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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Viele Menschen mit multiplen Allergien stehen vor der Herausforderung, geeignete und gleichzeitig sichere Kohlenhydratquellen zu finden.
Insbesondere wenn ein erhöhter Bedarf besteht, etwa bei sportlicher Aktivität, werden leicht verfügbare, gut verträgliche Kohlenhydrate benötigt. Doch häufig fehlt es an kommerziell verfügbaren Allergietests, beispielsweise für exotische Quellen wie Maniok oder Tapiokastärke.
Bei der Suche nach einer wirklich sicheren, von Eiweiß befreiten Kohlenhydratquelle ist raffinierter Zucker fast unschlagbar. Üblicher Haushaltszucker wird in der Regel aus der Zuckerrübe gewonnen und im Produktionsprozess so stark gereinigt, dass praktisch kein Eiweiß mehr enthalten ist.
Das macht ihn aus allergologischer Sicht zu einer der unbedenklichsten Optionen.
Natürlich gibt es Bedenken gegenüber Zucker. Viele fragen sich, ob sie tatsächlich regelmäßig Zucker zu sich nehmen sollten, besonders, wenn gesundheitliche Aspekte im Vordergrund stehen.
Und ja, es ist berechtigt, den Zuckerkonsum kritisch zu bewerten. Insbesondere Sportler profitieren allerdings nach dem Training davon, ihre Glykogenspeicher schnell wieder aufzufüllen. Und genau dafür eignet sich Zucker ausgesprochen gut.
Studien aus der Sportmedizin bestätigen, dass besonders auch Fructose ein Bestandteil des Haushaltszuckers für diesen Zweck hilfreich sein kann.
Wenn Sie jedoch keinen erhöhten Verbrauch haben, empfiehlt es sich, mit der täglichen Menge vorsichtig zu sein.
Generell gilt, dass Sie möglichst unter 80 Gramm Zucker pro Tag bleiben sollten, sofern Sie ihn nicht unmittelbar verstoffwechseln. So lässt sich das Risiko für unerwünschte gesundheitliche Nebenwirkungen gering halten.
Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen verschiedenen Zuckerarten. Vollrohrzucker beispielsweise wird aus Zuckerrohr gewonnen und enthält noch Reste der ursprünglichen Pflanze. Er ist meist braun und weniger raffiniert.
Das bedeutet: Es können noch pflanzliche Bestandteile, inklusive Proteine, enthalten sein, die immunologisch relevant werden und eine allergische Reaktion auslösen könnten. Das Gleiche gilt für alternative Zuckerarten wie Kokosblütenzucker.
Raffinierter weißer Zucker hingegen enthält keine dieser allergenen Bestandteile mehr.
Setzen Sie daher bei Allergien auf Zucker, der so weit wie möglich gereinigt wurde das bietet Ihnen die höchste Sicherheit, allergische Reaktionen auszuschließen.
So können Sie Ihren erhöhten Kohlenhydratbedarf zuverlässig und ohne unnötige Risiken abdecken.