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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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In der Diskussion über die Herstellung von Ghee stellt sich oft die Frage, ob es einen Unterschied macht, ob die zur Herstellung verwendete Milch von A1- oder A2-Kühen stammt. Grundsätzlich spielt dies jedoch keine Rolle, da bei der Herstellung von Ghee das Eiweiß im Kochprozess entfernt wird.
Diese Eigenschaft erlaubt es, Ghee bei viel höheren Temperaturen zu erhitzen als Butter, bei der die Eiweißstoffe irgendwann verbrennen würden.
Entscheidend sind jedoch zwei andere Faktoren.
Zunächst ist relevant, ob die Tiere biologisch ernährt wurden. Bei konventioneller Ernährung reichern sich Pflanzenschutzmittel häufig im Fettgewebe an. Ghee, als Fettextrakt, sollte aus biologischen Quellen stammen.
Daher ist konventionelles Butterschmalz keine gute Wahl, da es möglicherweise Pflanzenschutzmittel enthält.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, welche Art von Futter das Tier zu sich genommen hat.
Grasgefütterte Kühe produzieren qualitativ hochwertigeres Ghee, da die Fettsäuren aus der Ernährung im tierischen Produkt erhalten bleiben. Auf dem deutschen Markt gibt es nur wenige Hersteller, die Ghee aus biologischer Heumilch produzieren, was aus gesundheitlicher und auf Tierschutzgründen unterstützt werden sollte.
Zusätzlich zur Qualität des Ghee spielt auch die Wahl der Kühle eine Rolle. Irische Kühe, die häufig für populäre Marken wie Kerrygold verwendet werden, sind meist keine geeignete Wahl.
Diese Kühe werden häufig konventionell gefüttert, und trotz der Werbung für Weidehaltung, findet auf den Weiden oft konventionelles Futter Platz.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Wahl von Ghee und anderen tierischen Fetten besonders auf Herkunft, Fütterung und Verarbeitung geachtet werden sollte.
Heumilchprodukte aus dem Alpenraum bieten oft die bessere Alternative, da sie aus kleineren landwirtschaftlichen Genossenschaften stammen, die Weidehaltung praktizieren.