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Durchfall durch ketogene Ernährung

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Durchfall durch ketogene Ernährung Ursachen erkennen und vermeiden

Unter bestimmten Bedingungen kann eine ketogene Ernährung Durchfall verursachen. Eine korrekt durchgeführte ketogene Diät sollte das jedoch nicht automatisch begünstigen.

Oft entsteht dieses Problem erst bei einer unausgewogenen oder einseitigen Durchführung.

Das menschliche Mikrobiom benötigt für ein ausgewogenes Gleichgewicht eine Vielfalt an Ballaststoffen und Polyphenolen.

Polyphenole sind jene Pflanzenstoffe, die beispielsweise Blaubeeren ihre charakteristische blaue Schale verleihen. Und genau diese gesunden Stoffe fehlen oftmals bei der typischen ketogenen Ernährung, weil schon geringe Mengen an faserreichem Obst oder Gemüse die Ketose unterbrechen können.

Viele Patienten verzichten deshalb auf Früchte wie Blaubeeren ein entscheidender Fehler, weil dem Mikrobiom damit wichtige Nährstoffe entzogen werden.

Es lohnt sich, alternative Quellen für Polyphenole zu bedenken.

Kaffee und Olivenöl sind reich an diesen sekundären Pflanzenstoffen und können helfen, die Versorgung zu sichern. Wer sich jedoch für eine sogenannte žDirty KetoÜ-Variante entscheidet und überwiegend verarbeitete, ballaststoffarme Lebensmittel wie Speck konsumiert, erhält kaum Polyphenole.

Dabei werden auch vermehrt Stoffe aufgenommen, die oxidativen Stress im Körper fördern vor allem im Magen-Darm-Trakt. Dieser oxidative Stress kann die Schleimhäute schädigen und gilt als Faktor für Verdauungsstörungen bis hin zu Durchfall.

Ballaststoffe sind für die Gesundheit des Darms unentbehrlich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich mindestens 30 Gramm, besser noch 35 Gramm. Eine klassische ketogene Diät liefert jedoch meist kaum nennenswerte Mengen davon.

Zum Glück gibt es Möglichkeiten, Ballaststoffe zu ergänzen, ohne aus der Ketose zu fallen. Diese sollten konsequent genutzt werden.

Ein kleiner Teil der Darmflora kann von kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat leben.

Der wichtigste Ketonkörper des Menschen ist Beta-Hydroxybutyrat, der in einer gut geführten Ketose gebildet wird. Theoretisch könnten damit zumindest einige Darmbakterien versorgt werden.

In der Praxis erreichen aber die wenigsten Menschen eine wirklich stabile, hohe Ketose entsprechende Nachteile für die Darmflora sind die Folge. Durchfall ist hier oft ein Zeichen, dass das Mikrobiom geschwächt ist und viele wertvolle Darmbakterien verloren gehen.

Ein weiteres Problem stellt die individuelle Fettverträglichkeit dar. Nicht jeder Mensch ist in der Lage, große Mengen Fett ohne Magen-Darm-Beschwerden zu verdauen. Ein einfacher Stuhltest auf Pankreas-Elastase kann helfen, eine Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse auszuschließen.

Doch auch bei normaler Funktion gibt es für jede Person eine Grenze, ab der zu viel Fett zu Fettstühlen und Durchfall führt. Klassische Symptome sind zum Beispiel Stühle, die in der Toilette oben aufschwimmen.

Eine ausgewogene ketogene Ernährung sollte immer einen möglichst hohen Anteil an polyphenolreichen Quellen wie Olivenöl und gegebenenfalls Kaffee enthalten. Ballaststoffe sollten ergänzt werden.

Und für die meisten Menschen ist eine extreme Fettzufuhr nicht empfehlenswert.

Durchfall nach einer Ernährungsumstellung ist ein Signal des Körpers, das ernst genommen werden sollte.

Falls solche Beschwerden auftreten, empfiehlt es sich, die eigene Ernährung zu überprüfen und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.


Quellen: Obesity-associated gut microbiome influences diet-induced metabolic and cognitive outcomes in older adults.

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