernährung kann den Hormonmetabolismus stören. Durch gelegentliche Kohlenhydratzufuhr lässt sich dies meist umgehen.
Für den Gewichtsverlust stellt sich die Frage nach dem Insulinspiegel.
Eine Low-Carb-Diät bei normalem Insulinspiegel bringt wenig. Ist dieser erhöht, kann eine gezielte Anpassung der Ernährung sehr wertvoll sein.