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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Sollten Sie Getränkedosen komplett meiden? Die Antwort ist nicht immer ein klares Ja oder Nein. Es gibt zwei Punkte, die Sie dabei beachten sollten: den Kontakt mit Aluminium und die Innenbeschichtung der Dose.
Getränkedosen bestehen außen aus Aluminium. Wenn Sie die Dose öffnen, läuft die Flüssigkeit zunächst an dieser Oberfläche entlang. Das ist vor allem dann relevant, wenn das Getränk sauer ist.
Viele Softdrinks enthalten Kohlensäure. Andere enthalten Zitronensäure. Bei Colagetränken kommt häufig Phosphorsäure hinzu. Und Säuren können Aluminium anlösen.
Meistens geht es dabei nur um sehr kleine Mengen. Wenn Sie aber regelmäßig aus der Dose trinken und über den Tag viele Dosen konsumieren, kann die Aluminiumaufnahme an Bedeutung gewinnen.
Wenn Sie das vermeiden möchten, ist das Umfüllen in ein Glas die einfachste Lösung. Denn innen ist die Dose nicht direkt aus blankem Aluminium aufgebaut. Es gibt eine Beschichtung.
Trotzdem bleibt der Kontakt zwischen Getränk und Dosenrand beim Trinken aus der Dose bestehen. Wenn Sie die Dose öffnen und den Inhalt in ein Glas gießen, ist dieser Kontakt deutlich geringer.
Auch das Trinken mit einem Strohhalm kann den Kontakt mit dem Aluminium vermindern. Dann kommt der Strohhalm in die Dose und Sie trinken nicht direkt vom Rand.
Und genau hier beginnt die praktische Abwägung.
Strohhalme sind heute ebenfalls nicht unproblematisch. Plastikstrohhalme sind in der Europäischen Union verboten. Wiederverwendbare Metallstrohhalme müssen sauber gereinigt werden. Papierstrohhalme sind eine Alternative, aber auch hier stellt sich die Frage nach Qualität und möglichen Stoffen im Material.
Deshalb ist das Glas in vielen Situationen die vernünftigste Empfehlung.
Die zweite Frage betrifft die Innenbeschichtung der Dose. Diese Beschichtung soll verhindern, dass das Getränk direkt mit dem Aluminium reagiert.
Sonst könnte der Aluminiumgehalt des Getränks ansteigen. Früher wurden hierfür problematischere Chemikalien verwendet, darunter BPA. Heute ist die Aufnahme aus solchen Verpackungen deutlich geringer als früher.
Eine Getränkedose aus dem Jahr 2026 ist in diesem Punkt nicht mit einer Dose aus den 1990er-Jahren zu vergleichen. Das ist ein relevanter Fortschritt.
Und trotzdem bleibt die Frage nach empfindlichen Personengruppen.
Wenn Sie Beschwerden in hormonellen Umstellungsphasen haben, also etwa in der Perimenopause, oder wenn Sie als junge Frau unter Regelbeschwerden leiden, dann ist Zurückhaltung sinnvoll. Gerade bei kleinen Mengen östrogenähnlicher Substanzen möchten manche Menschen nicht zusätzlich belastet werden.
Andere reagieren darauf möglicherweise kaum. Die individuelle Verträglichkeit spielt hier eine Rolle.
Im Alltag können Getränkedosen dennoch praktisch sein. Sie lassen sich gut kühlen.
Bei Veranstaltungen, Ausflügen oder im Sommer sind sie oft handlicher als Flaschen. Für einzelne Tage ist das meist kein großes Thema. Wenn Sie jedoch täglich aus Dosen trinken, ist es sinnvoll, bewusster hinzusehen.
Dann kann das Glas die bessere Wahl sein. Und wenn Sie unterwegs sind und nur die Dose verfügbar ist, reduziert Umfüllen oder die Verwendung eines geeigneten Strohhalms den direkten Kontakt mit der Dose.
Entscheidend ist also nicht die einzelne Dose, sondern die Häufigkeit und die Art des Umgangs damit. Wer Dosengetränke gelegentlich konsumiert, muss in der Regel nicht übermäßig vorsichtig sein.
Wer sie häufig und direkt aus der Dose trinkt, sollte die möglichen Einflüsse von Aluminium und Innenbeschichtung stärker berücksichtigen. So treffen Sie im Alltag eine einfache und vernünftige Entscheidung.