![]()
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.
Ein erhöhter IFABP-Wert im Blut steht im Fokus als potenzielles Anzeichen für das Leaky-Gut-Syndrom. Ein solcher Wert kann Hinweise darauf geben, dass die Barriere zwischen Darm und Blutkreislauf beeinträchtigt ist.
Tatsächlich handelt es sich um einen Test, der in der Praxis zur Verfügung steht, jedoch nicht routinemäßig genutzt wird. Denn wenn man alle möglichen Tests durchführt, kann dies zu hohen Laborkosten führen und mehr Daten ergeben, als zur informierten Entscheidungsfindung nötig sind.
IFABP, das für das intestinale Fettsäure-bindende Protein steht, ist wichtig für die Aufnahme von Fettsäuren auf Darmebene. Es wird ausschließlich in Darmzellen produziert.
Wenn dieses Protein im Blut vorhanden ist, weist dies darauf hin, dass die Verbindung zwischen Blut und Darm unnatürlich offensteht. Es deutet darauf hin, dass ein Spill-over-Effekt auftritt und damit letztlich ein Leaky-Gut-Syndrom besteht.
Verschiedene Therapeuten ziehen unterschiedliche Testschemata in Betracht. Neben IFABP wird in manchen Fällen der Wert auch als Verlaufsparameter genutzt. Einige bevorzugen jedoch die Nutzung von Zonulin- und Stuhltests, da diese einfacher anzuwenden und zu erklären sind.
Dennoch gibt es Menschen, die ein Leaky-Gut-Syndrom ohne erhöhte Zonulin-Werte haben, da ihre Darmwand bereits stark geschädigt ist. In solchen Fällen kann IFABP weiterhin nachgewiesen werden und dient als Reserve-Marker.
In der Diagnostik mit dem Ziel, ein Leaky-Gut-Syndrom zu erkennen, ist es essenziell, nicht nur den Laborwerten zu vertrauen, sondern auch auf das allgemeine Wohlbefinden der Patienten zu achten.
Es zählt letztlich die Funktion im medizinischen Kontext. Ein erkennbarer Nutzen besteht darin, dass selbst ein einziger positiver Wert eine therapeutische Intervention rechtfertigen kann.
Obwohl ein erhöhter I-FABP-Wert Hinweise auf das Syndrom geben kann, wird dieser Test nicht regelmäßig eingesetzt.
Die Erfahrung zeigt, dass andere Tests belegendere Ergebnisse liefern können. Bei Verlaufsbeobachtungen kann dieser Marker jedoch mitunter wertvolle Informationen liefern. Insgesamt geht es mehr darum, den Patienten in einem gesunden Zustand zu halten und dessen Wohlbefinden zu verbessern.