Logo
Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community

Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln: Was steckt wirklich drin?

Viele Menschen greifen heutzutage zu sogenannten Superfood-Nahrungsergänzungsmitteln, in der Hoffnung, damit ihre Gesundheit zu verbessern oder Mängel gezielt auszugleichen.

Ein kritischer Blick auf die Inhaltsstoffe solcher Präparate zeigt allerdings: Nicht alles, was grün und angeblich gesund ist, hält auch wirklich, was es verspricht.

Beginnen wir mit den beliebten Algen Chlorella und Spirulina aus biologischem Anbau.

Grundsätzlich bieten diese Algen zahlreiche positive Eigenschaften. Doch Achtung: Menschen mit Schwermetallproblemen sollten vor allem Chlorella kritisch betrachten. Während die Alge Schwermetall-Spuren binden kann zum Beispiel als sinnvolle Ergänzung bei Fischverzehr besteht bei unsicherer Herkunft die Gefahr einer Belastung mit Schadstoffen aus dem Ursprungsland.

Für ein sicheres Produkt steht daher Transparenz bei der Herkunft an oberster Stelle. Idealerweise stammt die Alge aus zertifizierten Anbaubedingungen, beispielsweise aus einem kontrollierten Glashaus-System.

Ein weiterer Bestandteil vieler Superfood-Präparate ist glutenfreie Gerste oder Gerstengrasextrakt. Obwohl hier oft das Prädikat žglutenfreiÜ Aufschluss geben soll, ist dies kein Hinweis auf eine Lektinfreiheit.

Insbesondere Gerste enthält viele Lektine, was für Menschen, die eine lektinfreie Ernährung anstreben, problematisch ist. Produkte mit Gerste sollten deshalb in diesem Kontext generell vermieden werden.

Betrachten wir weiterhin zugesetzte Salze wie Natriumcitrat oder Kaliumcitrat. Zitrate sind zwar grundsätzlich gut verträglich, jedoch kann ein Übermaß an Natrium ohne das dazugehörige Chlorid den Elektrolythaushalt ungünstig beeinflussen.

Kaliumcitrat hingegen ist für viele Menschen, vor allem ohne bestehende Herzerkrankung, durchaus vorteilhaft ein Mangel an Kalium ist in der Bevölkerung häufig.

Der regelmäßig empfohlene Matcha-Tee, ein pulverisierter grüner Tee, genießt einen ausgezeichneten Ruf.

Dennoch ist er nicht für alle Personengruppen geeignet. Menschen mit Leberproblemen sollten grünen Tee vorsichtig dosieren. Ein weiterer Aspekt für Männer ist die mögliche Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit durch den Konsum größerer Mengen grünen Tees hier sorgen Fraßgifte für eine reduzierte Zeugungsfähigkeit.

Für Menschen mit Kinderwunsch empfiehlt sich Zurückhaltung.

Auch beim Zusatz von Ginseng ist Vorsicht geboten. Sibirischer Ginseng hat pharmakologische Wirkungen und kann zu Arzneimittelinteraktionen, etwa mit der Blutgerinnung, führen.

Wer Ginseng gezielt einnehmen möchte, sollte eine kontrollierte Tablettenform mit bekannter Dosierung bevorzugen und auf Mischpulver verzichten, da so die Dosierung kaum abschätzbar ist.

Stevia-Glycoside als Süßstoff tauchen häufig mit der Aufschrift žohne künstliche SüßstoffeÜ auf, obwohl Stevia durch starke Verarbeitungsschritte aus der Pflanze gewonnen wird.

Zudem zeigen Tierversuche Hinweise darauf, dass Steviol, ein Bestandteil von Stevia, ein mitochondriales Gift sein kann. Zum nachhaltigen Abnehmen ist Stevia folglich nicht geeignet.

Viele Produkte enthalten weitere Zusätze wie Pfefferextrakt, um die Bioverfügbarkeit von Inhaltsstoffen wie Curcuma zu erhöhen.

Dies kann jedoch zusätzlich die Leberentgiftung beeinträchtigen. Kräuterzusätze wie Minze oder grüner Tee können darüber hinaus die Eisenaufnahme blockieren ein wichtiges Thema, da Eisenmangel relativ häufig ist.

Beim Blick auf Coenzym Q10 fällt auf, dass häufig nur sehr geringe Mengen zugesetzt werden, um das Produkt hochwertig erscheinen zu lassen. Eine therapeutisch wirksame Dosierung liegt deutlich höher als in vielen Präparaten angegeben wird.

Ich empfehle: Wer wirklich von den Vorteilen bestimmter Wirkstoffe profitieren möchte, sollte auf mono-ingrediente, transparente Produkte zurückgreifen und die Dosierung gezielt auf den eigenen Bedarf abstimmen.

Die Einnahme eines reinen Spirulina-Pulvers scheint sinnvoller, als ein Mischpulver mit fragwürdigen Zusätzen. Besteht bei einzelnen Mineralien oder Vitaminen ein Mangel, sollte eine gezielte Supplementation nach Laborbestimmung erfolgen.

Auch bei Pflanzenstoffen wie Ginseng oder Coenzym Q10 ist die richtige Dosierung entscheidend und sollte bei medizinischer Anwendung immer klar definiert sein.


Quellen:

© Dr. Gersch Zentrum für funktionelle Langlebigkeitsmedizin, Steinmetzstraße 3, 67655 Kaiserslautern | Tel. 0631 / 34 35 97 38 | Impressum | Datenschutz | Verträge hier kündigen oder widerrufen | Kostenlose Video-Kompaktkurse mit Dr. Gersch | Youtube-Kanäle Autoimmunerkrankungen, Atemtherapie & Langlebigkeitsmedizin | TikTok | Podcast