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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Allulose ist ein interessanter Zuckerersatz, der in Europa nur begrenzt erhältlich ist, jedoch in den USA häufig verwendet wird. Wenn Sie Allulose kaufen möchten, stehen Sie meist vor der Frage, auf welche Kriterien Sie beim Einkauf achten sollten insbesondere hinsichtlich Herkunft, Herstellung und Reinheit des Produkts.
Allulose darf in der Europäischen Union bislang nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden. Deshalb können Sie sie nur als Privatperson aus beispielsweise den USA importieren. Dies birgt einige Unterschiede hinsichtlich Produktqualität und Zusammensetzung, denn in den Vereinigten Staaten gelten andere marktbezogene und regulatorische Vorschriften als in Europa.
Die amerikanische Lebensmittelbehörde ist für strenge Prüfungen bekannt, was grundsätzlich für die Qualität der dort vertriebenen Produkte spricht. Doch werden in den USA andere Zusatzstoffe zugelassen als in Europa.
Achten Sie daher bei Importware immer auf die Zutatenliste. Es gibt Hersteller, die Allulose mit anderen Süßstoffen wie Erythrit oder günstigeren Zuckeraustauschstoffen strecken Erkennen können Sie das meist am Preis pro Kilogramm und natürlich an der Deklaration.
Kaufen Sie bevorzugt reine Allulose ohne Zusätze.
Die Herstellung von Allulose erfolgt industriell häufig durch Fermentation von Mais oder Zuckerrüben. In der EU würde tendenziell mehr Zuckerrübe verwendet, während in den USA vor allem Mais als Rohstoff dient.
Chemisch betrachtet ähnelt Allulose der Fructose, kann von unserem Körper aber nicht in Energie umgesetzt werden. Das macht sie zu einer kalorienarmen Alternative mit etwa 70 Prozent der Süßkraft von Haushaltszucker.
In natürlicher Form kommt Allulose in vielen Früchten vor, zum Beispiel in Feigen, Weintrauben und Kiwis. Wahrscheinlich nehmen Sie Allulose daher ohnehin regelmäßig in geringen Mengen über Ihre Ernährung zu sich.
Das ist ein Grund, weshalb Allulose nach aktuellem Kenntnisstand als sicher gilt, auch wenn ihr die formale Zulassung als Lebensmittel in der EU noch fehlt.
Mit Blick auf gentechnische Veränderungen ist zu berücksichtigen, dass in den USA angebauter Mais meistens gentechnisch verändert ist.
Wenngleich diese genetische Veränderung an sich bislang keine gesundheitlichen Risiken für den Menschen dargestellt hat, führt sie häufig zu einer erhöhten Belastung mit Pflanzenschutzmitteln.
Dass dies nicht erwünscht ist, liegt auf der Hand. Sie sollten daher gezielt nach Produkten suchen, die ein Non-GMO-Siegel tragen. Noch besser ist es, wenn das Produkt zusätzlich ein Bio-Zertifikat wie das USDA Organic Siegel aufweist.
Solche Bio-Produkte unterliegen strengeren Auflagen, was Rückstände von Pflanzenschutzmitteln angeht.
Am sichersten ist der Kauf bei Anbietern, die den Import, die Verzollung und die Bio-Zertifizierung transparent gestalten.
Auch wenn der private Import aktuell der einzige Weg für den Bezug von Allulose in Europa ist, können Sie damit Produkte erhalten, die sowohl rein als auch gesundheitlich unbedenklich sind.
Da sich Allulose als Zuckerersatz mit mildem Geschmack, guter Verträglichkeit und natürlichen Vorkommen bewährt hat, könnte sie auch in der EU bald eine Zulassung erhalten.
Bis dahin achten Sie auf eine seriöse Einkaufsquelle, Reinheit des Produkts und nach Möglichkeit eine Bio-Zertifizierung, um bestmögliche Qualität und Unbedenklichkeit zu gewährleisten.