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CED-Schub durch Sport oder Ernährung während des Sports was tun?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Schub durch Sport bei CED: Was tun, um Beschwerden und Bauchschmerzen zu vermeiden?

Viele Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) fragen sich, ob Sport einen Schub der Erkrankung auslösen kann oder warum nach dem Training Bauchschmerzen und Krämpfe auftreten.

Besonders häufig werden Beschwerden nach längerer, intensiver Belastung wie Tennis bei Hitze oder Ausdauersport beobachtet, manchmal auch nach dem Verzehr von leichten Snacks währenddessen.

Doch sind Ernährung und Flüssigkeitszufuhr wirklich der Hauptverursacher?

Entscheidend ist zu verstehen, was im Körper beim Sport abläuft. Unsere Biologie ist auf Bewegung, aber nicht auf ständige Hochleistung ausgelegt.

Über viele Jahrtausende lag die typische menschliche Aktivität in langen Belastungen wie Wandern oder Jagen das entspricht aerober, moderater Bewegung. Intensive körperliche Spitzenleistungen, wie sie im modernen Sport üblich sind, fanden in der Evolution nur kurz und selten statt.

Bei Überanstrengung beginnt der Körper tiefer zu atmen, häufig unbewusst durch den Mund. Paradoxerweise verschlechtert sich dadurch die Sauerstoffversorgung, denn der vermehrte Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) lässt dessen Spiegel im Blut absinken.

Dadurch kann weniger Sauerstoff von den roten Blutkörperchen in die Zellen abgegeben werden. Die Folge: Die Durchblutung, insbesondere auch im Magen-Darm-Trakt, wird gedrosselt. Das Immunsystem erhält weniger Energie, das Gleichgewicht im Darm und seine Verteidigung gegen ungünstige Bakterien geraten ins Wanken.

Aus diesem Grund kann eine lange, intensive Belastung vor allem bei falscher Atmung zu Beschwerden im Bauchbereich führen und im Einzelfall auch einen Krankheitsschub triggern. Wer während des Sports isst, belastet das Verdauungssystem zusätzlich, da die Durchblutung für die notwendige Verdauung fehlt.

Leicht verdauliche Kohlenhydrate, wie eine Banane, sind besser verträglich als schwerere Speisen wie Salat, der sehr lange verdaut wird. Entscheidend ist jedoch nicht das Nahrungsmittel an sich, sondern die körperliche und vor allem die atemphysiologische Situation während der Belastung.

Für Menschen mit CED empfiehlt es sich, die Sportart sowie das Trainingspensum so zu wählen, dass eine Nasenatmung jederzeit möglich bleibt. Ein einfacher Test: Zu jedem Zeitpunkt der Belastung sollte das Anhalten des Atems für fünf Sekunden problemlos gelingen.

Wer das nicht schafft, befindet sich bereits in einer Überlastung und sollte die Intensität reduzieren. Insbesondere regelmäßige, kurze Pausen und die Kontrolle der Atmung sind wirkungsvolle Mittel, um die eigene Kohlenstoffdioxid-Toleranz (ÜKontrollpause) zu verbessern und den Trainingseffekt ohne negative Folgen für den Darm zu nutzen.

Ein erhöhter CO2-Spiegel fördert nicht nur die Sauerstoffverfügbarkeit im Körper, sondern erhält auch die Durchblutung der Organe, stärkt die Darmgesundheit und hält das Immunsystem leistungsfähig.

Wer beginnt, bewusst nur durch die Nase zu atmen, wird kurzfristig eine Leistungsverringerung spüren, langfristig jedoch von mehr Energie und weniger Beschwerden profitieren.

Ergänzend dazu ist es sinnvoll, die eigene Kontrollpause regelmäßig zu messen also nach einer Ausatmung und vor dem ersten Atembedürfnis die Zeit zu zählen.

Werte unter 20 Sekunden zeigen eine schlechte Toleranz an. Ein Zielwert von mindestens 35 Sekunden gilt als gesundheitsförderlich. Lassen sich die Werte nach dem Sport steigern, zeigt das, dass die Belastung sinnvoll war.

Sinkt die Kontrollpause aber, ist das ein Zeichen für zu hohe Belastung oder falsche Techniken.

Gerade auch mentale Faktoren und Stresssituationen führen häufig zu einer ähnlichen atemphysiologischen Stresslage wie körperliche Überlastung.

Achtsamkeit, regelmäßige Entspannung und das Erlernen günstiger Atemmuster können helfen, insgesamt bessere Voraussetzungen für Sport und Alltag zu schaffen.

Wächst dadurch die Belastbarkeit und die CO2-Toleranz, profitieren nicht nur die Gesundheit des Darms und das Immunsystem auch sportliche Leistung und das allgemeine Wohlbefinden steigern sich zuverlässig.


Quellen: Exercise for Bone Mineral Density in People with Inflammatory Bowel Disease A Systematic Review.

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