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Hormonell bedingter Blähbauch.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Hormonell bedingter Blähbauch: Warum der Bauch im Zyklus aufbläht

Ein hormonell bedingter Blähbauch ist für viele Frauen ein wiederkehrendes Thema. Und oft tritt er nicht dauerhaft auf, sondern vor allem in der zweiten Zyklusphase.

Gerade in den Tagen kurz vor der Periode berichten viele über ein Druckgefühl, ein Spannungsgefühl im Bauch und sichtbare Bauchdistension.

Der weibliche Zyklus lässt sich in zwei grobe Phasen einteilen.

Die erste Zyklusphase beginnt nach Ende der Regelblutung und reicht bis zum Eisprung. Danach folgt die zweite Zyklusphase. In dieser Zeit verändert sich die hormonelle Lage deutlich. Progesteron spielt dann eine besondere Rolle.

Und genau diese hormonelle Umstellung kann den Verdauungstrakt beeinflussen.

Progesteron und die Darmmotilität

Progesteron ist grundsätzlich kein schlechtes Hormon. Im Gegenteil: Es hat wichtige physiologische Funktionen und bereitet den weiblichen Körper unter anderem auf eine mögliche Schwangerschaft vor.

Es wirkt jedoch auch auf die glatte Muskulatur. Im Magen-Darm-Trakt kann Progesteron die Motilität hemmen. Es bindet an Rezeptoren der glatten Muskulatur und beeinflusst den Kalziumanstrom. Dadurch kann sich die Magenentleerung verlangsamen.

Wenn Nahrung länger im Magen-Darm-Trakt verbleibt, bleibt auch mehr Zeit für bakterielle Fermentation. Und wenn Bakterien länger fermentieren, entsteht mehr Gas. Das merken Sie als Blähgefühl, Druck oder vermehrte Blähungen.

Bei vielen Frauen ist genau das der Kern des zyklusabhängigen Blähbauchs.

Östrogen, Wasserretention und Bauchgefühl

Neben Progesteron spielt auch Östrogen eine Rolle.

In der zweiten Zyklusphase ist Östrogen zwar nicht vollständig verschwunden, aber das Verhältnis verschiebt sich. Es kann zu einer östrogenvermittelten Flüssigkeitsretention kommen.

Das bedeutet, der Körper hält Wasser zurück. Und mit Wasser wird oft auch Natrium zurückgehalten.

Das merken Sie nicht nur an den Beinen oder auf der Waage. Auch der Darm selbst kann Wasser einlagern.

Dadurch lässt sich die Darmwand weniger gut dehnen. Es entsteht eher ein Engegefühl, ein Völlegefühl und manchmal auch das Gefühl, als sei der Bauch einfach voller als sonst. Gewichtsschwankungen im Zyklus sind daher nicht ungewöhnlich.

Prostaglandine und krampfartige Beschwerden

Wenn das Progesteron kurz vor Eintritt der Regelblutung abfällt, wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Dabei werden Prostaglandine freigesetzt.

Diese Botenstoffe fördern Kontraktionen der Gebärmutter. Sie helfen also dabei, dass die nicht mehr benötigte Schleimhaut abgeht.

Die glatte Muskulatur der Gebärmutter und die des Darms sind sich funktionell sehr ähnlich.

Deshalb wirken Prostaglandine nicht nur in der Gebärmutter, sondern auch im Darm. Dort können sie Kontraktionen und Darmspasmen auslösen. Die Folge sind mitunter Bauchkrämpfe und eine stärkere Wahrnehmung von Gas im Darm.

Das Zwerchfell als wichtiger Faktor

Ein besonders wichtiger Punkt ist das Zwerchfell. Wenn der Bauch durch Gas, Wasser oder Krampfzustände belastet ist, reagiert der Körper häufig mit einem sensomotorischen Reflex.

Das Zwerchfell senkt sich und geht in eine Art Kontraktion. Und genau das kann problematisch sein.

Normalerweise massiert das Zwerchfell den Magen-Darm-Trakt mit jedem Atemzug. Diese natürliche Massagefunktion unterstützt die Darmbewegung.

Wenn das Zwerchfell jedoch verspannt oder spastisch ist, fällt dieser Effekt teilweise weg. Dann kann der Transport im Darm noch langsamer werden. Und dadurch nimmt die Fermentationszeit weiter zu.

Mehr Fermentation bedeutet mehr Gas. So kann sich der Blähbauch verstärken.

Was bei Blähbauch im Zyklus helfen kann

Es gibt verschiedene Ansätze, die bei zyklusabhängigen Beschwerden eingesetzt werden können.

Wenn ein ausgeprägtes Östrogen-Progesteron-Missverhältnis vorliegt, kann eine hormonelle Regulation erwogen werden. Bei relevanter Wasserretention gibt es auch verschreibungspflichtige Arzneimittel, die das Zurückhalten von Flüssigkeit vermindern können.

Allerdings haben solche Mittel Nebenwirkungen und sollten nicht unreflektiert eingesetzt werden.

Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen werden von vielen Frauen bei Regelschmerzen als hilfreich erlebt.

Und sie können auch den Blähbauch indirekt lindern, weil sie die Prostaglandinausschüttung hemmen. Dadurch können Darmspasmen abnehmen. Trotzdem ist Vorsicht wichtig, da diese Medikamente nicht für jede Person geeignet sind und bei einem empfindlichen Darm problematisch sein können.

Wenn die Stuhltransportgeschwindigkeit vermindert ist, können osmotische Laxanzien wie Macrogol oder Lactulose eine Option sein. Auch wasserlösliche Ballaststoffe wie Flohsamenschalen können helfen.

Prokinetische Arzneimittel beschleunigen die Magen-Darm-Passage ebenfalls, werden jedoch wegen möglicher Nebenwirkungen nicht immer bevorzugt.

Entschäumer sind eine weitere Möglichkeit.

Sie senken die Oberflächenspannung und erleichtern die Ausscheidung von Gasbläschen. Bei manchen Frauen funktioniert das gut, bei anderen weniger. Krampflösende Mittel, auch pflanzliche Zubereitungen wie Pfefferminze, können die glatte Muskulatur entspannen und die Beschwerden mildern.

Auch die Ernährung kann eine Rolle spielen. Wenn Wassereinlagerungen mit den Beschwerden zusammenhängen, kann es sinnvoll sein, die Salzaufnahme in bestimmten Zyklusphasen zu reduzieren.

Wer an den Beinen deutlich weniger Wassereinlagerungen bemerkt, erlebt oft auch im Bauch eine Entlastung. Und manchmal ist genau dieser einfache Zusammenhang sehr aufschlussreich.

Atemmuster und Zwerchfellfunktion

Ein zentraler Punkt ist jedoch die Atmung.

Viele Menschen atmen überwiegend in den Brustkorb und nutzen das Zwerchfell zu wenig. Dann kann es sinnvoll sein, die funktionale Atmung genauer anzuschauen. Eine einfache Orientierung ist die stressfrei mögliche Luftanhaltezeit nach dem Ausatmen.

Bei guter funktioneller Atmung liegt sie häufig bei mindestens 35 Sekunden, oft auch darüber.

Wenn Sie merken, dass Sie nur sehr kurz ohne Luft auskommen und gleichzeitig fast nur im Brustkorb atmen, spricht das für eine dysfunktionale Atmung.

Und wenn der Bauch nach außen kaum mitgeht, während sich oben im Brustkorb viel bewegt, ist das ein Hinweis darauf, dass das Zwerchfell nicht gut arbeitet. In solchen Fällen ist Atemtherapie oft sinnvoller als ein rein medikamentöser Ansatz.

Siliziumgel als Mittel gegen Blähungen

Manche Präparate auf dem Markt enthalten mineralisches Siliziumgel. Solche Produkte werden als Unterstützung bei Blähungen angeboten.

Silizium kann im Magen-Darm-Trakt als unspezifisches Adsorbens wirken. Es bindet Wasser und Gas. Das kann subjektiv entlasten.

Gleichzeitig sollte man diese Mittel nicht zu unkritisch sehen. Silizium wird nicht unverändert aufgenommen, sondern muss verarbeitet werden.

Nach der Aufnahme wird es über die Niere ausgeschieden. Bei häufiger Anwendung oder eingeschränkter Nierenfunktion kann das problematisch sein. Es gibt zudem Fallberichte über Nierensteine im Zusammenhang mit siliziumhaltigen Präparaten.

Und Silizium bindet nicht nur Gas. Es kann auch Arzneimittel, Vitamine und Mineralstoffe binden und deren Bioverfügbarkeit reduzieren. Deshalb sollte ein solches Mittel nicht einfach gedankenlos eingenommen werden.

Wenn es überhaupt verwendet wird, dann eher gezielt und mit Abstand zu anderen Präparaten.

Der Blick auf die Ursache

Bei hormonell bedingtem Blähbauch ist es sinnvoll, nicht nur an das Symptom zu denken, sondern an die Mechanismen dahinter.

Progesteron, Östrogen, Prostaglandine, Wasserretention, Darmmotilität und Zwerchfellfunktion greifen ineinander. Und genau deshalb kann die Beschwerde im Zyklus so unterschiedlich stark ausfallen.

Manche Frauen profitieren vor allem von einer besseren Atemfunktion. Ander


Quellen: Premenstrual symptoms and dysmenorrhea in women using ovulation and menstruation mobile apps., The influence of sex hormones and the menstrual cycle on womens athletic performance A literature review., Thoracoabdominal Wall Motion-Guided Biofeedback Treatment of Abdominal Distention A Randomized Placebo-Controlled Trial.

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