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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Viele Menschen leiden an einem Eisenmangel insbesondere aufgrund chronischer Entzündungen im Körper.
Oft wird dabei übersehen, dass durch diese Entzündungen nicht nur mehr Eisen verbraucht wird, sondern auch die Eisenaufnahme im Darm gestört ist. Darüber hinaus verlieren viele Frauen durch ihren Zyklus zusätzlich Eisen.
Daher fällt bei der Blutabnahme in der ärztlichen Praxis der Eisenmangel besonders häufig auf.
Unterschieden wird dabei nicht nur zwischen offensichtlicher Blutarmut, sondern auch nach den Eisenspeichern im Körper, die sich durch den sogenannten Ferritinwert im Blut bestimmen lassen.
Obwohl Labore zumeist einen Mindestwert von etwa 20 Nanogramm pro Milliliter vorgeben, ist für viele Symptome wie Haarausfall häufig ein deutlich höherer Wert oft über 70 notwendig.
Das wissen viele Patientinnen und Patienten nicht.
Die nachhaltige Auffüllung des Eisenspiegels ist dabei das wichtigste Ziel. Es geht nicht um eine kurzfristige Wirkung. Zwar werden Eiseninfusionen in manchen Praxen angeboten und sind wegen des schnellen Effekts scheinbar verlockend, jedoch gehen sie mit Nachteilen wie einer erhöhten Allergierate einher.
Auch Eisentabletten verursachen oft Nebenwirkungen wie Verdauungsbeschwerden und nicht jeder verträgt sie gut, selbst wenn es einige Strategien gibt, die Verträglichkeit zu verbessern.
Der bevorzugte Weg ist immer die Aufnahme von Eisen in natürlicher Form.
Eisenhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Hülsenfrüchte oder Hirse bieten bereits eine Basis, reichen jedoch in manchen Fällen nicht aus. Auch können oder möchten viele Menschen bestimmte Lebensmittel nicht essen.
Dann ist es eine bewährte Methode, über das Kochgeschirr Eisen in die Ernährung einzubringen etwa durch die Verwendung von gusseisernen Bratpfannen oder einer Eisenteekanne.
Spielt eine gusseiserne Teekanne für die Eisenaufnahme eine Rolle? Ja, sie kann sinnvoll sein.
Vor allem für Menschen mit erhöhtem Eisenbedarf, wie Kinder oder Frauen, die regelmäßig Eisen verlieren, kann es eine praktische Ergänzung sein, das Tee- oder Kochwasser in einer Eisenteekanne zuzubereiten.
Die Säure von Zitronen oder anderen Früchten kann diesen Effekt verstärken, indem sie das Eisen vermehrt aus dem Gusseisen lösen. Wichtig ist aber, das Ritual im Alltag zu etablieren und eine Variante zu finden, die über lange Zeit praktikabel ist.
Natürlich sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob der Ferritin- und Eisenwert im Blut tatsächlich ansteigt. Steigt der Eisenwert nach einigen Monaten spürbar, ist die Methode wirksam.
Falls nicht, kann die Vorgehensweise angepasst werden beispielsweise die Ziehzeit verlängern, Zitronensaft zugeben oder den Tee gegen Wasser austauschen. So lässt sich individuell testen, welche Technik für Sie am besten funktioniert.
Denn eine erfolgreiche Eisentherapie dauert meist Monate bis Jahre und sollte durch einen nachhaltigen, alltagstauglichen Plan ergänzt werden.