![]()
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Eigentlich möchte auf dieser Welt kaum etwas gefressen werden, mit Ausnahme von reifem Obst und einigen Pilzen. Alle anderen Pflanzen und Lebewesen versuchen, ihr Überleben zu sichern und viele nutzen dabei chemische Verteidigungsstrategien.
Im Laufe der Evolution entstand so in Getreiden, Hülsenfrüchten, Nachtschatten- und Kürbisgewächsen ein Abwehrmechanismus: das Lektin. In unseren Breiten finden wir Lektine besonders häufig in Hülsenfrüchten und Getreiden, in Südamerika auch in Nachtschattengewächsen wie Tomaten und Kartoffeln.
Manche, wie das bekannte Rizin, sind sogar tödlich. Auch Menschen nehmen Lektine mit der Nahrung auf. Unsere Vorfahren ernährten sich Millionen Jahre lang als Jäger und Sammler primär von tierischen Nahrungsmitteln sowie Wurzeln und saisonalem Obst also weitgehend lektinarm.
Erst mit der Sesshaftwerdung, dem Getreideanbau und später auch Kultivierung von Hülsenfrüchten, wurde der Mensch Lektinen in viel höheren Mengen ausgesetzt.
Aber die Gesundheit der Menschen litt: Archäologische Funde zeigen, dass Jäger und Sammler oft ein hohes Alter erreichten, während die Menschen im Zeitalter von Landwirtschaft und Getreidekultur früher an Zivilisationskrankheiten verstarben.
Doch nehmen wir große Mengen zu uns insbesondere aggressive, für uns wenig vertraute Lektine aus neuen Pflanzenarten oder durch moderne Ernährungsgewohnheiten können diese den Darm schädigen, die Schleimschicht angreifen und chronische Entzündungen begünstigen.
Stress, gestörtes Mikrobiom oder Krankheiten erhöhen zusätzlich die Anfälligkeit. Der Darm wird durchlässiger und auch geringe Lektinmengen können Beschwerden verursachen.
Traditionelle Zubereitungsmethoden wie das Schälen von Reis, das Entfernen von Tomatenschale und Kernen oder das Kochen von Hülsenfrüchten im Schnellkochtopf zerstören Lektine zuverlässig.
Auch der bewusste Umgang mit Oxalsäure ist wichtig: Nehmen Sie oxalsäurereiche Lebensmittel gemeinsam mit calciumhaltigen Nahrungsmitteln zu sich, um die Ausscheidung zu unterstützen.
Die Risiken für chronische Beschwerden nehmen ab. Beobachtungen an traditionell lebenden Völkern bestätigen, wie sehr die Wahl der Hauptnahrungsmittel den Gesundheitszustand beeinflussen kann.
Und: Viele der früher notwendigen Methoden, um Kalorien für große Siedlungen billig und verlässlich bereitzustellen, sind heute nicht mehr alternativlos. Sie haben heute die Möglichkeit, frische, lektinarme und oftmals sogar günstiger hergestellte Lebensmittel zu wählen und damit einen aktiven Beitrag zu Ihrer Gesundheit zu leisten.
Eine Ernährung mit reduzierten Lektinen kann individuell große Vorteile bringen insbesondere, wenn Sie auf die richtige Auswahl und Zubereitung der Lebensmittel achten.