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TMAO, Ernährung und Herzgesundheit

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TMAO, Ernährung und Herzgesundheit: Was Sie wissen sollten

Viele Menschen fragen sich: Sollte ich mir Sorgen um TMAO in meiner Ernährung machen? TMAO, kurz für Trimethylamin-N-oxid, steht seit einiger Zeit im Fokus der Ernährung und Wissenschaft.

Doch was steckt dahinter?

Bestimmte tierische Produkte etwa rotes Fleisch, aber auch Eier und Milch enthalten Vorläuferstoffe wie L-Carnitin und Cholin. Diese werden durch spezielle Darmbakterien in TMAO umgewandelt.

TMAO findet sich zwar in den meisten Lebensmitteln, die Umwandlung findet aber vor allem bei einer Ernährung mit hohem Anteilen tierischer Produkte statt.

Studien berichten, dass vermehrte TMAO-Spiegel im Blut mit einem erhöhten Risiko für Gefäßentzündungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen korrelieren.

Das heißt jedoch nicht automatisch, dass TMAO selbst Ursache dieser Erkrankungen ist. Es bleibt eine Korrelation, die aktuell wissenschaftlich untersucht wird.

Für die meisten Menschen ist TMAO kein zwingendes Problem, insbesondere dann nicht, wenn Polyphenole ausreichend in ihrer Ernährung vorhanden sind.

Polyphenole, wie sie insbesondere in hochwertigem Olivenöl enthalten sind, können jene Bakterien hemmen, die für die TMAO-Bildung verantwortlich sind.

Das ist sogar ein wichtiger Ansatzpunkt für die Praxis: Bei nachgewiesen hohen TMAO-Spiegeln im Blut empfehlen wir häufig, verstärkt auf Olivenöl mit hohem Polyphenolgehalt zurückzugreifen.

Allerdings gibt es einige Menschen, die kein Olivenöl vertragen oder aufgrund von Allergien oder Problemen mit der Fettverdauung nicht ausreichend aufnehmen können. Für diese Personen gibt es zum Glück Alternativen, denn eine Vielzahl weiterer Polyphenole wie etwa Resveratrol kann ebenfalls helfen, die TMAO-Bildung zu senken.

Bei Menschen mit vielen Allergien oder Unverträglichkeiten kann es notwendig sein, verschiedene Substanzen zu testen. Hier können spezielle, individuelle Allergietests eingesetzt werden, doch die Standardallergietests reichen in der Regel aus, um erste Hinweise zu geben.

Das Immunsystem produziert gegen viele Substanzen verschiedene Antikörper deshalb kann schon eine geringe „hnlichkeit eine Reaktion auslösen.

Ebenfalls relevant ist, dass Belastungen durch Pestizide in konventionellen Produkten manchmal zu Unverträglichkeiten führen können.

Das gilt insbesondere für hochgezüchtete Obstsorten beispielsweise „pfel.

Beim Thema TMAO gilt: In der direkten Ernährungsumstellung steht zunächst der praktische und klinische Erfolg im Vordergrund.

Entscheidend ist, dass Sie etwa durch ein Ernährungstagebuch dokumentieren, ob sich Ihre Zielparameter verbessern, etwa weniger Entzündungen im Körper oder eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.

Sobald Ihre Ernährung žfunktioniertÜ und Sie sich in einer Position der Stärke befinden, kann es hilfreich sein, auch tiefergehende biochemische Details zu optimieren, zum Beispiel gezielter auf TMAO und ähnliche Stoffwechselwege zu achten.

Zuvor ist es aber sinnvoll, sich nicht mit zu vielen Informationen zu verwirren, sondern Schritt für Schritt vorzugehen.

Und wie steht es mit anderen Stoffwechsel-Enzymen wie IDO, das Tryptophan umwandelt? Auch hier zeigt sich: Wenn Ihre Entzündungswerte im Rahmen Ihrer Ernährungsumstellung sinken, sind meist auch die zugehörigen Stoffwechselwege gut kontrolliert.

Primär steht die praktische Verbesserung im Mittelpunkt alles Weitere lässt sich in der Phase der Feinoptimierung nachjustieren, wenn Ihre Ernährung bereits spürbar positive Effekte zeigt.


Quellen: The role of Western diet and gut microbiota in the pathogenesis of cardiovascular diseases.

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