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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Was ist eigentlich ein hoher IgG-Wert, wenn es um Lebensmittel geht, und wie ist das zu interpretieren? Bei Tests, die auf Lebensmittel-Antikörper im IgG-Bereich abzielen, ist es wichtig zu verstehen, dass viele Menschen bereits ein Grundniveau an IgG-Antikörpern haben, die selten null sind.
Regelmäßige Tests können helfen, spezifische Lebensmittel zu identifizieren, die zu Problemen führen könnten. Aber ab wann spricht man von einem erhöhten IgG-Wert? Nun, absolute Laborwerte gibt es in diesem Sinne nicht.
IgG-Testwerte, die einen Schwellenwert, etwa von 20, überschreiten, werden häufig als erhöht betrachtet, doch dies ist ein menschengemachter Wert.
Darum sollte immer auch ärztliche Interpretation hinzukommen.
Ein Wert von 17 oder 18 wird manchmal ignoriert, während ein Wert von 21 beachtet wird, abhängig vom Gesamtbild der Symptome. Antikörper-Tests sind stets Momentaufnahmen. Ebenso können frühere Infektionen oder Impfungen das Testergebnis beeinflussen, was zeigt, dass IgG-Antikörper nie die Vergangenheit genau bestimmen können, sondern gegenwärtige Immunreaktionen darstellen.
Der Grund, weshalb wir überhaupt IgG-Antikörper haben, liegt oft in dem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom. Dabei gelangen unvollständig verdaute Lebensmittel durch eine durchlässige Darmwand in Kontakt mit dem Immunsystem.
Dieses reagiert dann, indem es Antikörper bildet. Solche Tests helfen, den Zustand des Magen-Darm-Trakts zu überwachen und zu verbessern, indem relevante Lebensmittel vorübergehend gemieden werden.
Während hohe IgG-Werte eine Zeit lang auffällig sein können, ist es das Ziel, den Darm zu heilen. Dadurch sinken die IgG-Marker, was zeigt, dass die Therapie effektiv ist. So erfolgt eine regelmäßige Kontrolle, um festzustellen, wann das Wiedereinführen von Lebensmitteln sinnvoll ist.
Vertrauen Sie dabei auf die Empfehlungen Ihres Arztes, der auf jahrelanger Erfahrung basiert, um die besten Ergebnisse zu erzielen.