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Ist Allulose sicher, auch bei Kleinkindern?

Transparenz-Hinweis (EU AI Act): Die Videoinhalte stammen zu 100% von Dr. Gersch oder seinem medizinischen Team. Das Titelbild und die Text-Zusammenfassungen wurden hingegen maschinell durch eine KI (Künstliche Intelligenz) generiert und sind nicht gesondert ärztlich überprüft.

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Allulose: Sicherheit und Bewertung bei Kleinkindern in der Ernährung

Die Frage, ob Allulose ein seltener Zucker auch bei Kleinkindern sicher angewendet werden kann, beschäftigt viele Eltern und Ernährungsinteressierte.

In der Europäischen Union ist Allulose bislang kein zugelassenes Lebensmittel. Dies liegt allerdings nicht an bekannten Sicherheitsrisiken; vielmehr fehlt es an ausreichenden Sicherheitsdaten von Seiten der Lebensmittelindustrie für eine Entscheidung durch die Behörden.

Bis zum Stichtag am 15. Mai 1997 erhielten alle Lebensmittel, die in der EU häufig gegessen wurden, eine automatische Zulassung als traditionelle Lebensmittel. Nur wenig konsumierte Lebensmittel unterliegen heute der sogenannten Novel Food Verordnung und benötigen ein gesondertes Zulassungsverfahren.

Es zeigt sich, dass auch potenziell ungünstige oder gesundheitlich fragwürdige Nahrungsbestandteile durch ihren langen Gebrauch in der Bevölkerung eine Zulassung innehaben unabhängig von einer medizinisch eindeutigen Unbedenklichkeit.

Für Allulose läuft aktuell ein Prüfverfahren. Die europäischen Behörden betonen dabei, dass es keine eindeutigen Hinweise auf Gefahren gibt. Allerdings fehlen systematische Studien, die für eine Zulassung erforderlich sind.

Während etwa Erythrit oder Xylit mittlerweile aufgrund neuer Studiendaten kritisch gesehen werden, besteht diese Datengrundlage für Allulose bisher nicht und paradoxerweise verlieren andere Zuckeraustauschstoffe ihre Zulassung nicht zwingend bei wissenschaftlich fundierten Bedenken.

In den USA und Ländern wie Südkorea ist Allulose längst offiziell als sicher anerkannt ('GRAS'-Status). Für private Verbraucher in der EU besteht die Möglichkeit, Allulose zu importieren, etwa zum Eigengebrauch.

Damit verzichtet man allerdings auf das prüfende Sicherheitsnetz der EU-Lebensmittelüberwachung und ist selbst für die gewählte Qualität verantwortlich. Wer Allulose aus Ländern mit hohen Standards und zuverlässigen Herstellern bezieht, kann Risiken durch Verunreinigungen begrenzen.

Besonders wichtig ist hierbei ein Blick auf Bio-Zertifizierung und gentechnikfreie Herkunft, da Allulose oft durch Fermentation aus Mais gewonnen wird.

Für die Bewertung im familiären Alltag stellt sich die Kernfrage, wie sinnvoll Allulose im Vergleich zu herkömmlichen Zuckern oder anderen Alternativen ist.

Klar ist: Der übermäßige Konsum von Zucker und Fruktose führt bei Kindern zunehmend zu Insulinresistenz und Leberverfettung. Wenn in den vergangenen Jahren Kinder statt Zucker und Fruchtzucker Allulose erhalten hätten, wäre dies vermutlich gesünder gewesen.

Dennoch ist nicht die reine Aufnahme eines einzelnen Süßstoffs entscheidend.

Ein zentrales medizinisches Argument betrifft die sensorische Prägung. Die Erfahrung von ausgeprägtem Süßgeschmack, insbesondere im ersten und zweiten Lebensjahr, beeinflusst lebenslang die Akzeptanz natürlicher Geschmackseindrücke.

Wer jungen Kindern häufig Süßes gleichgültig ob Zucker, Fruchtzucker, künstlicher Süßstoff oder Allulose anbietet, begünstigt dauerhaft eine Präferenz für Süßes und erschwert die Akzeptanz natürlicher, wenig süßer Lebensmittel.

Allulose selbst wird zu etwa 70 Prozent im Dünndarm aufgenommen, nur ein geringer Anteil erreicht den Dickdarm und wird dort von Bakterien fermentiert. Das kann, wie bei vielen ballaststoffreichen Lebensmitteln, insbesondere bei ungewohnten, größeren Mengen zu Blähungen führen ein Aspekt, der bei Kleinkindern sensibel beobachtet werden sollte.

Nach entsprechender Anpassung des Mikrobioms ist eine regelmäßige kleine Menge jedoch meist gut verträglich. Sollte eine Dysbiose bestehen, etwa mit vermehrtem Wachstum ungünstiger Keime wie Klebsiella pneumoniae, empfiehlt es sich, Allulose zurückhaltend einzusetzen.

Die individuelle gesundheitliche Verträglichkeit hängt also von mehreren Faktoren ab: der gewählten Süßstoffdosis, der Qualität und Herkunft des Produkts sowie dem allgemeinen Ernährungsverhalten des Kindes.

Eine gelegentliche Verwendung von Allulose in hochwertigen Produkten beurteilt sich nach aktuellem Kenntnisstand als unbedenklich, sofern auf eine ausgewogene, wenig süße Ernährung geachtet wird.

Wichtig bleibt stets, dass auch bei Alternativen wie Allulose der Süßgeschmack in der Ernährung von Kleinkindern keinen zentralen Stellenwert erhält.


Quellen: Gut microbial utilization of the alternative sweetener D-allulose via AlsE.

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