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Calciumreiches Mineralwasser

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Calciumreiches Mineralwasser spielt eine zentrale Rolle für die Versorgung des Körpers mit lebenswichtigen Mineralstoffen. Häufig stellt sich die Frage, wie viel mineralstoffreiches Wasser täglich empfohlen wird und warum dieses im Hinblick auf Oxalsäure besonders vorteilhaft ist.

Der Hintergrund: Mineralwässer, wie beispielsweise Gerolsteiner, enthalten im Gegensatz zu anderen Quellen überdurchschnittlich viel Calcium ein entscheidender Vorteil für die Ernährung.

Unsere heutige Wasserversorgung unterscheidet sich wesentlich von dem, was für den Menschen natürlich war. Während früher Quellwasser, reich an Mineralien aus durchströmten Gesteinsschichten, die Regel war, handelt es sich beim Leitungswasser vielfach um ein Produkt, das gezielt entkalkt wird, damit Haushaltsgeräte geschont werden.

Für die Gesundheit des Menschen ist mineralstoffreiches Wasser jedoch die bessere Wahl insbesondere, weil der Bedarf an Calcium und anderen Spurenelementen hoch bleibt.

Calcium ist ein kritischer Mineralstoff, unter anderem essenziell für Knochen, Zähne und den Stoffwechsel vieler Enzyme.

Im Zusammenhang mit einer lektinfreien Ernährung, die häufig oxalsäurereiche Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber oder Kakao enthält, gewinnt Calcium an besonderer Bedeutung: Oxalsäure bindet im Verdauungstrakt Calcium.

Nur wenn ausreichend Calcium in der gleichen Mahlzeit verfügbar ist, kann Oxalsäure in für den Körper unschädlicher Form ausgeschieden werden. Andernfalls wird Calcium an anderer Stelle im Körper gebunden, und das kann nachteilig sein, etwa wenn sich Calcium-Oxalat-Kristalle in den Nieren ablagern und Nierensteine bilden.

Traditionell wurde in Gerichten, die oxalsäurereiche Zutaten enthalten, oft ein calciumhaltiges Nahrungsmittel hinzugefügt, etwa Sahne beim Spinat oder Milch/Quark bei Rhabarberkuchen.

Wer auf Milchprodukte verzichtet, kann calciumreiches Mineralwasser als natürliche Ergänzung nutzen. Theoretisch sind ein bis zwei Liter täglich ohne spezielle Gegenanzeigen wie Nieren- oder Herzerkrankungen unbedenklich.

Der Körper kann überschüssige Mineralien bei intakter Nierenfunktion ausscheiden, was zusätzlich vor Steinbildung schützt, da ein alkalischer Urin weniger zur Bildung von Nierensteinen neigt.

Entscheidend ist jedoch das Gleichgewicht: Sowohl ein Zuviel an Oxalsäure als auch eine dauerhaft zu geringe Calciumzufuhr bergen gesundheitliche Risiken. Die Trinkmenge von calciumhaltigem Mineralwasser unterliegt dabei praktisch keiner Obergrenze, solange keine spezifische Grunderkrankung besteht.

Einige Mineralwässer enthalten neben Calcium jedoch auch unerwünschte Metallspuren so ist beispielsweise San Pellegrino aufgrund seines Urangehalts weniger zu empfehlen. Empfehlenswert sind Mineralwässer mit hohem Gehalt an Calcium und anderen Mineralien, vorzugsweise aus natürlichen Quellen.

Der Einbau von Calcium in den Knochen ist ein fein abgestimmter Prozess. Calciumaufnahme, Knochengesundheit und Gefäßverkalkung hängen direkt von der Verfügbarkeit weiterer Mikronährstoffe ab, allen voran Vitamin D und Vitamin K2.

Während Vitamin D die Calciumaufnahme fördert und entzündungsmodulierende Eigenschaften hat, ist Vitamin K2 entscheidend dafür, wohin das aufgenommene Calcium im Körper transportiert wird.

Nur mit ausreichend Vitamin K2 gelangt Calcium vor allem in die Knochen und Zähne; ein Mangel begünstigt dagegen Gefäßverkalkungen.

Ein gesunder Vitamin K2-Spiegel ist erforderlich, um das Risiko einer unerwünschten Calciumverteilung also einer Gefäßverkalkung zu vermeiden, insbesondere wenn Vitamin D in hohen Dosen zugeführt wird.

Das lässt sich auch gut im Labor steuern: Bei Routinemessungen des Calciumspiegels finden sich nur selten zu hohe Spiegel durch Mineralwasserkonsum; viel häufiger resultieren erhöhte Calciumwerte aus einer Überversorgung mit Vitamin D bei gleichzeitigem Vitamin K2-Mangel.

Tierische Produkte, Eier, bestimmte fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kimchi sowie grüne Blattgemüse, bieten eine natürliche Quelle für Vitamin K. Die Versorgungssituation ist individuell, viele Menschen entwickeln durch zu geringe Vitamin K-Zufuhr jedoch nur eine stabile Blutgerinnung, während der Bedarf der Knochen unzureichend gedeckt wird.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Calciumreiches Mineralwasser ist eine empfehlenswerte und sichere Komponente einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung, die zur Prävention von Oxalsäure-bedingten Problemen, Nierensteinen und Knochenabbau beiträgt.

Wichtige Voraussetzung bleibt dabei die gute Versorgung mit Vitamin D und insbesondere Vitamin K2, damit das Calcium im Körper an der richtigen Stelle landet.


Quellen: Nephrolithiasis and Cardiovascular Disease., Modulation of Cardiometabolic Risk by Vitamin D and K2 Simple Supplementation or Real Drug? Uncovering the Pharmacological Properties., Vitamin D and Vitamin K Synergistic Roles and Emerging Evidence for Combined Supplementation., Efficacy of a Naturally Calcium and Magnesium-Rich Mineral Water on Musculoskeletal Fragility A Randomized Double-Blind Controlled Trial.

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