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Dr. Gerschs Wissensarchiv | Hashimoto Meistern Community
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Bei der Betrachtung von Kuhmilch tritt oft die Frage nach der Unterscheidung zwischen A1 und A2 Casein auf. A2-Casein wird als potenziell besser verträglich für Menschen mit bestimmten Unverträglichkeiten angesehen.
Allerdings ist die Beschaffung von reinen A2-Milchprodukten oft mit Schwierigkeiten verbunden. Denn, um A2-Milch anbieten zu können, müssen Kühe genetisch getestet und Herden entsprechend getrennterhalten werden.
Dies ist bei wenigen Landwirten der Fall, was die Verfügbarkeit solcher Produkte einschränkt.
Bisherige Studien haben gezeigt, dass im Berchtesgadener Land, einer kleineren Genossenschaft, der A2-Anteil in der Milch bei etwa 80 Prozent liegt.
Für viele Menschen, die von Autoimmunerkrankungen oder Lektinunverträglichkeiten betroffen sind, kann dies bereits ausreichend sein. Dennoch ist darin zu bedenken, dass eine hundertprozentige Reinheit nur durch den Wechsel zu Schaf- oder Ziegenmilch erreicht werden kann, die in der Regel A2-Casein enthält.
Derzeit stammen die als A2 gekennzeichneten Milchprodukte leider nicht immer aus Weidehaltung oder Bioanbau, was bedeutende Kompromisse hinsichtlich der Ernährungsquellen darstellt. Eine Option wäre hier, auf Ziegenmilch zurückzugreifen, die als rein A2 gilt.
Dagegen lohnt sich ein expliziter Test auf A2-Casein in Kuhmilch oft nicht, wenn man nicht auf entsprechende Herden zugreifen kann. Technisch könnte man jedes Lebensmittel im Labor testen lassen; dabei würden weiße Blutkörperchen zur Probe hinzugefügt, um die Reaktionsstärke zu beobachten.
Doch ohne ein verlässliches Angebot an reiner A2-Milch sind solche Tests nicht immer sinnvoll.