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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Fasten ist eine Methode, die sowohl Anhänger als auch Kritiker hat. Eine besondere Herausforderung stellt sich dabei für Menschen mit Hashimoto und der Frage, ob der Stress durch Fasten zu groß für den Körper und besonders die Nebenniere wird.
Fasten löst im Körper eine Stressreaktion aus. Dies liegt daran, dass der Körper die Kalorien, die ihm von außen nicht mehr zur Verfügung gestellt werden, aus den Fettreserven gewinnen muss.
Diese Energie aus dem Fettgewebe wird gewöhnlich in Zeiten von erhöhtem Stress freigesetzt, wodurch der Körper überleben kann.
Es ist daher nicht überraschend, dass Fasten als stressig empfunden werden kann, vor allem in Lebensphasen, in denen man ohnehin unter starkem Stress leidet, etwa bei Angsterkrankungen.
In solchen Fällen wäre es ratsam, zunächst Methoden zu erlernen, um das Stressniveau zu senken, bevor man sich den zusätzlichen Herausforderungen des Fastens stellt. Eine Möglichkeit wäre etwa, Atemtherapie zu praktizieren.
Doch gibt es auch positive Effekte. Ein kontrollierter Stressreiz kann einem hormetischen Effekt haben, was bedeutet, dass der Körper durch das überwinden eines moderaten Stressreizens gestärkt wird.
Diese temporäre Stressreaktion trägt dazu bei, die Stressverarbeitung langfristig zu verbessern, was letztlich sogar der Funktion der Nebennieren zugutekommen kann.
Betrachtet man das Thema Nebennierenschwäche differenzierter, zeigt sich, dass es weniger Menschen gibt, die tatsächlich unter einer echten Schwäche der Nebennieren leiden, als oft angenommen wird.
Häufig sind es falsche Diagnosen bedingt durch fehlerhafte Speicheltests, die zu diesem Schluss führen. In Fällen echter Nebennierenschwäche könnte die Therapie die Einnahme künstlicher Steroide sein.
Jedoch müssen dafür die Kortisolwerte im Blut präzise bestimmt sein.
Abschließend sei gesagt, dass Fasten eine wertvolle Therapiemöglichkeit darstellen kann, gerade bei chronischen Erkrankungen.
Es ist jedoch wichtig, den individuellen Gesundheitszustand zu berücksichtigen und gegebenenfalls professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um das Fasten sicher und effektiv zu gestalten.