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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Heute werfen wir einen kritischen Blick auf die Zutatenliste eines speziellen Nahrungsergänzungsmittels, das auf der Basis von fermentierten Produkten hergestellt wird. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie ein bestimmtes Produkt konsumieren sollten, oder wenn Sie eine Bewertung wünschen, senden Sie uns gerne ein Etikett zu.
Wir schauen es uns gemeinsam an.
Beginnen wir mit dem Wasser, das als unproblematische Zutat gilt. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Getränks ist die Biomelasse, die im Wesentlichen aus Zucker besteht.
In fermentierten Produkten dient Zucker als Nährstoff für die enthaltenen Bakterien. Dennoch enthält dieses Getränk höchstwahrscheinlich größere Zuckermengen, als für den Vergärungsprozess notwendig wären.
Das macht es oftmals zu einem eher ungesunden, zuckerhaltigen Getränk.
Ein weiterer Bestandteil ist ein Extrakt aus 19 Biokräutern, der jedoch nur eine Konzentration von 0,5 Prozent aufweist.
In Relation zum Zuckeranteil ist das recht gering. Besonders hervorzuheben ist, dass einige der Kräuter problematisch sein können. Bockshornklee, eine Hülsenfrucht, wäre ein Beispiel.
Im Allgemeinen empfehlen wir, solche Inhaltsstoffe zu vermeiden. Vorsicht ist auch bei Brennnesseln geboten, da man hier zwischen den Blättern und Wurzeln unterscheiden muss.
Der Ingwer im Produkt gilt zwar allgemein als lektinfrei, jedoch kann es vorkommen, dass einige Menschen Antikörper gegen Ingwer entwickeln.
In der Kräuterliste finden sich zudem noch weitere Pflanzen wie Kamille, die zwar lektinfrei ist, aber bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen kann. Dies zeigt, dass vermeintlich harmlose Mischungen dennoch potenzielle Nebenwirkungen aufweisen können.
Weiterhin enthält das Getränk acht verschiedene Milchsäurebakterienkulturen. Hier gilt: je mehr verschiedene Bakterien enthalten sind, umso weniger wertig könnte das Produkt sein.
Manche der enthaltenen Bakterien können problematisch sein, wie z.B. solche, die Histamin produzieren. Für jemanden mit Histamin-Unverträglichkeit könnte der Konsum daher eher schädlich sein.
Abschließend lässt sich sagen, dass die individuelle Wirkung und der gesundheitliche Nutzen solcher Mischpräparate fraglich ist. Wenn Sie sich gesund ernähren möchten, ist es besser, gezielt und in frischer Form einzelne Kräuter und Pflanzen zu konsumieren.
Falls Sie fermentierte Lebensmittel bevorzugen, empfehle ich natürlich fermentierte Produkte wie Sauerkraut oder rote Beete, die sich ohne Zuckerzugabe herstellen lassen.