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Wer sollte sich auf keinen Fall ketogen ernähren?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Für wen ist die ketogene Ernährung gefährlich?

Die ketogene Ernährung wird häufig als Wundermittel angepriesen, um Entzündungen zu reduzieren, Gewicht zu verlieren und den Fokus zu verbessern.

Doch handelt es sich dabei um einen erheblichen Eingriff in den Stoffwechsel. Es gibt Kontraindikationen, bei denen selbst eine kurzfristige ketogene Diät medizinisch riskant oder schlicht ungeeignet ist.

Zuallererst betrifft das Menschen mit genetischen Störungen der Fettsäureoxidation, wie einem primären Carnitinmangel oder bestimmten Porphyrien. Wer von einer Porphyrie betroffen ist, weiß dies in der Regel, weil schon kleine Schwankungen im Kohlenhydratkonsum schwere Schübe auslösen können.

Auch bestehende Organerkrankungen sind wichtige Ausschlusskriterien. Menschen, die unter einer akuten oder chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) leiden, riskieren durch hohe Fettzufuhr und steigende Triglyceridwerte einen neuen, oft gefährlichen Schub.

Ebenso kann eine fortgeschrittene Lebererkrankung problematisch sein, da die Leber für die Ketonkörperproduktion entscheidend ist und so schnell überlastet werden kann.

Patienten mit Nierenerkrankungen sind ebenso gefährdet.

Besonders bei einer falsch zusammengesetzten ketogenen Ernährung mit zu hohem Proteinanteil werden die Nieren zusätzlich belastet. Harnsteine können entstehen oder vorhandene Nierenfunktionsstörungen sich verschlechtern.

Zwar gibt es Möglichkeiten, solche Risiken durch eine gezielte Alkalisierung des Urins zu umgehen, doch setzt das gutes Wissen und Erfahrung voraus.

Um Fett effizient zu verdauen, ist eine funktionierende Gallensäureproduktion erforderlich.

Menschen ohne Gallenblase oder mit bereits bestehenden Gallensteinen bekommen oft Schwierigkeiten, wenn sie eine fettbetonte Ernährung probieren. Steigt dabei das Cholesterin schnell an was bei vielen Patienten beobachtet wird können sich Gallensteine vergrößern oder vermehrt Beschwerden entstehen, sogar bis hin zur Pankreatitis.

Typ-1-Diabetiker benötigen bei einer ketogenen Ernährung besondere ärztliche Betreuung. Denn die Gefahr einer Ketoazidose ist ernst zu nehmen und erfordert sorgfältiges Monitoring.

Auch Patienten, die SGLT2-Hemmer einnehmen, müssen besonders auf die Balance ihrer Ketonkörper achten, da das Risiko für eine Ketoazidose hier ebenfalls erhöht ist.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Denn Kohlenhydrate sind wichtig für die Umwandlung von T4 (inaktiv) zu T3 (aktiv), dem wirksamen Schilddrüsenhormon. Ein starker Kohlenhydratverzicht kann diesen Prozess beeinträchtigen und bereits kurze Fastenzyklen wirken sich auf diese Umwandlung aus.

In bestimmten Lebensphasen, in denen Aufbau und Wachstum im Vordergrund stehen etwa Schwangerschaft, Stillzeit sowie in Kindheit und Jugend sollte keinesfalls eine ketogene Ernährung erfolgen.

Hier haben ausreichende Nährstoffversorgung und Entwicklung Priorität, und die restriktive Keto-Ernährung kann diese Prozesse negativ beeinträchtigen. Eine Ausnahme bildet die Therapie bestimmter therapierefraktärer Krampfleiden bei Kindern, wobei dies immer unter ärztlicher Kontrolle erfolgt.

Auch bei bestehenden Essstörungen ist eine ketogene Diät ungeeignet. Die strikte und monotone Nahrungsmittelauswahl kann restriktives Essverhalten und das Wiederaufflammen von Essstörungen oder Binge Eating begünstigen.

Für Menschen, die bereits unter Untergewicht leiden oder die Gewicht zulegen möchten, ist die Keto-Ernährung in aller Regel ungeeignet. Die Sättigungseffekte und das häufig resultierende Kaloriendefizit erschweren eine gesunde Gewichtszunahme.

Abschließend bleibt festzuhalten: Selbst bei Personen ohne die genannten Risiken kann eine falsch zusammengestellte ketogene Ernährung Schäden verursachen nicht nur vorübergehende Symptome wie die sogenannte Keto-Flu, sondern auch Veränderungen des Mikrobioms und andere gesundheitliche Folgen.

Sie sollten daher genau abwägen, ob und wie Sie eine solche Diät durchführen.


Quellen: The ketogenic diet is not for everyone contraindications side effects and drug interactions.

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