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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Helicobacter pylori, ein weit verbreitetes Bakterium, ist für viele Magenbeschwerden verantwortlich. Glücklicherweise wird es in Westeuropa nicht so häufig angetroffen. Dennoch testen wir routinemäßig auf Helicobacter bei neuen Patienten mit Magenbeschwerden.
Die klassische Therapie basiert auf einer Kombination von mindestens zwei Antibiotika, pflanzlichen Mitteln wie Wismut und einem Magensäurehemmer, was zu hohen Eradikationsraten führt. Und diese sind wichtig, denn langfristige Infektionen mit Helicobacter erhöhen das Risiko für Magenkrebs erheblich.
In unserer Praxis streben wir jedoch an, Helicobacter möglichst ohne den Einsatz von chemischen Antibiotika zu behandeln, vor allem weil viele unserer Patienten bereits mit Magen-Darm-Problemen zu uns kommen.
Die alternative Methode besteht in der Verwendung verschiedener Naturarzneimittel. Wismut ist eine Möglichkeit. Doch Patienten benötigen oft einen Mix aus mehreren Stoffen, um erfolgreich zu sein.
Wir erstellen stets individuelle Therapiepläne basierend auf den Bedürfnissen des Patienten und dessen Mikrobiom. Wichtig bleibt dabei, dass nach einiger Zeit eine Nachkontrolle durchgeführt wird.
Denn kein Mittel bietet eine hundertprozentige Erfolgsrate. Daher ist es entscheidend, nach der Therapie zu prüfen, ob der Helicobacter tatsächlich beseitigt wurde.
Bei Misserfolg besprechen wir die Compliance des Patienten oder ergreifen weitere Maßnahmen, die auch den Einsatz von Antibiotika einschließen könnten.
Manchmal zeigt sich, dass die initiale Pflanzentherapie bereits ausreicht.
Der Fokus sollte darauf liegen, Helicobacter sicher zu eliminieren und das Umfeld auf Infektionen zu überprüfen, denn eine erneute Ansteckung innerhalb der Familie ist möglich.
Und obwohl die Eradikation meistens keine dramatischen klinischen Verbesserungen bringt, reduziert sie ein wesentliches Risiko, das Risiko für Magenkrebs. Um den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen, sind häufig zusätzliche Maßnahmen erforderlich.