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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Die Aufnahme von Ballaststoffen, wie zum Beispiel Flohsamenschalen, steht oft im Verdacht, die Nährstoffaufnahme zu hemmen. Grundsätzlich ist das Potenzial dafür vorhanden. Ballaststoffe dienen Pflanzen nicht primär dazu, uns Gutes zu tun, sondern sind eine Form von Abwehrmechanismen.
Pflanzen möchten ihre Existenz schützen, indem sie die Überlebenschancen von Konsumenten der Pflanze begrenzen.
Der Zusammenhang von Abwehrmechanismen und Nährstoffbindung ist faszinierend.
Viele Pflanzen haben sich nicht darauf eingestellt, dass es den Menschen gibt. Ihre Ballaststoffe binden beispielsweise Cholesterin, an das sich fettlösliche Vitamine heften können. Da geht einiges verloren ähnliches veranschaulicht die Beziehung zwischen Kaninchen und Karotten.
Das Tier nimmt auf, während es gleichzeitig wertvolle Nährstoffe verliert.
Für uns Menschen jedoch sind Ballaststoffe meist weniger störend. Unsere Lebensweise und höhere Cholesterinwerte lassen uns sogar von der Nahrungsaufnahme durch Pflanzen profitieren.
Der Körper der meisten Menschen kann sich den pflanzlichen Abwehrstoffen gegenüber anpassen. Wir können daher unsere Blutfettwerte durch eine ballaststoffreiche Ernährung regulieren.
Doch wie bei jedem anderen medizinischen Thema gibt es keine universelle Wahrheit. Die individuelle Genetik und das Mikrobiom eines Menschen spielen entscheidende Rollen. Daher sollten wir regelmäßig unsere Mikronährstoffspiegel prüfen lassen.
Besonders wichtig ist der Gehalt an B-Vitaminen wie B12, B9 und B6 sowie das Vitamin D.
Auch fettlösliche Vitamine können von einer ballaststoffreichen Ernährung betroffen sein. In der Praxis sehen wir selten Probleme durch zu viele Ballaststoffe, vielmehr leiden viele Menschen an einem Mangel.
Ein gut genährtes Mikrobiom ist weniger anfällig für Lücken in der protektiven Bakterienpopulation. Dies kann Stabilität in die Verdauung bringen.
Doch Vorsicht! Kombiniert man Medikamente mit Ballaststoffen, kann deren Aufnahme behindert werden.
Ein Klassiker sind Schilddrüsenhormone sie müssen morgens auf nüchternen Magen eingenommen werden. Auch hierzu empfehlen wir das Monitoring im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung Ihres Ernährungs- und Gesundheitsstatus.