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Autophagiemöglichkeit durch vegane Intervalle.

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

Video-Transkript

Autophagie ist ein natürlicher Prozess des Körpers. Dabei werden körpereigene Eiweiße abgebaut und ihre Bausteine erneut genutzt. Und genau hier setzen Fasten, Fasten-Mimikri-Diät und methioninarme Ernährung an.

Wenn Sie im Fasten oder in einer Fasten-Mimikri-Diät kaum Proteine zuführen, beginnt der Körper vermehrt, auf eigene Eiweißstrukturen zurückzugreifen. Das betrifft vor allem ältere oder nicht mehr intakte Strukturen.

So kann der Organismus nicht mehr gut brauchbare Bestandteile abbauen und für wichtige Funktionen wiederverwenden. Und das ist ein sinnvoller Recyclingprozess.

Ein starker Autophagie-Reiz entsteht vor allem durch Fasten.

Schon ab etwa 24 Stunden kann dieser Effekt beginnen. Die Fasten-Mimikri-Diät ist hier ebenfalls relevant, wenn auch individuell unterschiedlich gut verträglich. Dazu kommt die Kalorienrestriktion über längere Zeit.

Auch körperliche Aktivität, vor allem Ausdauertraining, kann Autophagie fördern.

Eine weitere Möglichkeit ist die methioninarme Ernährung. Methionin ist eine Aminosäure, die in der Zelle Wachstumsprozesse unterstützt.

Wenn die Ernährung methioninarm ist, schaltet die Zelle eher auf Erhalt und Recycling um. Dadurch entsteht ebenfalls ein Autophagie-Reiz. Dieser ist jedoch meist nicht so stark wie beim Fasten.

Viele tierische Produkte sind methioninreich.

Deshalb ist eine vegane Phase oft automatisch methioninärmer. Wenn Sie also abwechselnd eiweißreich und dann für eine gewisse Zeit vegan essen, kann das grundsätzlich einen regelmäßigen Autophagie-Reiz setzen.

Und genau das ist die Grundidee hinter veganen Intervallen.

Wichtig ist dabei die individuelle Situation. Bei Untergewicht ist ein zu starker Reiz durch Fasten oder längere Kalorienrestriktion oft nicht sinnvoll.

Denn gerade in dieser Situation kann Gewichtsverlust problematisch werden. Die ersten Gewichtsverluste bei Fasten sind häufig Wasserverluste durch den Abbau von Glykogen. Danach kann aber auch Körpergewicht verloren gehen.

Deshalb muss man immer prüfen, ob der Körper danach auch wieder gut aufbauen kann.

Wenn Sie ein Untergewicht haben und trotzdem mit Autophagie arbeiten möchten, kann ein kürzerer Zeitraum eine bessere Alternative sein.

Man kann zum Beispiel mit 24 Stunden beginnen und bei guter Verträglichkeit vorsichtig steigern. Zwei Tage oder drei Tage sind ebenfalls denkbar. Wichtig ist nicht die maximale Dauer, sondern dass es für Sie machbar bleibt.

Und es ist auch völlig in Ordnung, eine solche Phase früher zu beenden. Wenn Sie nach 24 Stunden abbrechen, haben Sie 24 Stunden geschafft. Wenn Sie nach 48 Stunden abbrechen, haben Sie zwei Tage geschafft.

Das ist kein Scheitern. Im Gegenteil. Entscheidend ist, dass Sie nicht kollabieren, stürzen oder sich verletzen.

In der veganen Phase stellt sich oft die Frage nach der Trennung von Kohlenhydraten und Fetten.

Wenn Sie nur wenige, langsame Kohlenhydrate essen, kann diese Trennung für Sie kaum relevant sein. Sobald die Kohlenhydratmenge steigt, kann es aber zu einer stärkeren Insulinantwort kommen.

Dann fällt der Blutzucker reaktiv ab, und es können Hunger, Unruhe oder ein unangenehmes Körpergefühl auftreten.

Genau dann kann es sinnvoll sein, Fette und Kohlenhydrate getrennt zu essen.

Das ist allerdings individuell. Bei normalem Gewicht oder Untergewicht fällt das oft weniger stark ins Gewicht als bei Übergewicht oder Insulinresistenz. Wenn Sie merken, dass Ihnen die Trennung gut bekommt, ist das ein vernünftiger Weg.

Wenn nicht, sollten Sie die Ernährung an Ihr Befinden anpassen.

Hilfreich ist es, den eigenen Verlauf zu beobachten. Sie können dafür ein einfaches Tagebuch führen. Notieren Sie Ihr Gewicht, Ihr Energielevel, Ihre sportliche Belastbarkeit und auch Ihren Schlaf.

Verliert Ihr Körper an Gewicht? Haben Sie genug Energie für Training und Alltag? Fühlen Sie sich stabil?

Und genau diese Marker helfen Ihnen, die für Sie passende Form zu finden.

Manche Menschen kommen mit einer reduzierten Fasten-Mimikri-Diät gut zurecht. Andere vertragen eher kürzere Intervalle mit veganen Phasen. Wieder andere merken, dass sie auf die Kombination aus Kohlenhydraten und Fetten sehr sensibel reagieren und deshalb eine Trennung besser funktioniert.

Die beste Lösung ist deshalb nicht immer die strengste Variante. Oft ist es die Variante, die Sie gut durchhalten, körperlich vertragen und in Ihren Alltag integrieren können. Wichtig bleibt dabei, dass Sie ausreichend Energie haben, Ihr Hormonhaushalt stabil bleibt und Sie nach der Phase wieder zunehmen können, wenn das gewünscht ist.

Autophagie, Fasten, methioninarme Ernährung und vegane Intervalle können also miteinander in Beziehung stehen. Und je nach Ausgangssituation kann ein gezielter Reiz sinnvoll sein, solange er zu Ihrem Körper und zu Ihrem Ziel passt.


Quellen: Effects of a fasting-mimicking diet on long-term prognosis in patients with colorectal cancer undergoing radical resection protocol for a multicentre prospective randomised controlled trial., Methionine restriction plus vitamin B12 antagonism overcomes methionine independence for cancer therapy., Immunological (the scientific updates you would not dare to read anywhere else) Methionine deprivation summer body and macrophages polarization., Methionine Deprivation-induced Reprogramming of Hepatic Rhythms Is Mediated by Glucocorticoid Receptor.

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