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Darf Labkäse auch bei IgG-Antikörpern gegen Kasein gegessen werden?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Labkäse bei IgG-Antikörpern gegen Kasein: Was Sie wissen müssen

Wenn ein Test erhöhte IgG-Antikörper gegen Milch, Molkeneiweiß oder insbesondere gegen Casein zeigt, stellt sich oft die Frage: Darf ich weiterhin milchverarbeitete Produkte wie Labkäse oder fermentierte Milchprodukte zu mir nehmen?

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass reine Kuhmilch deutlich allergener ist als fermentierte Milchprodukte oder ihre einzelnen Bestandteile.

Für viele Menschen ist Casein das Hauptproblem, da es das am schwersten verdauliche und gleichzeitig häufigste Eiweiß in der Milch ist. Manche vertragen Molkeneiweiß gut, reagieren aber auf Casein.

Wird Milch fermentiert, etwa für Sauermilchprodukte wie Buttermilch oder Kefir, setzen zugesetzte Milchsäurebakterien nicht nur den Milchzucker um, sondern sorgen auch dafür, dass die entstehende Säure das Casein denaturiert.

Das bedeutet, die Eiweißstruktur wird aufgelöst, ähnlich wie es auch in unserem Magen durch Magensäure geschieht. Allergien und Nahrungsmittelsensitivitäten richten sich immer gegen bestimmte Eiweißstrukturen werden diese ausreichend aufgespalten, erkennt das Immunsystem diese oft nicht mehr.

Allerdings produziert das Immunsystem vielfältige Antikörpervariationen, sodass es vorkommen kann, dass trotz fermentierter Produkte Antikörper noch an diese gebunden werden. Besonders bei Personen mit hohen Milchantikörpern kann es sein, dass auch Sauermilchprodukte oder Labkäse eine Reaktion auslösen.

Lab, ein ursprünglich aus Kälbermägen gewonnener, heute meist biotechnologisch hergestellter Extrakt, ist ein Enzym, das gezielt Casein spaltet. So wird z.B. Frischkäse oder körniger Frischkäse hergestellt.

Der Labprozess unterscheidet sich von der Fermentation durch Säurebakterien beide Methoden können Milcheiweiß-Strukturen verändern. Je länger der Prozess dauert, umso weniger ist die ursprüngliche Eiweißstruktur vorhanden, wodurch das Produkt oft besser verträglich wird.

Ein Problem bleibt die Herstellungsdauer: Kurz fermentierte Produkte wie Frischkäse enthalten häufig noch intakte Milcheiweiße. Bei lang gereiften Käsesorten (zum Beispiel ab drei Monaten Reifezeit) ist das meiste Casein bereits abgebaut.

Leider ist im Supermarkt nicht immer ersichtlich, wie weit das Milcheiweiß im Endprodukt wirklich zerlegt wurde.

Praktische Hinweise: Um festzustellen, ob das Milcheiweiß ausreichend abgebaut ist, hilft eine visuelle Kontrolle.

Ist die Konsistenz noch körnig oder bröckelig, sind Eiweißklumpen sichtbar, könnte das ein Hinweis auf noch vorhandenes allergenes Eiweiß sein. Käse mit einer gleichmäßigen, streichfähigen Masse ist in der Regel besser verträglich.

Trotzdem sind diese Hinweise keine Garantie für absolute Verträglichkeit bei bestehender Allergie gegen Milcheiweiß.

Für Menschen mit deutlichen IgG-Antikörpern gegen Kasein rate ich zur Vorsicht: Während der Eliminationsdiät werden alle Milchprodukte, einschließlich Labkäse und Sauermilchprodukte, vorerst gestrichen auch wenn die Testergebnisse hier niedrig sind.

Erst wenn die Antikörpertiter nachhaltig sinken, können langsam fermentierte und lang gereifte Milchprodukte wieder eingeführt werden. Am besten starten Sie dann mit besonders lange gereiftem Käse oder voll fermentierten Produkten, um das Risiko einer Reaktion minimal zu halten.

Besonders bei kurz gereiftem Frischkäse oder körnigem Frischkäse ist die Wahrscheinlichkeit für unverändertes Milcheiweiß höher.

Achten Sie generell immer auf die Veränderungen von Konsistenz und Struktur bei Milchprodukten.

Je weiter sichtbar Eiweißbruch entfernt wurde und je homogener die Masse ist, desto geringer ist das Allergiepotenzial.


Quellen: The role of fermented foods in managing food allergies in children and adults a systematic review.

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