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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Green Drinks sind als modernes Gesundheitselixier in aller Munde. Viele fragen sich, ob Grassaft eine lektinfreie Power-Alternative bietet etwa in Form von Weizengrassaft, der Energie und Vitalität verspricht.
Es gibt mittlerweile zahlreiche fertige Pulvervarianten auf dem Markt. Wer jedoch eine Wiese mit Wildkräutern in der Nähe hat, könnte sich besonders glücklich schätzen zumindest auf den ersten Blick.
Es gibt zahlreiche Gesundheitstrends rund um Weizengrassaft. Und weil Weizenkeimlinge zu den kostengünstigsten Rohstoffen weltweit zählen, liegt hier viel kommerzielles Interesse der Hersteller.
Dennoch: Schaut man sich den Verkaufspreis vieler Graspulver an, mutet es merkwürdig an, dass das Produkt teurer als Mehl angeboten wird, obwohl der Aufwand deutlich geringer erscheint.
Dabei stellt sich die Frage, was eigentlich die gesundheitliche Essenz von Grassaft ist.
Natürlich enthält er Vitamine und Mineralstoffe. Doch diese wichtigen Mikronährstoffe finden sich ebenso gut auch in anderen Pflanzen oder gar in einfachen Nahrungsergänzungsmitteln.
Das eigentlich Spannende ist der hohe Gehalt an Chlorophyll dem grünen Pflanzenfarbstoff. Chlorophyll steht wissenschaftlich im Fokus, da es antioxidative Eigenschaften hat. Insbesondere interessant ist die Rolle von Chlorophyll beim Konsum von gegrillten, angebrannten Lebensmitteln: Entstehen beim Grillen schwarze Krusten, bilden sich reaktive Kohlenwasserstoffverbindungen, die erwiesenermaßen das Darmkrebsrisiko steigern können.
Nimmt man jedoch Chlorophyll gleichzeitig zu sich, kann dieses Risiko signifikant reduziert werden so zeigen es die aktuellen Studienlagen. Genau deshalb steht Spinat traditionell auf dem Speiseplan.
Die genaue Herkunft des Chlorophylls scheint dabei nachrangig entscheidend ist die Menge.
Da viele Menschen allerdings keine ausreichenden Gemüsemengen konsumieren, werden Extraktprodukte wie z. B. Spirulina als Ergänzung attraktiv. Spirulina-Pulver oder -Presslinge enthalten zudem deutlich mehr Chlorophyll und Protein im Vergleich zu Weizengrassaft sowie weitere Vitamine und Mikronährstoffe.
Meine eigene Erfahrung zeigt jedoch: Wer sich abwechslungsreich und gesund ernährt, profitiert nur selten spürbar von weiteren Nahrungsergänzungen wie Spirulina. Zusätzliche Vitamine oder Mineralstoffe liefern meist keine messbaren Vorteile, sofern bereits eine hochwertige Ernährung stattfindet.
Geschmacklich stoßen Produkte wie Spirulina darüber hinaus nicht bei allen auf Begeisterung. Der typische Geschmack erinnert für manche an Tierfutter Genuss ist etwas anderes. Daher empfiehlt es sich, auf Lebensmittel zu setzen, die nicht nur gesund, sondern auch wohlschmeckend sind.
Im Alltag eignet sich beispielsweise ein Kompott aus Blaubeeren. Es liefert viele Polyphenole, wenig Zucker und kann den Speiseplan auf natürliche Weise aufwerten.
Wer sich dennoch für Wildkräuter interessiert, sollte über einiges Wissen verfügen: Die Auswahl passender Kräuter ist ebenso wichtig wie die Hygiene, da mögliche Belastungen wie der Fuchsbandwurm ein Risiko darstellen.
Was in der Alpenbutter steckt, ist tatsächlich ein Stück Wildkräuter-Extrakt und gibt dem Produkt eine besondere Note.
Fakt bleibt: Die Kunst der modernen Ernährung besteht weniger darin, spezielle Nahrungsergänzungen einzubauen, sondern vielmehr darin, potenziell schädliche Lebensmittel zu vermeiden.
Entscheidend ist, wie Sie Ihren Speiseplan gestalten und nicht, ob Sie jeden neuen Gesundheitstrend mitmachen.