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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Insulinresistenz und die nicht-alkoholische Fettleber zählen zu den häufigsten Stoffwechselstörungen unserer Zeit.
Umso entscheidender ist die Frage: Wie kann eine gezielte Ernährung helfen, diese Krankheitsbilder zu beheben?
Vermeiden Sie Extremlösungen: Die letzten Jahre sind geprägt von Hypes um ketogene und sehr kohlenhydratreduzierte Ernährungsweisen.
Grundsätzlich gilt: Wer dauerhaft nahezu keine Kohlenhydrate zu sich nimmt, erreicht oft das Gegenteil vom Erwünschten. Es entwickelt sich eine sogenannte physiologische Insulinresistenz, weil der Körper Glukose für das Gehirn spart und andere Zellen ausschließt.
Das kann langfristig zu erhöhten Blutzuckerwerten führen trotz konsequenter Kohlenhydratkarenz. Meine Empfehlung: Ketogene Ernährung sollte Spezialfällen vorbehalten bleiben, etwa bei bestimmten neurologischen Erkrankungen.
Für eine verbesserte Insulinsensitivität eignet sich meist eine moderate Low-Carb-Strategie typischerweise mit unter 100g Kohlenhydraten pro Tag, für manche sogar unter 80g. Diese Mengen sind im Alltag viel praktikabler und gesünder als radikale Entzüge.
Low-Carb funktioniert in vielen Fällen, weil damit automatisch zahlreiche entzündungsförderliche Lebensmittel wie glutenhaltiges Getreide oder Hülsenfrüchte in ihrer lektinreichen Form eingeschränkt werden.
Lektine gelten als pflanzliche Antinährstoffe und können bei entzündetem Darm zu Problemen führen. Wichtiger Tipp: Hülsenfrüchte sollten, falls verzehrt, immer geschält und im Schnellkochtopf ausreichend erhitzt (mindestens 40 Minuten) werden, um schädliche Lektine zu zerstören.
Beim Thema Fett raten moderne ernährungsmedizinische Ansätze zu zurückhaltendem Umgang mit mehrfach ungesättigten Pflanzenölen (z.B. Sonnenblumen-, Soja-, Rapsöl).
Gesättigte Fette wie Butterschmalz, Kakaobutter oder Kokosöl sowie einfach ungesättigte Fette allen voran reichlich Olivenöl sind meist die bessere Wahl. Ernährungsstudien zeigen, dass Olivenöl antioxidativ wirkt und dabei den Insulinspiegel wenig beeinflusst.
Eine Flasche Olivenöl pro Woche ist für die meisten ein sinnvoller Zielwert.
Insbesondere Ballaststoffe spielen eine tragende Rolle für den Stoffwechsel und die Darmgesundheit. Offizielle Empfehlungen liegen bei 30g pro Tag; aus praktischer Sicht sind 35g und mehr anzustreben.
Die Herausforderung: Viele klassische Ballaststoffquellen enthalten gleichzeitig hohe Mengen an Kohlenhydraten und Lektinen. Deshalb empfehle ich gezielt resistente Stärke (z.B. gekochte, dann abgekühlte Kartoffeln, Reis oder Hirse).
Während 10% der Kohlenhydrate sich so in resistente Stärke verwandeln und dem Mikrobiom Gutes tun, bleibt gleichzeitig der Blutzuckerspiegel stabil. Akazienfasern sind als Ergänzung eine ausgezeichnete Option, weil sie gezielt die nützliche Bakterienflora stärken.
Intervallfasten ist ein weiteres Werkzeug, um den Grundinsulinspiegel und das Leberfett zu senken. Die günstigste Fastendauer ist individuell. Während 16/8 populär ist, reichen vielen schon 1314 Stunden Essenspause.
Prüfen Sie kritisch, wann für Sie der optimale Punkt erreicht ist, um Stresshormone wie Cortisol zu vermeiden. Zitterigkeit am Morgen weist auf überschießende Stressreaktionen hin und legt nahe, das Fasten nicht weiter auszudehnen.
Eine gute Low-Carb-Mahlzeit setzt sich zusammen aus 50% Gemüse (vorzugsweise grünes Blattgemüse und Kreuzblütler), einer hochwertigen Proteinquelle (korrekt gefüttertes Ei, Lachs, Fleisch oder entsprechend zubereitete Hülsenfrüchte) und gesunden Fetten aus Avocado, Olivenöl oder Butter von Weidekühen.
Komplexe Kohlenhydrate sollten in Form von Beeren oder am Vortag abgelegten Kartoffeln, Quinoa oder Hirse ergänzt werden.
Besondere Vorsicht ist beim Konsum von Flüssigzucker geboten.
Gesüßte Getränke, aber auch Cappuccino aus modernen Maschinen oder mit Sirup versetzter Kaffee, liefern oft erhebliche Zuckermengen, die das Mikrobiom schädigen und die Leber belasten können.
Wasser, ungesüßte Tees und schwarzer Kaffee sind dagegen unbedenklich und können helfen, das Energielevel tagsüber konstant zu halten.
Viele halten es für notwendig, fertige Salatsoßen zu kaufen.
Die gesündere Alternative: Eine selbstgemachte Vinaigrette aus Olivenöl, eventuell Algenöl (für eine Omega-3-Ergänzung), Essig und Gewürzen. Wer es süßlicher mag, achtet auf wenig Honig oder setzt die Mönchsfrucht ein aus meiner Sicht einer der besten Süßstoffe für das Mikrobiom.
Und achten Sie am Ende darauf, dass eine ausgewogene Kombination aus Ballaststoffen, ausreichend Eiweiß und gesunden Fetten Bestandteil jeder Mahlzeit ist. Wer Obst essen möchte, wählt idealerweise zuckerarme Beeren.
Wer Wert auf Milchprodukte legt, bevorzugt Produkte aus Heumilch und Weidehaltung. Und experimentieren Sie mit den Zeitfenstern fürs Intervallfasten, um die beste Verträglichkeit und Wirkung für sich zu finden.